13.10.2026

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Georg V. von Hannover in der Uniform der Hannoverschen Garde du Corps mit Großkreuz und Ordensband des St. Georgs-Ordens sowie dem Ordenskreuz des Guelphen-Ordens: Ölgemälde von Conrad L‘Allemandaus dem Jahre 1861
Bild: WikimediaGeorg V. von Hannover in der Uniform der Hannoverschen Garde du Corps mit Großkreuz und Ordensband des St. Georgs-Ordens sowie dem Ordenskreuz des Guelphen-Ordens: Ölgemälde von Conrad L‘Allemandaus dem Jahre 1861

Wie Georg V. sein Land verlor

Vor 160 Jahren wurde aus dem Königreich Hannover eine preußische Provinz

Heinrich Prinz von Hannover
18.09.2026

König Georg V. von Hannover sah zeitlebens in Verfassung und Demokratie Gefahren für sein Königreich. Von seinem Königsamt, das er als unmittelbar von Gott gegeben ansah, hegte er überhöhte und ans Mystische grenzende Vorstellungen. Der bereits als junger Kronprinz völlig erblindete Welfe entwickelte sich später als König zwar politisch weiter und musste auch liberale Gesetze akzeptieren, doch im Innern seines Denkens blieb er ein erzkonservativer Monarch.

Georg V. soll über ein glänzendes Gedächtnis verfügt haben, das nach seiner Erblindung zweifellos noch weiter trainiert wurde. Dabei entwickelte sich bei ihm eine starke Empfänglichkeit für die Musik, die er über alles liebte. Noch als Kronprinz komponierte er über 200 Klavierstücke. Zeit seines Lebens war er ein begeisterter Förderer von Kunst und Kultur. Nach seiner Thronbesteigung im Jahr 1851 zog er sich mit seiner Gemahlin, Königin Marie, jedoch sehr häufig ins Privatleben zurück, und sie mieden öffentliche Auftritte. Dadurch gerieten beide in eine Art gesellschaftliche Isolation, die sich in späteren Jahren auch politisch auswirken sollte – besonders im Verhältnis zu Preußen. Für die sich unter der Herrschaft Georgs V. ständig verstärkende Abkühlung des Verhältnisses Hannovers zu seinem großen Nachbarn wurde von manchen Beobachtern besonders Marie verantwortlich gemacht. Es war jedoch des Königs ureigenster Charakter, der ihn schließlich einen regelrechten Hass gegenüber Preußen entwickeln ließ.

Gegen Demokratie und Verfassung

Georg V. und Preußens Pendant Wilhelm I. waren Vettern ersten Grades. Angesichts des engen Verwandtschaftsverhältnisses kann man also von einem Familienzwist sprechen. Georg V. war über Preußens Vormachtstreben im Deutschen Bund verärgert. Ganz im Gegensatz zu seinem Vater, König Ernst August I. von Hannover, wahrte Georg V. gegenüber Preußen stets Distanz. Nur unter großen Mühen wurde ihm im Jahr 1854 die Zustimmung zum Beitritt zu dem von Preußen geführten Zollverein abgerungen – obwohl der Schritt sich für die wirtschaftliche Entwicklung seines Königreiches als sehr positiv erweisen sollte. Nach der Entscheidungsschlacht im Deutsch-Dänischen Krieg bei den Düppeler Schanzen weigerte sich Georg, den Schlachtensieger Wilhelm zu beglückwünschen. Eine telegrafische Verbindung zwischen den beiden Landesteilen Preußens, die durch Hannover getrennt waren, verweigerte Georg V. bis zum Schluss.

In der Bundeskrise von 1866 verhielt sich Georg V. zunächst neutral und verließ sich auf das Bundesrecht. Doch im Frühjahr reiste Prinz Karl zu Solms, ein Halbbruder des Königs und österreichischer Generalmajor, als Sondergesandter des österreichischen Kaisers Franz Joseph von Wien nach Hannover und bot diesem für den Fall eines preußischen Angriffs die militärische Unterstützung der in Holstein stationierten österreichischen Brigade an. Der König nahm diesen Vorschlag gern an und befahl sodann am 5. Mai 1866 die Einberufung von Teilen seiner Armee.

Preußens Ministerpräsident Otto von Bismarck ließ am 10. Mai wissen, dass Berlin die unbewaffnete Neutralität Hannovers akzeptieren würde, in der bewaffneten jedoch eine Bedrohung sehe. Gleichzeitig deutete er Verhandlungsbereitschaft an.

