11.07.2026

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Die Taschen der Deutschen sind leer, aber für die anderen hat die Bundesrepublik Geld genug. Nur die eigenen Bürger bleiben auf der Strecke und werden stattdessen immer weiter geschröpft
Bild: shutterstockDie Taschen der Deutschen sind leer, aber für die anderen hat die Bundesrepublik Geld genug. Nur die eigenen Bürger bleiben auf der Strecke und werden stattdessen immer weiter geschröpft

Wann hört diese Ungerechtigkeit endlich auf?

Und der Deutsche ist mal wieder der Dumme

Die Bundesrepublik ist der Zahlmeister ohne einen Hauch an Gegenleistung – in der Welt, in der EU, in der UN – nur für die Deutschen ist kein Geld mehr da

Jens Eichler
17.06.2026

Deutschland ist ein reiches Land. So lautet die politische Beruhigungspille, die den Bürgern verabreicht wird, wenn wieder mal neue Milliarden verteilt werden sollen. Aber immer mehr Menschen fragen sich: Wenn die Bundesrepublik angeblich so reich ist – warum fehlt dann das Geld für die eigenen Bürger?

Warum verfallen Schulen? Warum kämpfen Kommunen mit maroden Straßen und Brücken? Warum kann die Pflege für unsere alten Menschen nicht mehr bezahlt werden ? Warum ist das Rentensystem pleite? Und warum wird den Bürgern ständig erklärt, dass gespart werden muss – außer, wenn es um neue internationale Zahlungen geht?

Wir sind längst der Zahlmeister aller. Nicht nur für Europa, sondern für die ganze Welt. Bei den Vereinten Nationen gehört Deutschland zu den größten Geldgebern. Für den regulären UN-Haushalt ist die Bundesrepublik der viertgrößte Beitragszahler weltweit. Das entspricht 5,1 Milliarden Dollar allein für den Kernhaushalt der UNO. Innerhalb der Europäischen Union ist Deutschland seit Jahren gleich der größte Nettozahler. Im Jahr 2023 überwies Deutschland 17,4 Milliarden Euro mehr nach Brüssel, als es zurückerhielt. Kein anderes Land zahlte mehr. Polen dagegen war mit über acht Milliarden Euro größter Nettoempfänger. Wie bitte? Natürlich profitieren deutsche Unternehmen vom EU-Binnenmarkt. Doch für viele Bürger entsteht mehr und mehr der Eindruck, dass unser Land immer häufiger zahlt, aber immer seltener eigene Interessen durchsetzt.

Besonders deutlich wird das bei der Migrations- und Asylpolitik. Während deutsche Städte und Gemeinden über Wohnungsnot, überlastete Verwaltungen und steigende Sozialausgaben klagen, scheint die politische Antwort oft dieselbe zu sein: mehr Geld. Dabei belaufen sich die Gesamtkosten der Migration für den deutschen Staat bereits auf jährlich bis zu 50 Milliarden Euro – für Unterbringung, Integration und Sozialleistungen. Bedenkt man, dass der deutsche Staat zudem etwa 57 Milliarden Euro an Bürgergeld zahlt, wovon 2025 21,7 Milliarden Euro an Bezieher mit ausländischer Staatsangehörigkeit ging, werden die Fragen der deutschen Staatsbürger noch dringender: Wo bitte bleiben wir?

Über eine halbe Milliarde, nämlich exakt 528 Millionen Euro, wird an Kindergeld ins Ausland überwiesen, also für Kinder, die nicht einmal im Land wohnen. Echt jetzt? Und der Gesamtposten an Entwicklungshilfe von 26 Milliarden Euro – damit ist Deutschland erstmals an der Spitze weltweit – lässt einen ebenso ungläubig werden. Denn gleichzeitig hören die Bürger, dass für vieles andere kein finanzieller Spielraum vorhanden sei.

Kein Geld für eine Senkung der Strompreise. Kein Geld für eine Entlastung der Mittelschicht. Kein Geld für die Stabilisierung der Rentenkassen. Kein Geld für die Modernisierung von Schulen und Infrastruktur. Kein Geld für die Pflege, keine Geld für die Krankenversicherung der eigenen Bürger. Zwar weist Deutschland aktuell eine Staatsverschuldung von weit über zwei Billionen Euro aus. Trotzdem werden aber immer neue finanzielle Verpflichtungen eingegangen – leider immer für die anderen, während die deutschen Steuerzahler die Dummen sind und in die berühmte Röhre gucken.

