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Ein beeindruckender Campus und 70 Studiengänge – Die Hochschule hofft auf zahlreiche Bewerber
Ende März verwandelte sich die Universitätsbibliothek der Universität Ermland-Masuren (UWM) in Allenstein-Kortau in einen pulsierenden Treffpunkt für Tausende junger Menschen aus der gesamten Region. Eine Dosis guter Energie, Inspiration und Lebensideen – so lässt sich dieser Tag der offenen Tür an der Universität in Kortau in aller Kürze beschreiben.
Die diesjährigen Abiturienten, die am 25. März Kortau besuchten, trafen nicht nur auf Universitätsvertreter, die ihre Fragen beantworteten, sondern auch auf besondere Gäste und Referenten. Für eine Universität wie die UWM ist ein solcher Tag weit mehr als eine Präsentationsveranstaltung. Der Tag der offenen Tür bietet den Schülern die Möglichkeit, die Hochschule besser kennenzulernen und zu erfahren, worauf sie bei der Vorbereitung auf ihre Bewerbung auf einen Studienplatz achten sollten.
Für die Universitätsvertreter ist es umgekehrt die Chance, die künftigen Studenten besser kennenzulernen und ihren Bedürfnissen zuzuhören – die Fragen, die junge Menschen stellen, sind ein Hinweis darauf, was ihnen wichtig ist. Das geschieht nicht ohne Hintergedanken: Polens Hochschulen kämpfen, ähnlich wie die Schulen, mit den Folgen des demografischen Wandels. Der anhaltende Geburtenrückgang zwingt die Universitäten dazu, um jeden potenziellen Studenten zu werben und ihr Studienangebot so attraktiv wie möglich zu gestalten.
Werbung um Studenten
Der Tag der offenen Tür ist dabei längst zu einem wichtigen Instrument im Wettbewerb um die Besten der Jahrgänge geworden. Rektor Jerzy Przyborowski unterstrich, wie lebendig und vielseitig das Studienangebot aufgestellt ist. Die Uni verfügt über mehr als 70 Studiengänge, deren Angebot maßgeschneidert, aktuell und auf die Bedürfnisse des Arbeitsmarkts sowie eine sich rasch wandelnde Realität abgestimmt ist. Zugleich wird derzeit an der Fortschreibung der Universitätsstrategie bis 2030 gearbeitet.
Der Rektor betonte besonders die Möglichkeiten zur persönlichen Entfaltung in mehr als 200 wissenschaftlichen Kreisen, Kulturagenturen und Sportsektionen. Praktische Orientierung zur Studienplatzbewerbung bot unterdessen das Büro für Studentenangelegenheiten.
Besondere Aufmerksamkeit zog die Begegnungszone auf sich, in der prominente Gäste die Diskussion übernahmen. Unter ihnen war u. a. Katarzyna Dowbor, langjährige Fernsehmoderatorin und Journalistin. Sie sprach über die Bedeutung eines Studiums, das aus echtem Interesse und nicht aus familiärem Druck oder wirtschaftlichem Kalkül gewählt wird. Sie rief die Anwesenden dazu auf, ungehorsam zu sein – und meinte damit die Freiheit, den eigenen Weg zu gehen. Ihre Überzeugung: Glück liegt nicht darin, Geld zu verdienen, sondern darin, das zu tun, was einem Freude macht. Sie ermutigte außerdem dazu, keine Angst vor Kurskorrekturen zu haben – auch ein Wechsel des Studienfachs mitten im Studium könne ein richtiger Schritt sein.
Prominente machten jungen Menschen Mut
Wertvolle Hinweise gaben auch Experten der Regionalen Prüfungskommission aus Łomża, die über die Abiturprüfungen in Polnisch, Mathematik und Englisch informierten und den Schülern ihre Sorgen nahmen. Herzstück der Veranstaltung war das vielfältige Programm der einzelnen Fakultäten, die sich mit Ständen, Workshops und Führungen präsentierten. Die Fakultät für Ingenieurwissenschaften lud zum Studentischen Auto- und Motorradtreffen ein, bei dem historische und sportliche Fahrzeuge zu sehen waren. Die Bioingenieurtechnik öffnete ihre Schafstallungen und den Reiterhof.
Die Rechtsfakultät bot darüber hinaus eine simulierte Strafverhandlung sowie eine kriminalistische Tatortanalyse an. In der Gesundheitsschule konnten die Besucher Physiotherapiewerkstätten erkunden und erfahren, wie Virtuelle Realität in der Behandlung eingesetzt wird. Die Kunstfakultät ließ Interessierte in ihren Ateliers Siebdruck-T-Shirts herstellen, Keramik brennen und Animationstechniken erlernen.