Daraufhin fand am 13. Mai bei Georg V. eine Beratung statt, bei der über die weitere Haltung der hannoverschen Politik diskutiert wurde. Einige Mitglieder des Staatsrats plädierten nachdrücklich für eine unbewaffnete Neutralität. Dieser Ansicht schloss sich die Mehrheit der Versammelten an. Daraufhin war Georg V. den Tränen nahe und klagte über die für ihn schreckliche Situation, sich nicht seinem natürlichen Bundesgenossen Österreich anschließen zu können. Er bezeichnete Preußen als den Erbfeind Hannovers, der nur dessen Raub anstrebe. Er füge sich, „wenn auch schweren Herzens“, der Mehrheit der Versammelten.

Bismarck zeigte sich mit der Neutralität Hannovers einverstanden und gab sich mit der freien Nutzung von Eisenbahnen und Straßen zwischen dem östlichen und dem westlichen Landesteil Preußens sowie in das preußisch verwaltete Schleswig zufrieden. Aber Österreich verwahrte sich gegen einen hannoverschen Neutralitätsvertrag mit Preußen, da ein solcher gegen die Bundesverfassung verstoße. Am 19. Mai 1866 begab sich Karl zu Solms erneut nach Hannover. Er überbrachte ein persönliches Schreiben Franz Josephs, in dem dieser den König beschwor, „unerschütterlich am Bunde festzuhalten und im Verein mit Österreich und den übrigen föderativ gesinnten Staaten für die Aufrechterhaltung des Rechts und der deutschen Fürstenthrone einzustehen“.

Folgenschwere Selbstisolierung

Preußen stellte zur Durchsetzung der von ihm angestrebten kleindeutschen Lösung am 10. Juni einen Antrag im Bundestag, um diesen unter Ausschluss Österreichs durch eine aus allgemeinen Wahlen hervorgehende Bundesversammlung zu ersetzen. Daraufhin beantragte Österreich die Mobilmachung der Bundestruppen gegen Preußen. Das hannoversche Königreich stimmte am 14. Juni 1866 für den bayerischen Zusatzantrag, die nicht-preußischen und die nicht-österreichischen Truppen zu mobilisieren, um so die beiden Großmächte vom Krieg abzuhalten. Doch Preußen forderte am folgenden Tag von Georg V. ultimativ, ein Bündnis mit diesem einzugehen, die Truppen auf den Friedensstand zurückzuführen sowie die von diesem geplante Bundesreform und damit dem Verzicht auf den Oberbefehl über seine Truppen zuzustimmen. Georg V. lehnte die Schmälerung seiner Souveränitätsrechte und die geplante Bundesreform durch Preußen entschieden ab.

Als das preußische Ultimatum in der Bevölkerung der Residenzstadt Hannover bekannt wurde, machte sich große Unruhe breit, da man einen baldigen Einmarsch preußischer Truppen befürchtete. Daher begaben sich am späten Abend der Magistrat und die Bürgervorsteher nach Schloss Herrenhausen, um König Georg V. dringend zu bitten, durch eine Verständigung mit Preußen das Land vor einem Krieg zu bewahren. Der König stellte ihnen ruhig und gefasst die aktuelle Lage aus seiner Sicht dar und schloss mit den Worten: „Als Christ, Monarch und Welf kann ich nicht anders handeln!“ Aufgrund der schnell erfolgenden preußischen Kriegserklärung und des bereits am 15. Juni von Holstein her erfolgenden Einrückens preußischer Truppen ließ sich das Königreich Hannover nicht verteidigen.

Zunächst waren alle Beteiligten in Hannover von der Neutralität des Königreichs überzeugt gewesen. Vor allem die hannoverschen Minister vertraten diesen Standpunkt. Die Militärs dachten da schon etwas anders. Einige glaubten, die Preußen durch Säbelrasseln beeindrucken zu können. Als dann Karl zu Solms im Frühjahr 1866 zum ersten Mal in Hannover erschien, kam es in der Haltung Georgs V. zu einer Wendung.

Der Kaiser in Wien schickte Karl als Sonderbeauftragten nach Hannover und beförderte ihn kurz vorher noch schnell zum General. In Hannover brachte Karl die österreichische Brigade in Holstein ins Spiel, die das Königreich schützen könne, falls es zum Krieg mit Preußen kommen sollte. Dieser Vorschlag machte auf den hannoverschen König einen großen Eindruck. Die Beschwörung Karls, der König möge bundestreu bleiben, war nichts anderes als die Aufforderung, die Kräfte Preußens zu fesseln, damit Österreich in seinem höchsteigenen Krieg um die Vormachtstellung in Deutschland besser dastehe.

