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Wie den Kommunisten der Pakt mit radikalen Moslems auf die Füße fällt, und wie Berlin dabei ist
Nach dem Massaker vom 7. Oktober 2023 hatte man die Front ja schnell wieder in Ordnung gebracht. Nur in den ersten Tagen danach saßen die linken Freunde des radikalen Islam ein wenig in der Patsche. Wie man das schlimmste Judenpogrom seit 1945 zugunsten seines „antikolonialistischen“, antizionistischen und alles Abendländische ablehnenden Weltbilds „einordnen“ könnte, stand zunächst in den roten Sternen.
Aber die Verwirrung währte nicht lange. Da die Israelis zurückschlugen, um die Terrorhöhle auszuräuchern, konnte man in trauter Einheit mit der Hamas-Propaganda umgehend in die alte Schlachtordnung zurückkehren. Listigerweise hatten Teherans Handlanger den gesamten Gazastreifen mit ihren Tunneln durchzogen und ihre Schaltzentralen gezielt unter Schulen, Krankenhäusern und anderen zivilen Zielen versteckt, sodass es jede Menge schrecklicher Bilder von verletzten und getöteten Menschen gab. Die Bilder waren Gold wert, sofern man blutige Propaganda mit dem Edelmetall aufwiegen kann.
Nur einen winzigen Moment lang wehte der Propagandavorhang zur Seite, und die Wirklichkeit blitzte auf. Nämlich, als im April vergangenen Jahres Tausende Bewohner von Gaza durch die Straßen ihrer geschundenen Heimat zogen und lautstark gegen die Hamas demonstrierten. Doch dieses Intermezzo war rasch überwunden, weil erfolgreich zertrampelt: Die Anführer der Proteste wurden totgefoltert und ihre gemarterten Leichen vor dem Haus ihrer Familie abgelegt – die Warnung saß. Seitdem ist an der Front Ruhe, weshalb man – wie neulich bei der Berlinale – wieder getrost zur bewährten „antikolonialistischen“ Erzählung zurückkehren konnte.
Heute aber ist alles anders. Tausende Iraner feiern auf den Straßen Deutschlands und der Welt den amerikanisch-israelischen Angriff auf das Teheraner Mullah-Regime. Sie schwenken neben der alten iranischen Fahne auch die Flaggen der USA und Israels sowie bei uns im Land sogar Schwarz-Rot-Gold. Banner, bei deren Anblick sich einem radikalen Linken in Deutschland der Magen umdreht. Und dann besitzen sie auch noch die Frechheit, Porträts vom Schah-Sohn Reza Pahlavi hochzuhalten.
Linken-Chef Jan van Aken ist sichtlich verunsichert und näselt beleidigt vom „Völkerrecht“, das gebrochen worden sei durch den Angriff auf die Mullahs. Als hätte sich kommunistische Bewegung jemals in der Geschichte um solch bürgerlichen Firlefanz geschert, wenn er ihren Zielen im Weg war. Und wie bezeichnen wir dann die Taten des Mullah-Regimes von Anfang Januar, als es Zigtausende protestierende Iraner niedermachen ließ? „Rechtskonformes Massaker“?
Was hier zu Staub zerfällt, sollte eigentlich der letzte Strohhalm der extremen Linken in Europa und Nordamerika werden: Nämlich das, was wir – nach dem französischen Vorbild, wo man damit schon um das Jahr 2000 angefangen hatte – als „Islamogauchisme“ bezeichnen, einen Pakt von „gauche“ („links“) und radikalem Islam also.
Wozu dieses Bündnis? Nun, der westliche Arbeiter hatte sich trotz mehr als hundert Jahren guten Zuredens und heißen Aufhetzens von ganz links als schlicht unbrauchbar erwiesen, um den Salongenossen per roter Revolution einen gut gepolsterten Posten an der Spitze der ersehnten „Diktatur des Proletariats“ zu verschaffen. Selbst die rebellischen Franzosen blieben eine Enttäuschung – und die Deutschen erst recht: Mit ihrem Volksaufstand von 1953, später ihrer Weigerung, Rudi Dutschke und Co. an die Regierung zu putschen und am Ende natürlich durch die Friedliche Revolution von 1989 in der DDR hatten sie die Sympathie der dunkelroten Genossen komplett verspielt.