Die Geduld ist am Ende

Dabei wächst die Wirtschaft seit Jahren schwächer bis gar nicht, die Industrie steht unter Druck, die Energiepreise bleiben hoch. Unternehmen verlagern Investitionen zunehmend ins Ausland, die Zahl der Insolvenzen steigt. Selbst die EU-Kommission verweist darauf, dass die Sozialausgaben in Deutschland in den vergangenen Jahren stark gestiegen sind und inzwischen einen immer größeren Anteil der öffentlichen Ausgaben ausmachen.

Gleichzeitig wächst die Erkenntnis, dass Geld allein keine Probleme löst. Milliarden für Entwicklungshilfe garantieren keine Sympathie. Milliarden für internationale Organisationen schaffen keine politischen Freundschaften. Und weitere Milliarden für die europäische Umverteilung sichern nicht automatisch deutsche Interessen. Die deutsche Politik muss endlich lernen, zwischen Solidarität und Selbstaufgabe zu unterscheiden.

Niemand fordert, dass Deutschland sich von der Welt abschottet. Keiner verlangt das Ende internationaler Verantwortung. Die aber beginnt vor der eigenen Haustür. Ein Staat, der Schulen nicht modernisieren kann, sollte vorsichtig sein, neue Milliardenversprechen rund um den Globus abzugeben. Ein Land, das seinen Rentnern erklärt, sie müssten länger arbeiten, sollte erst mal prüfen, wohin jeder Euro fließt. Und ein Staat, der seinen Bürgern ständig neue Belastungen zumutet, darf sich nicht wundern, wenn die Geduld irgendwann am Ende ist. Deutschland muss endlich anfangen, an sich und seine Einwohner zu denken – zuerst! Nicht aus Egoismus, vielmehr aus Respekt vor seinen Bürgern, die all das Geld durch ihre Arbeit mittels extrem hoher Steuerabgaben erwirtschaften und die es leid sind, dafür auch noch beschimpft zu werden.

Der Pflege fehlen jetzt 22,5 Milliarden, und bei der Rente klafft eine große Lücke zwischen den Beitragseinnahmen der Arbeitnehmer und den Ausgaben für Ruheständler. Der Bundeszuschuss, der diese Differenz in der gesetzlichen Rentenversicherung (GRV) ausgleicht, lag 2025 bei rund 130 Milliarden Euro. Prognosen gehen davon aus, dass in den kommenden Jahrzehnten Hunderte Milliarden an Steuergeldern nötig sein werden, um das System zu stützen. Und bei der gesetzlichen Krankenversicherung fehlen noch einmal knapp zwölf Milliarden. Dem stehen über 120 Milliarden Euro gegenüber, die Deutschland für andere ausgibt. Ach, und dann ist kein Geld für uns Deutsche da? Solidarität ist schön und gut, wenn das Fundament stark bleibt. Wer jedoch ständig das Dach repariert, während die eigenen Mauern bröckeln, wird irgendwann feststellen, dass auch das schönste Haus krachend einstürzt.


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Kommentare

Peter Wendt am 17.06.26, 05:46 Uhr

Kürzlich am Hamburger Flughafen: während ich auf meine Koffer warten musste, schaute ich mir die Umgebung des Gepäckbandes an. Gestaltet wie ein Schlauch wurde ich von vier Seiten von grossen Monitoren bestrahlt auf denen die politischen Wahrheiten des NDR, genauer der SPD und der Grünen sowie passende Werbung abwechselnd versuchten mein Unterbewusstsein zu manipulieren. Das Gepäckband selber wurde durch zwei (!) Streifen umgeben die mich aufforderten Abstand zu halten. Diese wurde von den anwesenden (Bio) Deutschen gemieden, von den mitreisenden Ausländern komplett missachtet. Die beiden Gruppen waren sichtbar getrennt. Was erzählt uns das über das heutige Deutschland. Besserwisserei und Bevormundung dominieren in allen Gesellschaftsbereichen. Nur die geistigen Überflieger in den Redaktionen und Parlamenten kennen und verkünden gebetsmühlenartig die Wahrheit. Diese Überheblichkeit steht aber im krassen Gegensatz zu den intellektuellen Möglichkeiten und der praktischen Erfahrung dieser irgendwie völlig weltfremden Leute. Übrigens das Gepäck brauchte endlos lange. Seufzend wankte ich aus der Halle. Was für ein Land!

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