Hass gegenüber Preußen

Dies alles bestätigt ein Schreiben des österreichischen Außenministers Alexander von Mensdorff-Pouilly an seinen hannoverschen Amtskollegen Adolf von Platen-Hallermund: „Ein Neutralitätsabkommen zwischen Hannover und Preußen widerspräche zudem der Bundesakte. Kommt es aber zum Kriege, so können wir zwar, der Entfernung wegen, den hannoverschen Staat und dessen Dynastie nicht vor augenblicklichen Gefahren ... schützen, wohl aber ist Hannovers Zukunft im Bunde mit uns ... doch ganz anders gesichert, als durch einen Pact mit dem ... herrschsüchtigen Nachbarn ... Ist Österreich im Falle des Krieges vom Glücke begünstigt, so hätten seine deutschen Bundesgenossen nicht nur ihre Existenz gerettet, sondern könnten auch erhebliche Vorteile erwarten, und namentlich würden sich im deutschen Norden so manche Kombinationen darbieten, durch welche Hannover arrondiert und mit sehr bedeutendem Machtzuwachs aus dem Kriege hervorgehen würde.“

Ein tragfähiger Beleg dafür, dass sich Georg V. in seinen Entschlüssen von dieser Wiener Offerte hat beeinflussen lassen, existiert allerdings nicht. Angeblich soll es im Wiener oder im Prager Staatsarchiv ein Dokument geben, in dem Karl zu Solms instruiert wurde, er möge die Territorialforderungen des hannoverschen Königs nach einem gewonnenen Krieg mäßigen. Nach Aussagen von hannoverschen Ministern, die an sämtlichen Gesprächen mit dem Prinzen bei dessen Besuchen in Hannover teilgenommen haben, soll bei diesen Gesprächen die oben zitierte Gebietsofferte Wiens an Hannover nicht zur Sprache gekommen sein. Für Außenstehende mag das unglaubwürdig wirken, wenn man Bismarcks spätere Behauptung im Reichstag vom 11. März 1867 kennt, Hannover habe den Krieg gewollt und sei entschlossen gewesen, sich im Falle eines Sieges preußische Provinzen einzuverleiben.

Vetter ersten Grades von Wilhelm I.

Nachdem der hannoversche König das preußische Ultimatum hatte verstreichen lassen und die mit diesem verknüpften Bedingungen abgelehnt hatte, rückten preußische Truppen bereits am 15. Juni 1866 von Holstein aus in Richtung der Residenzstadt Hannover vor. Die versprochene österreichische Brigade, die das Königreich Hannover laut Karl zu Solms schützen sollte, hatte sich auf Anraten von Georg V. sehr schnell nach Hessen abgesetzt und war auf dem Weg nach Österreich. Der hannoversche König hatte mit dieser Entscheidung den Konflikt mit Preußen entschärfen wollen. Hannover war also ohne Bündnispartner und ganz auf sich allein gestellt. Georg V. setzte sich mit seinem Sohn Kronprinz Ernst August in der Nacht auf den 16. Juni mit seinen Truppen, die der Generalstab in sehr kurzer Zeit marschbereit gemacht hatte, mit der Eisenbahn nach Göttingen ab. Diese Organisation des aufwendigen Truppentransports durch die Militärs war in dieser kurzen Zeit eine echte Meisterleistung gewesen.

Vom Göttinger Bahnhof aus marschierte die über 20.000 Mann starke Armee weiter in Richtung Süden, mit dem Ziel, sich der bayerischen Armee anzuschließen. Dabei kam es immer noch zu Friedensverhandlungen, die zu nichts führten, da beide Seiten keinen Kompromiss akzeptieren wollten. Am 27. Juni 1866 kam es in Thüringen zu der Schlacht bei Langensalza. Die zahlenmäßig weit überlegene starke hannoversche Armee schlug eine aus 9.000 Soldaten bestehende Streitmacht aus preußischen und coburgischen Soldaten in die Flucht. Während der Schlacht beobachtete Georg V. mit dem Generalstab auf einer Anhöhe bei Merxleben an der Unstrut, nördlich von Langensalza, das Geschehen.

