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Peter Hahne: „Warum macht ihr uns kaputt? Wie wir unsere Zukunft verspielen“, LangenMüller Verlag, München 2026, gebunden, 144 Seiten, 15 Euro
Peter Hahne: „Warum macht ihr uns kaputt? Wie wir unsere Zukunft verspielen“, LangenMüller Verlag, München 2026, gebunden, 144 Seiten, 15 Euro

Kritik mit Ironie gewürzt

Ein engagierter Debattenbeitrag

Mit Verve nimmt Peter Hahne die aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen aufs Korn

Manuela Rosenthal-Kappi
01.08.2026

Peter Hahne ist bekannt dafür, dass er kein Blatt vor den Mund nimmt, wenn es darum geht, Fehlentwicklungen in Politik und Gesellschaft zu kommentieren. Der als ZDF-Nachrichtensprecher bekannt gewordene Theologe und Germanist hat bereits mit zahlreichen provozierenden Titeln wie „Rettet das Zigeunerschnitzel“ oder „Finger weg von unserem Bargeld!“ mutig Stellung bezogen.

In seinem neuen Buch „Warum macht ihr uns kaputt?“ kritisiert er die fehlende Bildung heutiger Politiker, denen es an Empathie ebenso fehle wie an Verantwortungsbewusstsein, was in hemmungsloser Verschwendungssucht und Schuldenmacherei zum Ausdruck komme. An vielen Stellen appelliert er an die Verantwortlichen, die Kinder nicht zu vergessen, deren Zukunft auf dem Spiel steht.

Stilistisch pointiert, zugespitzt und bewusst provokant kritisiert Hahne in kurzen Kapiteln, was aus seiner Sicht falsch läuft. Er vertritt bewusst konservative Standpunkte. Er findet unzählige Beispiele aus dem Alltag für überbordende Bürokratie, haarsträubende politische Fehlentscheidungen, den Einfluss ideologischer Debatten sowie den Verlust traditioneller Werte.

Volkes Wille ist nicht zu brechen

Er beschreibt Fälle, in denen Bauvorhaben oder Infrastrukturprojekte durch Artenschutzauflagen oder komplizierte Genehmigungsverfahren über Jahre verzögert werden. In Berlin stoppten mal Eidechsen den Bau von 2.500 Wohnungen, mal verhinderte die Kahlrückige Waldameise den Weiterbau des „Stadtquartiers Neulichterfelde“.

Im Gendern sieht Hahne den Versuch, ideologischen Einfluss auf unseren Alltag zu nehmen. Dass die Mehrheit der Bevölkerung diesen Unfug ablehnt, sieht er positiv: „Mögen sich Medien und Verlage, höchst bezahlte Profess/or:in*en_xy ...noch so anstrengen: Mit viel Geld und wenig Grips ist Volkes Wille nicht zu brechen. Irgendwo endet das betreute Schreiben und Sprechen.“

Hahne nutzt konkrete Alltagsbeobachtungen, Zeitungsberichte und aktuelle Debatten, die er zugespitzt kommentiert, um aufzurütteln. Seine Kritik an der Migrationspolitik verbindet er mit Beispielen von Kriminalität und wachsender Unsicherheit der Bürger. Klimapolitik und Energiewende hält er für falsch, da sie Bürger und Unternehmen zu sehr belastet. Auch hierzu nennt er Beispiele für die Doppelzüngigkeit von Politikern, die „Wasser predigen und Wein saufen“, etwa wenn sie für zweitrangige Treffen im Privatjet um die halbe Welt fliegen, während sie von den Bürgern verlangen, auf ihren ökologischen Fußabdruck zu achten. Der Kirche wirft der evangelische Theologe vor, sich zu sehr politischen Themen zu widmen, anstatt ihren geistlichen Kern zu pflegen.

Wiederholt legt er den Fokus auf die Zukunft unserer Kinder. Im Kapitel „Von Kuschellehrern und Ehrenrunden“ verleiht er seiner Sorge Ausdruck, dass die Bildung der Kinder seit Jahren vernachlässigt wird. Nicht umsonst beklagen Firmen, dass Lehrstellenbewerber kaum noch lesen, schreiben und rechnen können. Besonders schlimm findet er das neue Credo von Grünen oder der CDU-/CSU-geführten Bundesregierung, unsere Kinder „kriegstüchtig“ zu machen. Dem widerspricht Hahne vehement: „Nein, ich will nicht, dass unsere Kinder kriegstüchtig werden. Sie sollen schreib-, lese- und rechentüchtig gemacht werden.“


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