Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung
Während 80.000 angebliche marokkanische Armutsmigranten an einem Tag zum Marsch auf Ceuta ansetzten, genießen hingegen rund 90.000 französische Rentenbezieher derzeit in Marokko bereits ihren süßen, privilegierten Lebensabend und lassen es sich in vollen Zügen so richtig gut gehen. Sogar noch viele weitere europäische Senioren-Wohnviertel werden in allen großen Städten Marokkos inzwischen gebaut. Das nordafrikanische Urlaubsland will nämlich Armutsmigranten durch europäische Rentner ersetzen. Klingt perfide, sogar etwas pervers, aber ist inzwischen gelebte Praxis.
Zehntausende Menschen versuchten Ende Juli 2026 von Marokko aus die spanische Exklave zu erreichen. In Marokko leben bereits fast 100.000 EU-Pensionäre freiwillig und genießen ihren Lebensabend. Dies ist auch ein Spiegel einer ambivalenten Migration, deren Gründe und politische Bedeutung sich inzwischen grundlegend verändert haben.
Das klassische Bild des politischen Flüchtlings, wie es etwa dem deutschen Grundgesetz zugrunde liegt, war damals ein völlig anderes: Der politisch Verfolgte flieht vor einem Staat, der ihn wegen seiner Überzeugung, Religion oder Herkunft verfolgt. Doch von diesem ursprünglichen Verständnis ist die heutige Migrationswirklichkeit per Asylanspruch meilenweit entfernt. Denn wer heute nach Europa kommt, flieht meistens nicht mehr vor politischer Verfolgung. Es geht vielmehr häufig um Armut, fehlende Perspektiven, Arbeitslosigkeit, Krankheit, soziale Ungleichheit und den Wunsch nach einem besseren Leben. Hinzu kommen auch rudimentär die Folgen des Klimawandels – und wir sprechen hier ausdrücklich nicht von der links-grün-politisch propagierten und missbrauchten Klimahysterie. Aus dem politisch Verfolgten des Grundgesetzes wird somit der Wirtschafts- und Perspektivmigrant und möglicherweise künftig auch der Klimamigrant. Das verwischt die Grenzen zwischen Asyl, Flucht und Einwanderung zunehmend.
Gerade Ceuta macht diese Verschiebung sichtbar. Marokko ist, obwohl es keine lupenreine Demokratie ist, kein klassischer Verfolgungs- oder Bürgerkriegsstaat. Viele derjenigen, die nach Spanien gelangen wollen, suchen vor allem bessere wirtschaftliche und gesellschaftliche Chancen, auch wenn die realitätsfernen deutschen Grünen immer noch Marokko als Verfolgerstaat sehen. Die Grünen mit ihrem unrealistischen, ja sogar gefährlichen Bleiberecht für alle, sehen jeden Grund, der Menschen zur Migration bewegt, unter den Schutzbegriff des Asyls, so wird aus einem individuellen Schutzrecht schleichend ein allgemeines Masseneinwanderungsrecht.
Marokko ist längst auch ein Migrationsland für Europäer
Die Widersprüchlichkeit wird noch deutlicher, wenn man die Richtung der Migration umkehrt. Während junge Marokkaner versuchen, nach Europa zu gelangen, ist Marokko längst selbst ein Ziel europäischer Migration geworden. Französische Rentner lassen sich in den großen Städten nieder und können mit ihren europäischen Pensionen einen Lebensstandard genießen, der für viele Marokkaner unerreichbar ist. Beide sind Migranten, aber ihre Ausgangslagen könnten kaum unterschiedlicher sein: Der eine kommt mit gesichertem Einkommen und erheblicher Kaufkraft, der andere versucht, durch Asylmigration überhaupt erst Zugang zu besseren Lebensmöglichkeiten zu erhalten. Während das offizielle Marokko die reichen Europäer gerne aufnimmt, verweigert es seinen eigenen Armutsmigranten die Rückübernahme aus Europa, das ist die marokkanisch-muslimische Art von Solidarität.
Ceuta zeigt zudem, dass Migration längst nicht nur eine individuelle Angelegenheit ist. Sie kann zum politischen Instrument werden. Die spanischen Exklaven Ceuta und Melilla sind nicht nur Außengrenzen der Europäischen Union, sondern auch Symbole des ungelösten Verhältnisses zwischen Spanien und Marokko. Migrationsbewegungen können dabei politischen Druck erzeugen und geopolitische Interessen transportieren.
Damit stellt sich eine überaus unbequeme Frage: Was soll das Asylrecht eigentlich wirklich leisten? Es muss Menschen schützen, die tatsächlich verfolgt werden. Aber es kann nicht zugleich die Antwort auf jede Form globaler Armut, sozialer Ungleichheit oder klimatischer Veränderung weltweit sein, zumal die Solidarität trotz mehrmaliger Harmonisierungsversuche seit Jahrzehnten auch in der EU bröckelt.
Europa steht deshalb vor einem Dilemma. Es braucht Einwanderung und will sie zugleich begrenzen. Es möchte Fluchtursachen bekämpfen, profitiert aber zugleich von globalen Wohlstandsunterschieden. Und während europäische Rentner in Marokko von diesen Unterschieden profitieren können, versuchen junge Marokkaner, eben diese Unterschiede auch durch Migration nach Europa zu überwinden.
Anders als europäische Rentner, die sich durch ihre Lebensleistung in Marokko einen schönen Lebensabend selbst erarbeitet haben, wollen die jungen Marokkaner von der Solidarität der Europäer profitieren, ohne je selbst etwas dazu getan zu haben. Der eine kommt mit seiner dicken Rente, die das Staatsbudget erhöht, der andere mit seiner ärmlichen Hoffnung, die nichts wert ist. Die Migrationswelt wird immer absurder.
sitra achra am 27.09.26, 15:46 Uhr
Unter den marokkanischen Okkupanten mag es einen geringen Prozentsatz brauchbarer Individuen geben, die Mehrheit davon ist jedoch nicht "verwertbar".
Außerdem ist es ungeheuer dumm von ihnen, in ein mit sich selbst unstimmiges Europa einzudringen, welches über kurz oder lang zum Shithole degeneriert. Dann sitzen sie nämlich in der Falle, zudem die klügeren Europäer samt ihren Familien das Weite gesucht haben, um der Katastrophe zu entkommen.
Dann werden sie bittere Tränen weinen, dass sie ihr respektables Heimatland verlassen haben und es für sie kein Zurück mehr gibt. Inschallah.
Markus Pietrek am 23.09.26, 18:10 Uhr
Ich mag mich jetzt zuweit aus dem Fenster lehnen, aber es dürften nordafrikanische Franzosen sein, die jetzt nach Hause ziehen. Und nicht Pierre und Sophie, oder?