Lavieren zwischen Berlin und Wien

Allerdings erwies sich der hannoversche Erfolg auf dem Schlachtfeld als ein Pyrrhussieg, denn die hannoverschen Verluste waren mit 378 Toten und 1.051 Verwundeten weitaus höher als die des preußischen Gegners und seines coburgischen Verbündeten, die 196 Gefallene und 636 Verwundete zu beklagen hatten. Gleichzeitig waren die hannoverschen Stellungen weiträumig von heranrückenden preußischen Truppen umstellt worden. Der Befehlshaber der hannoverschen Soldaten, Generalleutnant Alexander von Arentschildt, erklärte, dass jeder weitere Kampf ein sinnloses Blutvergießen bedeuten würde und er daher zur Kapitulation rate. Schließlich autorisierte Georg V. schweren Herzens den General, die militärische Kapitulation abzuschließen. Diese unterzeichnete der hannoversche König am 29. Juni 1866.

Gemäß ihren Bestimmungen konnten Georg V. und sein Sohn den Aufenthalt außerhalb des Königreichs Hannover frei wählen. Beide wählten die hannoversche Gesandtschaft in Wien. Die Reise verlief über Regensburg, Passau und Linz. Der Vertreter der hannoverschen Gesandtschaft in Wien, Ernst von dem Knesebeck, begleitete Georg V. von Passau bis Wien, wo der hannoversche Außenminister die Ankunft gut vorbereitet hatte.

Vom Wiener Bahnhof in Richtung der Gesandtschaft durchfuhr der hannoversche König die Hofburg, den kaiserlichen Wohnsitz, was ihn spontan dazu veranlasste, den Hausherrn sogleich aufzusuchen. In Begleitung des österreichischen Feldmarschalls Sigmund von Reischach begab sich der König ins Haupttreppenhaus, durchquerte ein von zwei Posten bewachtes Vorzimmer und gelangte in das Schreibzimmer des Kaisers, der ihn mit der größten Liebenswürdigkeit empfing. Der Habsburger bedankte sich für den mutigen und siegreichen Waffengang bei Langensalza und verlieh dem hannoverschen Kronprinzen und dem König den Maria-Theresien-Orden.

Liebenswürdiger Empfang in Wien

Der König vertiefte sich mit dem Kaiser in ein politisches Gespräch. Nach Ansicht des Königs war der Kaiser fest entschlossen, trotz der Niederlage seiner Armee bei Königgrätz vom 3. Juli 1866 den Krieg gegen Preußen fortzuführen. Die Gesamtverluste der Österreicher betrugen über 40.000 Mann und 6.000 Pferde. Davon waren 330 Offiziere und 5.320 Soldaten gefallen, 430 Offiziere und rund 7.000 Mann verwundet, und es waren unzählige Vermisste zu beklagen. Mehr als 20.000 Österreicher waren in preußische Gefangenschaft geraten. Schon deshalb war es zweifelhaft, an die Möglichkeit einer Fortsetzung des Krieges zu glauben. Nach einer halben Stunde verabschiedete sich Georg V. bei Franz Joseph und verließ die Hofburg. Wie dort vereinbart, kam der Habsburger etwas später dann auch in die hannoversche Gesandtschaft. Der Kaiser trug an seiner Uniform den hannoverschen St.-Georg-Orden. Georg V. stellte Franz Joseph zwei seiner Solmser Verwandten vor, die ihn nach Wien begleitet hatten. Darunter befand sich sein Neffe Bernhard Prinz zu Solms, der als österreichischer Offizier in der Schlacht bei Königgrätz gekämpft hatte. Der Kaiser sprach dem König und dem Prinzen Worte der Anerkennung aus. Insgesamt blieb der Kaiser eine halbe Stunde, bevor er die Gesandtschaft wieder verließ.

Alleingelassen durch Österreich

Am 22. Juli 1866 wurde zwischen Österreich und Preußen eine Waffenruhe vereinbart. Georg V. ging zunächst davon aus, dass der Krieg weitergehen werde. Franz Joseph und Erzherzog Albrecht waren auch durchaus bereit, den Kampf gegen Preußen fortzusetzen. Die wichtigsten österreichischen Minister setzten aber auf einen sofortigen Frieden unter allen Umständen. Daher wurde ein vierwöchiger Waffenstillstand vereinbart, in dem bereits die preußischen Bedingungen von Österreich unterschrieben wurden.

