12.03.2026

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Das wurde auch Zeit

Kein Preis für linksradikale Buchhandlungen

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bricht endlich mit der Linie seiner Vorgängerin Claudia Roth

Robert Mühlbauer
12.03.2026

Als jüngst die Liste für den Deutschen Buchhandlungspreis herauskam, löste das in der linken Kulturszene Aufregung aus. Von den 118 Geschäften, die eine Jury ausgewählt hatte und die mit bis zu 25.000 Euro Preisgeld prämiert werden sollten, fehlten plötzlich drei: Der Buchladen „Rote Straße“ aus Göttingen, „The Golden Shop“ in Bremen und „Schwankende Weltkugel“ aus Berlin erhalten ab sofort kein Steuergeld mehr. In der Vergangenheit waren die drei linksradikalen Buchhandlungen von der damaligen Kulturstaatsministerin Claudia Roth (Grüne) mit Preisen ausgezeichnet worden.

Aber Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bricht nun mit der Linie von Claudia Roth. Sein Haus hat die Liste der nominierten Buchhandlungen vorab dem Verfassungsschutz vorgelegt – und der teilte mit, dass „verfassungsschutzrelevante Erkenntnisse“ gegen die Buchhandlungen vorlägen. Allerdings sagte das Amt nicht, worum es genau geht. Es liegt aber nahe, dass sie Verbindungen zu linksradikalen Organisationen aufweisen.

Auf seiner Internetseite zeigt der Göttinger Buchladen stolz, wie sehr er sich als Teil der kommunistischen und linksextremen Szene versteht. Das 1972 gegründete Geschäft liegt unweit der Universitätskirche in der Altstadt. In der nahen Roten Straße hatten Linksradikale einst Häuser besetzt. Aus seiner bewegten Vergangenheit präsentiert das Büchergeschäft bis heute die Flugschrift „Kampfblatt der Kommunistischen Rebellen“, das auf dem Titelblatt drei Fäuste zeigt, die in eine Handgranate übergehen. Auch das Logo des Buchladens – ein schwarzer Stern auf rotem Grund – erinnert an linksextreme Bewegungen. Während der Zeit, als Roth „Bundesbeauftragte für Kultur und Medien“ (BKM) war, fand man in der Berliner Behörde nichts dabei, auch stramm linksradikale Einrichtungen zu fördern.

Nun weicht Weimer von dieser Linie ab. Schon in der Affäre um die wegen antisemitischer Eklats umstrittene Kasseler Documenta hat er andere Akzente als Roth gesetzt. Das Ende für Steuergeld für die linken Buchläden wurde erwartbar in linken und linksliberalen Medien mit säuerlichem Unterton kommentiert. Die „Süddeutsche Zeitung“ sorgte sich, dass die Kultur staatlich gelenkt werde. Das wird sie doch ohnehin, sagten Kritiker. Ohne die üppige öffentliche Subventionierung müssten zahllose linke Vereine, Theater und Museen wohl bald schließen. Weimers Entscheidung, die drei linksradikalen Buchhandlungen vom Steuerpreis auszuschließen, ist umso bemerkenswerter, als der konservative Publizist noch 2025 beim Deutschen Verlagspreis ganz anders entschied. Da bekam der linksextreme „Unrast Verlag“ aus Münster das höchstmögliche Preisgeld von 50.000 Euro, der auf der Buchmesse das Werk „Feministisch morden“ vorstellte.

Mit 18.000 Euro Steuergeld wurde der Manifest-Verlag bedacht, der auch Lenin-Poster verkauft. Auch der linksradikale Verbrecher-Verlag erhielt von Weimer ein Preisgeld. Aus dem Unrast-Verlag stammt ein Antifa-Handbuch, das unter anderem Tipps gibt, wie sich Linksextreme bei Hausdurchsuchungen verhalten sollen oder welche Bewaffnung bis hin zu Gaspistolen denkbar ist.

Wie gerade bei PAZ-Redaktionsschluss bekannt wurde, hat Weimer nun die Veranstaltung ganz abgesagt, weil der linke Krawall inzwischen alles überlagert. Der Sinn der Veranstaltung würde überlagert und die Gewinner könnten nicht mehr gebührend geehrt werden, erklärte ein Sprecher Weimers.


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