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Westliche Kleidung, aber die Frau muss einen Hidschab zur Verhüllung ihrer Haare tragen. Vor allem, um muslimische Männer vor ihrem Sextrieb zu schützen.
Bild: shutterstockWestliche Kleidung, aber die Frau muss einen Hidschab zur Verhüllung ihrer Haare tragen. Vor allem, um muslimische Männer vor ihrem Sextrieb zu schützen.

Perfider Verhüllungs-Zwang bei muslimischen Frauen, um lüsterne Moslems vor ihren eigenen Trieben zu schützen

Das Kopftuch ist nicht religiös, sondern islamistisch pur

Bodo Bost
19.07.2026

Der Hidschab ist ein Symbol für die Tabuisierung weiblicher Sexualität, für Geschlechtertrennung und für patriarchale Machtstrukturen im Islam. Die auffallende Zunahme von Kopftuchträgerinnen in Deutschland geht parallel mit der Erstarkung von Islamismus im Iran, in Afghanistan, Syrien oder Palästina. Islamisten machen Kopftücher quasi zu ihren Flaggen. An Kopftüchern kann man ablesen, welchen Einfluss und welche Macht islamistische Strukturen schon erlangt haben.

Im Finale des Miss-Germany-Awards standen in diesem Jahr auch zwei Frauen mit Kopftuch. Eine von ihnen gewann sogar den Ethik-Preis eines renommierten Unternehmens. Der Wettbewerb, der sich heute nicht mehr als reiner Schönheitscontest versteht – ohne sichtbare Haare wäre dies auch schwierig –, möchte Frauen „stark machen“, damit sie eine Vorbildfunktion in der Gesellschaft einnehmen. Wie absurd diese Einstellung der Miss-Germany-Macher jedoch ist, zeigt, dass zur selben Zeit, als in Deutschland Hidschab-Models über den Laufsteg flanierten, Frauen im Iran unter Todesgefahr ihre islamischen Kopftücher verbrannten und damit zu wahren Vorbildern im Kampf um Menschenrechte und Würde wurden.

In der muslimischen Influencer-Szene westlicher Migrationsländer hat sich ein Trend zur falschen Glorifizierung der Kopfverhüllung breitgemacht, der auch an Miss Germany nicht vorbeigeht. Das Kopftuch ist in diesem Kontext mehr als nur ein „Stück Stoff“. Es ist ein Konflikt – verdichtet in einem Stück Stoff. In autoritär-religiös einheitlich geprägten islamischen Staaten wie dem Iran oder Afghanistan ist dieser Konflikt autoritär staatlich entschieden. Die Verschleierung ist dort Pflicht, rechtlich verankert und gesellschaftlich überwacht. Der Körper der Frau wird zum öffentlichen Regelungsfeld einer gewaltbereiten Männergesellschaft und einer ebenso gewaltbereiten Religion, die vorschreibt, dass der Hidschab Teil eines Systems aus Kontrolle, Sanktion und sozialer Disziplinierung wird.

Dagegen wird in westlichen Migrationsgesellschaften der Hidschab immer mehr zu einem Mode-Utensil und zu einer Influencer-Kultur, wo er als angeblicher Ausdruck von Identität, Religion und Selbstbestimmung inszeniert wird. Er wird ästhetisiert, normalisiert, verharmlost und in vielen Kontexten als Zeichen von weiblichem Empowerment gelesen. Beide Narrative existieren gleichzeitig, aber sie widersprechen sich fundamental. Während westliche Demokratien Religion zunehmend in den privaten Bereich verlagern, wird der Hidschab zu einem immer sichtbareren Zeichen einer selbstbewussten Migrationsgesellschaft und eines immer stärkeren politischen Islam. Dadurch wird auch das Kopftuch politisiert – selbst dann, wenn es zunächst individuell getragen wird. In Frankreich, wo Kopftücher, wie jegliche religiöse Zeichen, durch die laizistische Verfassung in öffentlichen Räumen und Schulen verboten sind, bieten muslimische Firmen aus dem Nahen Osten oder Nordafrika ihre Hilfe an, um Bußgelder für Kopftuchträgerinnen zu bezahlen, die so zu muslimischen Helden hochstilisiert werden.

Hidschab ist ohne Verbindung zu Gott

Theologisch ist der Konflikt nicht auflösbar. Die Frage, ob der Hidschab religiöse Pflicht oder kulturelle Praxis ist, wird innerhalb islamischer Traditionen unterschiedlich beantwortet. Allerdings erklärte Muhammad Sayyid Tantawi, langjähriger Großimam der Al-Azhar-Universität in Kairo – eigentlich die höchste Lehrautorität des sunnitischen Islam –, dass insbesondere die Verschleierung des Gesichts einer Frau keine Grundlage im Islam habe. Damit widersprach er der Auffassung der meisten deutschen Gerichte, die den Gesichtsschleier als das genaue Gegenteil, nämlich entgegen der höchsten islamischen Lehrautorität, als religiöses Gebot darstellen. Islamisten erheben den Hidschab gar zu einem religiösen Symbol wie das Kreuz der Christen oder die Kippa der Juden, die nur in Beziehung zu Gott ihre Bedeutung haben, während der Hidschab gar nichts mit Gott zu tun hat, sondern der säkularen Männermacht im Islam geschuldet ist. Er ist eine bloße Projektionsfläche, auf der sich gegensätzliche gesellschaftliche und religiöse Ordnungen spiegeln.

