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Gilt seit ewigen Zeiten ein Tag des Unglücks: Freitag, der 13.
freiGilt seit ewigen Zeiten ein Tag des Unglücks: Freitag, der 13.

Aberglauben

„Des Teufels Dutzend“

Freitag, der 13., ist ein Tag, der vielen Menschen seit Jahrtausenden Angst macht – und das weltweit in unterschiedlichsten Kulturen

Wolfgang Kaufmann
13.03.2026

Alle Jahre wieder gibt es einen Freitag, den 13. Und in manchen Jahren sogar zwei oder drei davon. So wie dieses Jahr, wo nach dem 13. Februar auch der 13. März und der 13. November auf einen Freitag fallen. Das Datum löst bei vielen Menschen Unbehagen oder gar Angst aus. Immerhin gelten in der christlich-abendländischen Kultur sowohl der Freitag als auch die 13 als unheilvoll.

Die Kreuzigung von Jesus Christus erfolgte an einem Freitag, daher wird der Freitag oft mit Tod oder Leid in Verbindung gebracht. Aus diesem Grund liefen früher auch keine Schiffe an einem Freitag aus. Und die 13 verdankt ihren Ruf als Unglückszahl unter anderem dem Umstand, dass Jesus nach dem letzten Abendmahl vom Dreizehnten in der Runde – Judas Iskariot – verraten wurde. Daher bezeichnet der Volksmund die 13 auch als „Des Teufels Dutzend“. Die Abneigung gegen die 13 ist heute noch derart weitverbreitet, dass es in etlichen Hochhäusern keine 13. Etage und in vielen Hotels kein Zimmer mit der Nummer 13 gibt. Des Weiteren verzichten zahlreiche Fluggesellschaften auf die Reihe 13 in ihren Maschinen.

Noch vorsichtiger war man im Paris zur Zeit des Fin de Siècle, also der letzten beiden Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts. Damals heuerten die Gastgeber einen berufsmäßigen Quatorzième, also „Vierzehnten“ an, wenn die Gefahr bestand, dass eine Abendgesellschaft genau 13 Personen umfasste.

Dabei gibt es tatsächlich ein historisches Beispiel für einen Freitag, der auf einen 13. fiel und großes Unheil mit sich brachte: Am 13. Oktober 1307 eröffnete der französische König Philipp der Schöne die Hetzjagd gegen die Mitglieder des Templerordens unter dem Vorwand der Ketzerei und sodomitischer Praktiken, die zahllose Opfer unter den Rittern forderte und das Ende der mächtigen Gemeinschaft einläutete.

Manche Menschen fürchten Freitag, den 13., derart, dass sie eine klinische Angststörung namens Paraskavedekatriaphobie entwickeln, die zur Vermeidung sämtlicher „gefährlicher“ Aktivitäten an dem betreffenden Tag führt. US-amerikanischen Studien zufolge leiden allein bis zu 21 Millionen Bürger der Vereinigten Staaten unter dieser Phobie. Zahlen aus anderen Ländern liegen nicht vor, allerdings registrieren die Krankenkassen in manchen europäischen Staaten an Freitagen, die auf den 13. fallen, regelmäßig drei- bis fünfmal so viele Krankschreibungen wie sonst. Die wirtschaftlichen Verluste des Vermeidungsverhaltens – keine Arbeit, keine Reisen, keine Käufe, keine Vertragsabschlüsse und so weiter – beziffern Ökonomen auf bis zu 900 Millionen US-Dollar pro „Unglückstag“.

Dabei passieren an einem Freitag, den 13., statistisch gesehen weniger schlimme Dinge wie Verkehrsunfälle als an anderen Tagen. So erfasste der ADAC 2009 im Durchschnitt 975 Unfälle pro Tag, während die Zahl der Unfälle an den drei Freitagen, die 2009 auf einen 13. fielen, im Mittel bei 894 lag. Das wird indessen sehr glaubhaft als Folge der besonderen Vorsicht gewertet, die viele Menschen angesichts dieses „heiklen“ Datums an den Tag legen.


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Kommentare

sitra achra am 20.03.26, 18:47 Uhr

Da schlägt's Dreizehn! Judas Iskariot hat alles richtig gemacht. Leider ist er letztendlich gescheitert, und wir haben die Folgen davon heute noch zu ertragen. Doch zum Glück verkündet uns Muselmeier eine neue frohe Botschaft: der Islam gehöre nun endlich auch zu Deutschland. Welch ein unverdienter Gewinn! Wir weden vor Freude verrückt.

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