Wir sind die Feinde ihrer Feinde
In dieser Stunde der Verzweiflung schoben sich die radikalen Moslems in die politische Szene Europas. Und dank der deutschen Grenzöffnung seit 2015 hat sich deren Rekrutierungspotential auch in der Bundesrepublik sprunghaft ausgeweitet. Auf zahllosen deutschen Schulhöfen haben radikale Moslems bereits die Regentschaft übernommen und nötigen Mitschüler zur Einhaltung der strengen Regeln ihrer Religionsauslegung – „Regime Change“ einmal andersherum.
Sie hassen den Westen mit seiner bürgerlichen Demokratie, seiner Freiheit, seiner Marktwirtschaft und seinen abendländischen Traditionen genauso gallig wie die Linksextremen es tun. Und sie brachten massenhaft fanatisierte junge Leute mit, mit denen sicherlich was anzufangen wäre beim Sturz des gemeinsam Verhassten.
Was lag für unsere Dunkelroten also näher, als sich zusammenzutun mit diesen Feinden ihrer Feinde? So geschah es. Aber nun kam etwas durcheinander.
Die Bilder von aufständischen Iranern in deren Heimat und dem Jubel ihrer Landsleute im Exil über den Tod des Chef-Mullahs wirken sehr störend und können sogar Angst machen. Im Iran begann schließlich die globale Radikalisierung des Islam. Stürzen die Mullahs, könnte von dort ebenso gut eine weltweite Gegenbewegung ausgehen, und die Ultralinken hierzulande stünden schon wieder – wie bereits 1989 – auf der Verliererseite der Geschichte.
Ob die Bewegung daran zerbricht? Nein, da können wir beruhigt sein. Auf der falschen Seite der Geschichte stehen die Kommunisten in bemerkenswert bruchloser Tradition, damit können sie routiniert umgehen. Selbst die hundert Millionen unschuldige Opfer, die der Kommunismus gekostet hat, konnten die Selbstgewissheit seiner Gefolgsleute und Verfechter nicht im Mindesten trüben.
Die Kunst, auf der falschen Seite zu stehen, ist aber nicht immer auf den linken Rand beschränkt. Womit wir nicht allein auf dessen Pendant an der extrem rechten Klippe anspielen. Selbst in der Mitte haben sie kräftig Erfahrung damit gesammelt – und tun es gerade wieder. Berlin begeht unter seinem CDU-Bürgermeister Kai Wegner am 15. März erstmals den neu eingeführten „Aktions- und Gedenktag gegen Islamfeindlichkeit“.
Bei der Gelegenheit soll auch den Berliner Moscheen „Anerkennung und Wertschätzung“ gezollt werden, so der Senat. Wir hoffen doch, dass auch die Moschee, in der sie den Tod von Ayatollah Ali Chamenei so hingebungsvoll betrauert haben, zu den geehrten Gebetshäusern zählt. Alles andere wäre ja „Diskriminierung“.
Historisch gesehen ist der Erstauftritt des neuen Gedenktages eine Punktlandung. Denn gerade jetzt warnen die Sicherheitsbehörden vor islamistischen Schläfern, die aus Solidarität zum Mullah-Regime Anschläge in Deutschland verüben könnten.
Aber seien wir unbesorgt. Selbst eine weitere Welle von Messermorden wird die Linken nicht aus dem Konzept bringen. Vielmehr bringen sie es gewiss fertig, die Taten zur Reaktion auf „antimuslimische Diskriminierung“ umzudeuten oder zur tragischen Folge unserer „mangelnden Integrationsbemühungen“. Auf alle Fälle stehen die eigentlich Schuldigen schon fest. Das sind, wie immer, natürlich wir.