23.02.2026

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Wo Geschichte auf „Diversität“ getrimmt wird: Dreharbeiten zur Netflix-Serie „Bridgerton“
Bild: IMAGO/Cinema Publishers CollectionWo Geschichte auf „Diversität“ getrimmt wird: Dreharbeiten zur Netflix-Serie „Bridgerton“

Medien

Nun fliegt auch Netflix die „woke“ Masche um die Ohren

Der weltweit erfolgreiche Streaming-Dienst war jahrelang Publikumsmagnet. Doch ein Übermaß an linker Belehrung in den Produktionen sorgte zuletzt für empfindliche Einbrüche bei den Abo-Zahlen

Wolfgang Kaufmann
23.02.2026

Die Fernsehgewohnheiten haben sich in den vergangenen Jahren deutlich verändert: Statt das Programm der öffentlich-rechtlichen oder privaten Sender via Kabel, Satellit oder Antenne zu verfolgen, schauen immer mehr Menschen Filme und Serien bei den Streaming-Diensten im Internet. Diese bieten ein vielfältiges Angebot für Abonnenten, auf das ganz individuell und zu jeder Zeit zugegriffen werden kann. Ein führender Anbieter ist dabei das US-amerikanische Medienunternehmen Netflix, das seit 1997 besteht und seit 2014 auch deutsche Kunden versorgt.

Die Entwicklung von Netflix war über lange Zeit eine Erfolgsgeschichte ersten Ranges. So hatte der Dienst in den USA ab 2016 mehr Zuschauer als jeder einzelne herkömmliche Fernsehsender des Landes. Doch dann kamen die Corona-Lockdowns, durch welche die Zahl der weltweiten Netflix-Nutzer erstmals die 200-Millionen-Grenze überschritt. Das hatte auch Auswirkungen auf den Börsenwert, der 2020 mit rund 195 Milliarden US-Dollar erstmals den der Walt Disney Company übertraf. Heute ist Netflix fast 400 Milliarden Dollar wert, wobei die nunmehr 325 Millionen Kunden dem Unternehmen 2025 einen Umsatz von knapp 39 Milliarden und einen Gewinn von 2,4 Milliarden bescherten. Solche Erfolgszahlen dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Streaming-Dienst zunehmend Probleme hat.

Diese traten erstmals 2022 zutage, als Netflix Hunderttausende Abonnenten verlor, anstatt wie angekündigt 2,5 Millionen Neukunden zu gewinnen. Daraufhin sackte der Aktienkurs um 35 Prozent ab, was auf einen Verlust von 55 Milliarden Dollar hinauslief. Das resultierte zum einen aus dem Rückzug vom russischen Markt, zum anderen aber auch aus dem vielen Kunden zu woke gewordenen Programm, wobei das englische Wort „woke“ hier für übermäßige „Diversität“ sowie die aufdringliche Präsentation von Themen rund um die von den Linken definierte „soziale Gerechtigkeit“ steht. Vor allem sind viele der Neukunden der Corona-Zeit danach wieder abgesprungen.

Enge Bande zu den US-Demokraten
Verantwortlich hierfür war das Management, das – gemessen an seinen Parteispenden – bis heute fast nur aus Anhängern der US-Demokraten besteht. Ebenso sitzen im Aufsichts- und Verwaltungsrat Personen wie Susan Rice, die unter den demokratischen Präsidenten Clinton, Obama und Biden wichtige Positionen bekleidete, darunter die einer nationalen Sicherheitsberaterin und Vorsitzenden des Rates für Innenpolitik der Vereinigten Staaten. Hieraus resultiert dann auch die enge Zusammenarbeit von Netflix mit dem von Barack und Michelle Obama gegründeten Medienunternehmen Higher Ground Productions.

Die woken Produktionen von Netflix umfassten beziehungsweise umfassen noch heute etliche Serien, Filme und Dokumentationen, die eher in die Kategorie Polit-Erziehung als Unterhaltung fallen. Dazu zählen Streifen, in denen homo- oder transsexuelle Personen derart gehäuft vorkommen und die gesamte Handlung bestimmen, wie es im realen Leben so gut wie nie der Fall ist. Dabei riskieren die Macher sogar, dass ihre „queeren“ oder „diversen Erzählungen“ die Gruppe der jungen hochtoleranten Zuschauer verprellen. So wie etwa im Falle der zunächst äußerst erfolgreichen Serie „Stranger Things“, deren Schlüsselfolge dann durch ein quälend langatmiges homosexuelles Outing zum Fiasko geriet.

Manchmal macht Netflix den Autoren hier knallharte Vorgaben. In den letztlich gescheiterten Verhandlungen über die Verfilmung des Bestsellers „Sonne und Beton“ wurde der Verfasser Felix Lobrecht aufgefordert, eine Bande arabischer Drogendealer in Berlin-Neukölln durch eine lesbische deutsche Mädchengang zu ersetzen.

Queen und Zarin als Farbige
Darüber hinaus hat der Streaming-Anbieter nach dem Tod des afroamerikanischen Kriminellen George Floyd während einer Polizeimaßnahme die „Black Lives Matter-Collection“ aufgelegt, in der sich zahlreiche tendenziöse Produktionen zum Thema Rassendiskriminierung finden. Parallel spielt die Lage der Schwarzen in den USA auch in vielen anderen schon seit Längerem laufenden Serien eine immer dominantere Rolle, wodurch deren Handlung extrem ins Belehrende abdriftet. Dazu kommen Streifen, welche nichts anderes als woke Geschichtsmanipulationen sind.

In der Dokumentation „Cleopatra“ wird die griechischstämmige Herrscherin über das Alte Ägypten von einer schwarzen Schauspielerin verkörpert. Desgleichen tauchen in den Produktionen „Queen Charlotte“, „Bridgerton“ und „The Great“ dunkelhäutige Personen auf dem britischen Thron oder am Zarenhof in St. Petersburg auf, während die ethnischen Russen in der Serie über Katharina die Große vielfach als unzivilisierte oder gar psychopathische Säufer hingestellt werden.

Der Netflix-Kritiker und Tesla- beziehungsweise SpaceX-Chef Elon Musk äußerte mit Blick auf derartige Produktionen: „Der woke Gedankenvirus macht Netflix unerträglich.“ Daher rief er die Nutzer im Oktober 2025 dazu auf, ihre Abonnements zu kündigen. Dies führte zwar zu keiner Massenabwanderung, doch ergaben aktuelle Umfragen wie die des Meinungsforschungsinstitutes Civey, dass sich inzwischen ein Drittel der Netflix-Kunden von dem woken Kurs des Unternehmens abgestoßen fühlt. Gleichzeitig sagten nur drei Prozent, sie würden gerne weiter ein „diverses“ Programm sehen. Im Gegensatz dazu legt die Hälfte der Befragten großen Wert auf preisgünstige Tarife und aktuelle Produktionen.

All dies scheint nun in jüngster Zeit zu einem gewissen Umdenken bei Netflix geführt zu haben, womit der Dienst dem Vorbild von Konkurrenten wie Disney+ und Amazon Prime Video folgt. So verschwanden etliche Serien mit LGBTQ-Fokus, welche vor allem Minderheiten angesprochen hatten. Dennoch kommt Netflix weiterhin deutlich woker daher als seine Mitbewerber. Das erklärt auch, warum die Trump-Regierung eine verschärfte Überprüfung der über weite Strecken marktbeherrschenden Stellung von Netflix angekündigt hat. Denn trotz des teilweisen Umdenkens gehört der Dienst nach wie vor zu den mächtigsten linken Protagonisten in dem Kulturkampf, der die USA heute spaltet.


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