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Bürger und Umweltschützer sorgen sich um die grüne Lunge der Stadt – Stadtvertreter verteidigen die Maßnahmen
In Allenstein stehen derzeit tiefgreifende Veränderungen bevor. In mehreren Stadtteilen laufen Arbeiten, bei denen Bäume und Sträucher weichen müssen, um Raum für neue Vorhaben zu schaffen. Insgesamt sind laut Stadtverwaltung mehr als 1.300 Bäume zur Fällung vorgesehen. Trotz heftiger Debatten betont die Stadt, dass diese Maßnahmen im Rahmen eines nachhaltigen Stadtentwicklungsplans erfolgen, und dass der Verlust an Grün durch zahlreiche Neuanpflanzungen kompensiert wird.
Ein zentrales Projekt, das zu heftigen Diskussionen führte, ist der geplante neue Verlauf der Straße Nowobałtycka. Die etwa sechs Kilometer lange Straße soll den Verkehr von Wohngebieten wie Göttkendorf (Gutkowo) und Lykusen (Likusy)umleiten, doch für die Umsetzung müssen viele Bäume entfernt werden. Befürworter der Maßnahme argumentieren mit Sicherheits- und Verkehrsgründen, während Kritiker – darunter auch lokale Umweltschützer – auf mögliche negative Folgen für das Ökosystem und die Nähe zu wertvollen Naturflächen, etwa dem Dirschausee, hinweisen.
Junge Setzlinge anstelle
über Jahrzehnte gewachsener Bäume
Auch beim Bau eines Fußballtrainingszentrums an der Aleja Sybiraków und bei der Entwicklung einer neuen Industriezone im östlichen Stadtgebiet werden Bäume gefällt. Die Reaktionen aus der Bevölkerung und von Umweltverbänden sind vielfältig. Einige Bewohner und Aktivisten kritisieren, dass alte, oft Jahrzehnte gewachsene Bäume durch junge Setzlinge ersetzt werden, was aus ihrer Sicht nicht den gleichen ökologischen Wert hat. Insbesondere beim Bau von Nowobałtycka wird bemängelt, dass die Planung zu dicht an sensiblen Naturbereichen verläuft und der Schutz von Tieren und Pflanzen nicht ausreichend berücksichtigt wird.
Die Stadtvertreter verteidigen die Maßnahmen mit dem Hinweis auf die Notwendigkeit, die Infrastruktur zu modernisieren und gleichzeitig den grünen Charakter der Stadt zu bewahren. Sie betonen, dass viele neue Bäume, Sträucher und Kletterpflanzen gepflanzt werden sollen, um die verlorene Vegetation auszugleichen und langfristig ein gesundes Stadtklima zu schaffen. Dawid Kazański