08.04.2026

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Es gibt viel zu tun nach dem langen Winter: Auf dem Gelände der Ordensburg helfen selbst die Jüngsten tatkräftig mit
Bild: Alexej OglesnjewEs gibt viel zu tun nach dem langen Winter: Auf dem Gelände der Ordensburg helfen selbst die Jüngsten tatkräftig mit

Vorbereitung auf die Saison

In Insterburg wird fleißig gearbeitet

Die Ordensburg bereitet sich auf ein Jubiläum vor – In der Stadt laufen mehrere Restaurierungsprojekte

Manuela Rosenthal-Kappi
08.04.2026

Noch sind es nicht viele Besucher, die den Weg zum Museum „Samok Insterburg“ (Schloss Insterburg) in der Ordensburg finden, doch die Urlaubssaison steht vor der Tür. Nach dem strengen Winter gibt es für die Mitarbeiter alle Hände voll zu tun: Das Gelände will gesäubert werden und kleinere Schäden warten auf ihre Behebung.

In diesem Jahr feiert das Museum das 690. Jubiläum der Burggründung. Alexej Oglesnjew, der Direktor des Museums, bereitet derzeit deshalb einen Antrag auf Fördermittel aus dem staatlichen Stipendienprogramm vor. Mit Fördermitteln aus Moskau sollen einzelne Räume sowie der Kinderspielplatz instandgesetzt und der Betrieb der Tischler-, Töpfer- und Nähwerkstätten der Burg sichergestellt werden. Außerdem plant Oglesnjew, einige Ausstellungen im Museum umzugestalten.

Im Jubiläumsjahr sind zahlreiche kulturelle Veranstaltungen wie Festivals, Konzerte, Ausstellungen, Workshops und dergleichen mehr geplant. Im Sommer will das Museum seine Zusammenarbeit geografisch ausweiten, indem am Festival zur Erhaltung des historischen Umfelds Vertreter einer Freiwilligeninitiative aus Kasan teilnehmen. Auch junge Architekten aus verschiedenen Städten Russlands sind eingeladen, sich daran zu beteiligen.

Vor 690 Jahren wurde die Burg gegründet

Außerhalb der Burg findet eine Reihe von Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten statt. So werden einige Vorkriegsbauten in der Jordanstraße (Komsomolskaja ul.), der Brauereistraße (Sawodskaja ul.) und der Bunten Reihe (Elewatornaja ul.) vollständig saniert. Zwar stehen sie fast alle seit Längerem unter dem Denkmalschutz auf lokaler Ebene, doch viele von ihnen wurden seit Jahren nicht renoviert und befinden sich in einem äußerst desolaten Zustand.

Erst kürzlich wurde die Bunte Reihe unter Denkmalschutz auf gesamtrussischer Ebene gestellt. Bei der Bunten Reihe handelt es sich um ein Ensemble von 16 zweigeschossigen Reihenhäusern aus den frühen 1920er Jahren im Insterburger Vorort Kamswyken, die der bekannte deutsche Architekt Hans Scharoun entworfen hat. Die farbige Gestaltung der Fassaden, die unterschiedlichen Haustüren und Fenstergestaltungen gaben der Bunten Reihe ihren Namen. Sie galt als Erstlingswerk des Architekten, im Stil der Moderne erbaut. Jedes Reihenhaus verfügte – der Idee der Selbstversorgung dienend – über einen rückwärtigen Garten, in dem Obst und Gemüse angebaut werden konnten.

Bis zum Sommer soll die Renovierung der Villa Brandes in der Schlossstraße, die als schönstes Gebäude der Stadt gilt, abgeschlossen sein. Im vergangenen Jahr wurden Fassadenarbeiten durchgeführt, und in diesem Jahr werden die Innenräume hergerichtet. Nach der Fertigstellung wird in der Villa eine Kindertagesstätte eingerichtet.

Die Stadt ist stolz darauf, die Ergebnisse erfolgreicher Restaurierungen zu präsentieren. So werden Führungen zu den restaurierten Türen in den Häusern für Stadtgäste angeboten. An den Restaurierungen ist auch das Museum „Samok Insterburg“ beteiligt. In der Burg befindet sich eine Werkstatt für Restaurierungen, in der die Handwerker Oleg und Igor Suratowy alte Türen restaurieren.

In Kürze steht außerdem die vollständige Neugestaltung des Alten Markts (Lenin-Platz) an. Geplant ist, den Fußgängerbereich zu vergrößern, um dort kleine Themenparks, sogenannte Pocket Parks, einzurichten. Das „Museum für Insterburger Pflastersteine“ ist bereits als Pocket Park entstanden.

Als nächstes Straßenbauprojekt wird die Autobrücke, die in die Siedlung Sprindt führt, saniert. Das wird für die Anwohner mit Unannehmlichkeiten und langen Umwegen verbunden sein. Die meisten werden aber dennoch Verständnis für die notwendigen Arbeiten haben.


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