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War es wirklich „nur“ ein Versehen? Nach dem Betrugsskandal um mit KI gefälschten Bildern im „Heute Journal“ ringen die Sender um Antworten
Was sich das ZDF kürzlich leistete, erschüttert sogar jene, die sonst felsenfest zum System des öffentlich-rechtlichen Rundfunks (ÖRR) stehen. In einer Sendung des „Heute Journal“ erschienen Bilder, die mithilfe von KI erstellt worden waren. Das Video zeigte eine verzweifelte dunkelhäutige Mutter und ihre weinende Tochter, offenbar Migranten, die vermeintlich von Beamten der US-Migrationsbehörde ICE drangsaliert wurden. In den von Dunja Hayali, die ohnehin immer wieder durch linke, journalistisch fragwürdige Haltungen und Texte auffällt, moderierten ZDF-Nachrichten sollte das Video als Beleg für das brutale Vorgehen der US-Behörde dienen.
Doch KI-generierte Bilder sind Erfindungen, also lupenreine Unwahrheiten. Und das heißt: Es hat diese Szene so nie gegeben. Ein anderes Video in den ZDF-Nachrichten zeigte die reale Verhaftung eines Jungen. Das Problem: Dieses (echte) Video war mehrere Jahre alt, und der Jugendliche wurde nicht als illegaler Einwanderer verhaftet, sondern weil er einen Amoklauf angekündigt hatte.
Eine Ausrede nach der nächsten
Der „KI-Skandal“ des ZDF hat in den vergangenen Wochen eine Welle der Empörung ausgelöst. „Dies ist ein Tabubruch und ein absolutes No-Go“, sagte NRW-Medienminister und ZDF-Rundfunkrat Nathanael Liminski (CDU). Durch widersprüchliche Erklärungen nach der Sendung hatte das ZDF die Affäre sogar noch schlimmer gemacht. Ein Sprecher behauptete zunächst, die KI-Bilder seien wissentlich verwendet worden, nur habe man vergessen, sie zu kennzeichnen.
Schließlich bat die ZDF-Spitze um Entschuldigung für den „Doppelfehler“. In einer zerknirscht wirkenden Erklärung hieß es: „Dieser Beitrag entsprach nicht unseren hohen Standards.“ Die ZDF-Vizechefredakteurin sagte, der Beitrag habe „handwerkliche Fehler“ enthalten. Die New-York-Korrespondentin, die das KI-Video in ihren Beitrag eingebaut hatte, wurde von ihrem Posten abberufen.
Doch hat sich die Affäre damit schon erledigt? In einer Aktuellen Stunde im Bundestag, beantragt von der AfD, griff deren kulturpolitischer Sprecher Götz Frömming den ÖRR-Sender mit scharfen Worten an. Der ZDF-Beitrag sei kein technisches Versehen gewesen. „Das war keine Panne, das war vorsätzlicher Betrug.“ Der junge CDU-Politiker Pascal Reddig (CDU) nannte die Fehler „eine Katastrophe“. KI habe in Nachrichtensendungen nichts verloren. Außerdem müsse der öffentlich-rechtliche Rundfunk „endlich dafür sorgen, dass er Zweifel an seiner politischen Ausrichtung ausräumt“. Gleichwohl widersprach er der Absicht der AfD, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk abzuschaffen. Sprecher von SPD und Grünen kritisierten zwar die KI-Bilder, stellten sich aber grundsätzlich schützend vor den ÖRR. Vor allem das linke Lager hat ein Interesse daran, das ÖRR-System wie gehabt zu erhalten, wird es ja auch hinreichend von dem Staats-Rundfunk protegiert, indem deutlich linke Meinungen hemmungslos unterstützt werden.
Allerdings sind Zweifel am ÖRR inzwischen bis weit in die Mitte der Gesellschaft gewachsen. Das liegt nicht nur an der politischen Schieflage, die viele bei ARD, ZDF und Deutschlandradio wahrnehmen. Die große Mehrheit der Journalisten dort neigt eher dem linken Parteienlager, den Grünen, der SPD und sogar der Linkspartei zu. Prominente Gesichter des ÖRR wie der WDR-Mann Georg Restle („Monitor“), der ZDF-Satiriker Jan Böhmerman oder die Moderatorin Dunja Hayali sind politisch klar links bis linksaußen einzuordnen. Viele Bürger fragen sich, warum sie zwangsweise Rundfunkbeiträge bezahlen, die den ÖRR-Sendern Rekordeinnahmen von rund zehn Milliarden Euro im Jahr bescheren, was weltweit einmalig ist, aber das Programm politisch so einseitig ist und die Qualität leidet.
Der jüngste Skandal hat auch intern das ÖRR-System erschüttert. Bei einer Online-Versammlung, zu der 1.100 Mitarbeiter zugeschaltet waren, flogen die Fetzen. ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten gab schwere Fehler zu. Besonders peinlich für das ZDF: Video- und Ton-Mitschnitte dieser Mitarbeitersammlung wurden dem Portal „Nius“ von Ex- „Bild“-Chef Julian Reichelt zugespielt. Nur dadurch wurden die internen harten Worte öffentlich. Ein Mitarbeiter sagte etwa, dies sei der „Relotius-Moment des ZDF“ gewesen. Relotius hieß der entlassene „Spiegel“-Reporter, der ganze Geschichten frei erfunden hatte, für die er sogar noch zuvor ausgezeichnet worden war. Doch im ÖRR gibt man sich trotzig: Berechtigte Kritik wird abgewehrt, da sie angeblich ja „den Rechten“ nutze.
Der KI-Skandal dürfte auch bei der Wahl des nächsten ZDF-Intendanten am 13. März eine Rolle spielen. Es gibt sieben Bewerbungen. Intendant Norbert Himmler bewirbt sich zwar um eine Wiederwahl auf den zuletzt mit 382.560 Euro dotierten Posten, aber aus der Politik wird er sich kritischen Fragen stellen müssen.