Die Hidschab-Strategie des Polit-Islam

Überall dort, wo politische islamistische Vorstellungen das gesellschaftliche Leben prägen – auch in Teilen westlicher Parallelmilieus –, wird das Kopftuch nicht nur als religiöses Symbol verstanden, sondern als sichtbares Instrument einer strikten Geschlechterordnung. Nach allgemeiner islamischer Tradition sollen Mädchen mit Beginn der Pubertät und nicht schon Kita-Kinder wie derzeit in vielen Städten Deutschlands ihr Haar bedecken, um gegenüber Männern möglichst unauffällig und „keusch“ zu erscheinen. Dahinter steht die Vorstellung, dass weibliche Sichtbarkeit den Mann sexuell in Versuchung bringen könnte.

Auffällig ist die Einseitigkeit dieses Systems: Die Pflicht zur Verhüllung richtet sich ausschließlich an Frauen. Dahinter steht die Annahme, dass den Männern nur begrenzte Selbstkontrolle zugetraut wird. Allerdings kompensieren islamische Männer ihre sexuelle Schwachheit durch ihre unbegrenzte Macht in der Politik und in der Religion des Islams. Nach Einschätzung des aus Königsberg stammenden Saarbrücker Islamwissenschaftlers Hans-Gerd Puin gilt im Islam für Männer vor allem eine grundlegende Kleidernorm: Sie sollen sich in ihrem äußeren Erscheinungsbild deutlich von Nichtmuslimen unterscheiden, um ihre religiöse Zugehörigkeit sichtbar zu machen; von irgendeinem Kleiderzwang für Männer ist keine Rede.

In westlichen sozialen Medien bemühen sich dagegen sogenannte „Hijabi“-Influencerinnen darum, den Hidschab von traditionellen Deutungen zu lösen, die ihn vor allem als Schutz vor männlicher Begierde verstehen. Stattdessen präsentieren sie den Hidschab als angebliches Symbol einer selbstbewussten, modernen muslimischen weiblichen Identität. Die zentrale Botschaft lautet, dass das Tragen des Hidschabs eine freiwillige und positive persönliche Entscheidung sein kann. Plattformen wie Instagram und TikTok tragen dazu bei, religiöse Symbole in visuelle Trends zu verwandeln. Der Hidschab wird dort häufig mit Mode, Lifestyle, Schönheit und Musik verknüpft. Auf diese Weise erreicht er insbesondere junge Zielgruppen, die oft nur über begrenzte Kenntnisse der religiösen, historischen und kulturellen Hintergründe des Islam verfügen.

Massiver Druck auf Frauen

Im Westen wird Kritik an der islamischen Verhüllung von vielen woken Feministinnen als rassistisch, kolonialistisch oder islamophob zurückgewiesen. Teilweise wird der Hidschab sogar als feministisches Symbol umgedeutet. An die Stelle sexueller Befreiung tritt dabei eine Form der „Befreiung von Sexualität“. Während die klassische Frauenbewegung für Emanzipation und rechtliche Gleichstellung kämpfte, wird im aktuellen Diskurs teils das islamische Patriarchat relativiert und weibliche Sexualität im Namen des Islam tabuisiert. Eine kritische Auseinandersetzung mit der Verschleierungsdoktrin bleibt in diesen Debatten aus. Dabei gäbe es durchaus erheblichen Anlass, das Kopftuch als Ausdruck eines patriarchal geprägten Normsystems zu problematisieren.

Wer Frauen grundsätzlich als potenzielle Quelle sexueller Versuchung für Männer betrachtet, möchte weibliche Sexualität kontrollieren. Dazu können eine enge familiäre Überwachung, Einschränkungen sozialer Kontakte, frühe Heiratsarrangements und in extremen Fällen auch Zwangsmaßnahmen gehören. Mädchen werden in solchen Milieus oft schon früh mit Vorstellungen von Scham, Ehre und sexueller „Reinheit“ sozialisiert und lernen, ihr Verhalten an diesen Normen auszurichten. Wird das Tragen des Kopftuchs zu einem zentralen Bestandteil dieser sozialen Ordnung, ist dessen Ablegen vielfach nicht mehr allein eine persönliche Entscheidung. Für manche Frauen kann so ein Schritt erhebliche Konsequenzen nach sich ziehen – von familiären Konflikten bis hin zu massivem Druck und Bedrohungen. In besonders extremen Fällen können schwere Gewalt oder sogenannte Ehrenmorde folgen.