Der König erfuhr vom Kaiser die Nachricht, dass am 27. Juli in Nikolsburg zwischen Preußen und Österreich über einen Vorfrieden verhandelt werden sollte. Noch an diesem Tag schickte Georg V. seinen Flügeladjutanten Oberstleutnant Carl Johann Christian von Heimbruch ins Schloss Nikolsburg, um Wilhelm I. einen Brief mit einem Friedensangebot von ihm übergeben zu lassen. In diesem Schreiben bat er um die Wahrung der territorialen Integrität seines Königreichs Hannover. Doch der preußische König ließ durch seinen Adjutanten Karl Finck von Finkenstein ausrichten, er bedauere es, in der gegenwärtigen Situation einen Brief des Königs von Hannover nicht entgegennehmen zu können. Heimbruch brachte daher das Schreiben Georgs V. ungeöffnet zurück nach Wien. Das Welfenhaus wurde mithin von den Verhandlungen in Nikolsburg ausgeschlossen, und Österreich war aufgrund seiner eigenen militärischen und finanziellen Situation nicht mehr in der Lage, dem hannoverschen König zu helfen.

Im darauffolgenden Frieden von Prag vom 23. August 1866 wurde es dann offiziell. Das Königreich Hannover sollte von Preußen einverleibt werden. Das Kurfürstentum Hessen-Kassel, die Freie Stadt Frankfurt und das Herzogtum Nassau wurden ebenso wie das Königreich Hannover im Oktober 1866 offiziell von Preußen annektiert. Österreich sowie die Königreiche Bayern, Württemberg und Sachsen kamen mit hohen Entschädigungszahlungen an das Königreich Preußen noch einmal glimpflich davon.

• Heinrich Prinz von Hannover ist ein Ururenkel des letzten hannoverschen Königs Georg V. 2025 erschien im MatrixMedia Verlag sein Buch „Das Haus Hannover – Abgedankt?“, in dem er sich mit den Generationen dazwischen beschäftigt. In fiktiven Interviews nähert er sich dem letzten Kronprinzen von Hannover, seinem Urgroßvater, dem letzten regierenden Herzog von Braunschweig, seinem Großvater, und dem letzten Erbprinzen im Herzogtum Braunschweig, seinem Vater.


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Kommentare

Kersti Wolnow am 28.09.26, 12:06 Uhr

Nachtrag: Auszug aus dem Buch Viktoria Luise , S. 135 "Wir königlichen Familien konnten den Krieg nicht verhindern! Die Geheimgruppen von Personen, welche hinter der Weltpolitik ihre Fäden zogen, waren so mächtig, daß familiäre Einflüsse gegen diese nicht aufkommen konnten, trotz aller Versuche."


Eine bis heute offene Frage ist für mich: Warum wurde der von den Sowjets beschlagnahmte Grund und Boden dem Adel nicht zurückgegeben? Das Haus der Hohenzollern in Doorn ebenso. Als ehemaliges Mitglied einer ostpreußischen Familie ist mir die Eigentumsfrage sehr wichtig. Man kann Leuten doch nicht einfach etwas rauben, ohne es zurückgeben zu müssen.
Ihr Ehemann hieß Ernst August von Hannover

Kersti Wolnow am 28.09.26, 08:57 Uhr

Der Bruderstreit zwischen dem Haus Hannover und den Hohenzollern wurde durch die im Jahre 1913 geschlossene Ehe von Karl August und der einzigen Tochter Wilhelm II, Viktoria Luise beendet. Bei den Feierlichkeiten trafen sich die verwandten königlichen Häupter Europas. Daß ein Jahr später ein unsagbares Gemetzel stattfand, zeigt, daß die gekrönten Häupter schon lange die Macht entwunden worden war. Der Krieg wurde zum 100. Jahrestag der (verdammten) Französischen Revolution 1889 au einer Freimaurerkonferenz geplant und im Hintergrund geschürt. Resultat war die Zersplitterung des Nahen Ostens durch den Syke-Picot "Vertrag", die Zersplitterung der Mittelmacht und die Entmachtung wichtiger alteingesessener Adelshäuser, wie der Hohenzoller, der Habsburger und der Romanows. Mit der russischen Revolution wurde erstmals die nach globaler Macht strebende sozialistische "Elite" durch mit Geld ausgestattete Gauner (Stalin war Bankräuber) an die Spitze erhoben. Für die jetzige deutsche Regierung bleibt einem gebildeten und mit Moral ausgestatteten Menschen nur noch die nackte Scham und Hilflosigkeit. Man muß die Gegenwart als Folge der mißglückten, aber geplanten Vergangenheit wahrnehmen.

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