Auch in westlichen Migrationsgesellschaften kann sozialer Druck dazu führen, dass Mädchen und junge Frauen zum Tragen des Kopftuchs gedrängt werden. Abwertende Bezeichnungen unverhüllter Frauen als „halbnackte Huren“ dienen dabei oft der Aufwertung verschleierter gegenüber unverschleierten Frauen und schaffen ein normatives Gefälle innerhalb der Gemeinschaft. In Kontexten, in denen traditionelle Kontrollmechanismen aus den Herkunftsgesellschaften nur noch teilweise greifen, kann sich der Druck auf weibliche „Sittlichkeit“ sogar noch verstärken. Das Kopftuch wird dann nicht selten als Mittel verstanden, um weibliche Sexualität zu regulieren und die Vorstellung von „Reinheit“ bis zur Ehe zu sichern. Religiöse Regeln übernehmen in solchen Milieus teilweise die Funktion eines stabilisierenden sozialen Ordnungsrahmens. Die Grenze zwischen freier Entscheidung und sozialer Erwartung wird dabei oft unscharf.

Bemerkenswert ist in diesem Zusammenhang, dass auch viele muslimische Asylsuchende, die überwiegend über das Asylsystem nach Deutschland gekommen sind, hier das Kopftuch freiwillig anlegen – obwohl in ihren Herkunftsländern in der Regel nicht das Tragen, sondern gerade das Nichttragen des Kopftuchs eine Verfolgung ausgelöst hatte.

Islamische „Kleiderapartheid“

Der islamische Schleierzwang versucht die Frauen, auch wenn es dafür keine Grundlage im Koran gibt, über ihre Kleidung in „ehrbare“ und „unehrbare“ einzuteilen, wie einst in der Apartheid die Menschen nach ihrer Hautfarbe eingeteilt wurden. Dabei wird der Schleier (z. B. Hidschab, Niqab oder andere Formen der Bedeckung) nicht als religiöse Praxis verstanden, sondern als sichtbares Zeichen von „Moral“ und „Anständigkeit“ einer Frau gegenüber der herrschenden Männerwelt. In solchen Deutungen wird das Tragen des Schleiers oft mit „Ehre“, „Reinheit“ oder „guter Moral“ verknüpft, während Frauen ohne Kopfbedeckung oder mit als „zu freizügig“ empfundener Kleidung im Gegenzug pauschal moralisch abgewertet werden und dann als Freiwild heruntergemacht werden können. Frauen sollen sich dadurch gezwungen fühlen, bestimmte Kleidungsnormen einzuhalten, um nicht ausgegrenzt, stigmatisiert oder als „unmoralisch“ angesehen zu werden.

In solch einem Zwangskorsett islamischer Tradition sinkt zugleich die moralische Hemmschwelle, gegenüber westlich gekleideten Frauen sexuelle Gewalt anzuwenden. Nur so ist es überhaupt zu erklären, dass in letzter Zeit Verbrechen wie Gruppenvergewaltigungen, begangen von enthemmten Muslimen – die früher hierzulande nur in Kriegszeiten vorkamen –, heute zu den fast täglichen Meldungen in den Medien gehören.


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Kommentare

Jan Kerzel am 27.07.26, 18:15 Uhr

In einer multiethischen und multikulturellen Gesellschaft sollte das jeder so machen können, wie er oder sie es für richtig hält. Unsere temporären Maßstäbe sind weder der Endpunkt der Weisheit noch der Endpunkt der menschlichen Entwicklung. Integration bedeutet nicht Aufgabe der eigenen Identität, sondern vor allem Rechtsakzeptanz. Dies gilt insbesondere für die in der Verfassung aufgeführten Grundrechte und Grundwerte. Durch das Tragen eines Kopftuchs sind die nun wirklich nicht gefährdet. Da gibt es realiter andere Gefährdungen. In der BRD leben ca. 6 bis 7 Millionen Muslime verschiedenster Couleur, das entspricht immerhin einem mittleren Bundesland, Dieser Tatsache sollte man stets eingedenk sein.

sitra achra am 26.07.26, 15:25 Uhr

Meiner Meinung nach will jede Frau hübsch erscheinen. Mit Niqab und Kopftuch wird dieser natürliche Hang der Frauen zur Verschönerung ihrer Erscheinung unterdrückt. Ich denke, dass die jungen Musliminnen im Laufe der Zeit die patriarchale Unterdrückung ablegen werden. Als Alternative zu den hartgesottenen Mincels stehen attraktive junge deutsche Männer als Ehepartner zur Verfügung. Mädels, traut Euch!

Peter Wendt am 19.07.26, 09:22 Uhr

….„schützt Männer vor den eigenen Trieben „ Eine aus meiner Sicht weit her geholte These und im Kern auch sexistisch, sorry.
Die Kopftücher der Frauen, die es in der christlichen Kultur auch gab und stellenweise noch gibt, sind für mich eher Zeichen mangelnder Bereitschaft zur Integration und der schleichenden Unterwanderung der deutschen Gesellschaft durch den Islam, der alles will nur keine Integration. Im Gegenteil in Deutschland findet gerade der Versuch statt, die Gesellschaft im islamischen Sinne umzubauen. Am Ende dieses Prozesses steht die Machtfrage. CDU, SPD und Grüne fördern dies sogar noch aktiv. Ein Volk das solche Anführer hat ist verloren.

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