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Viel zu oft alleingelassen: Wenn Opfer sexueller Gewalt aus ideologischen Gründen keine Hilfe erfahren
Bild: Shutterstock.comViel zu oft alleingelassen: Wenn Opfer sexueller Gewalt aus ideologischen Gründen keine Hilfe erfahren

Beschämende Politik der Linken

Am Abgrund falscher Toleranz

Neuköllner Missbrauchsfall weckt Erinnerungen an den Sexring-Skandal im britischen Rotherham

Hermann Müller
26.03.2026

Der Vorgang schlägt bundesweit hohe Wellen: In einer vom Bezirksamt Berlin-Neukölln betriebenen Jugendfreizeiteinrichtung soll eine 16-jährige Schülerin vergewaltigt und bei einem weiteren Vorfall durch eine ganze Gruppe Jugendlicher sexuell bedrängt worden sein. Allein diese Vorwürfe, die Anfang März bekannt wurden, sind alarmierend. Noch verstörender wirkt die Tatsache, dass sich die Straftaten bereits vor längerer Zeit ereignet haben; eine Strafanzeige ist allerdings wochenlang ausgeblieben. Die Vergewaltigung des jungen Mädchens soll sich bereits im November 2025 im Garten des Jugendzentrums ereignet haben. Zu den sexuellen Übergriffen durch acht männliche Jugendliche in einem Nebenraum der Einrichtung kam es laut den Berichten im vergangenen Januar.

Weitere Details lassen überdies die Vermutung aufkommen, dass hier Anfänge eines viel größeren Verbrechens erkennbar werden, das unter dem Begriff „Grooming“ vor Jahren die europäische Öffentlichkeit aufgeschreckt hat.

Obwohl das Jugendamt Neukölln und die Leitung des Jugendzentrums seit Ende Januar 2026 offiziell über die Vorfälle informiert waren, unterließen sie es, umgehend Strafanzeige zu stellen. Der Fall kam erst ans Licht, nachdem sich die Schülerin einer Präventivbeamtin der Polizei anvertraut hatte.

Linke-Stadträtin wiegelt ab

Staatssekretär Falko Liecke (CDU), der selbst lange Zeit als Jugendstadtrat in Neukölln tätig war, sprach von Vertuschung: „Es ist ein Unding, dass hier offensichtlich die muslimischen Täter geschützt werden, um sie nicht zu stigmatisieren, und das Opfer im Stich gelassen wird.“ Laut Medienberichten hat es eine interne Sprachregelung gegeben, da „die jungen arabischstämmigen Verdächtigen sonst stigmatisiert“ werden“.

Die Polizei konnte durch Zeugenaussagen und die Befragung des Opfers einen Großteil der mutmaßlichen Täter identifizieren. Die Beamten prüfen zudem, ob Ermittlungen gegen Mitarbeiter von Jugendamt und Jugendklub aufgenommen werden. Tatsächlich könnte die bewusste Entscheidung, keine Anzeige zu erstatten, den Tatbestand der Strafvereitelung im Amt erfüllt haben. 

Möglicherweise liegt zudem eine unterlassene Hilfeleistung vor. Die Ermittler müssen klären, ob der Missbrauch des 16-jährigen Mädchens im Januar durch eine ganze Tätergruppe hätte verhindert werden können, wenn Jugendamt und Jugendzentrum gleich nach Bekanntwerden des ersten Vergewaltigungsvorwurfs anders gehandelt hätten.

Neuköllns Jugendstadträtin Sarah Nagel (Linkspartei) räumt inzwischen ein, dass Meldungsketten und Protokollvorschriften vom Jugendamt nicht eingehalten worden seien. Allerdings widersprach sie dem Vorwurf, es habe eine Vertuschung gegeben, um eine Stigmatisierung der Tatverdächtigen zu verhindern.

Dass ein solcher Verdacht aufgekommen ist, liegt möglicherweise auch am früheren Agieren der Linke-Politikerin. Sie hatte schon 2022 für bundesweite Schlagzeilen gesorgt. Seinerzeit noch Ordnungsstadträtin im Bezirk, hatte Nagel polizeiliche Durchsuchungen in Shisha-Bars und Clan-Treffpunkten als „rassistisch“ und „stigmatisierend“ bezeichnet. Die Läden seien gezielt als „migrantische“ Treffpunkte kontrolliert worden.

Wenn Verantwortliche wegschauen

In einem Fall hatte die Ordnungsstadträtin ihren Mitarbeitern im Jahr 2022 sogar die Teilnahme an einem geplanten Verbundeinsatz untersagt. Ziel des Einsatzes war ein Restaurant im Bezirk. Die türkisch-deutschen Betreiber standen im Verdacht, Schwarzarbeiter zu beschäftigen. Wie seinerzeit berichtet wurde, war das Lokal im Clan-Milieu bekannt: „Insbesondere eine aus dem Libanon stammende Großfamilie, deren bekannteste Mitglieder derzeit wegen diverser Rohheitsdelikte vor Gericht stehen, soll dort verkehren.“ Bezeichnend war dann auch eine Reaktion aus der Szene: Eine bekannte Clan-Größe postete im Internet ein Foto der Linke-Politikerin, versehen mit dem Lob: „Ehrenfrau“.

Der aktuelle Fall um die Vergewaltigungsvorwürfe im Neuköllner Jugendzentrum hat bei genauem Hinsehen noch eine weitere Dimension, die bislang nur wenig beachtet wurde. Die Tatverdächtigen sollen den Versuch unternommen haben, das Opfer mit einem Video des sexuellen Missbrauchs zu nötigen. Ziel der Täter war offenbar, das Mädchen in eine dauerhafte Abhängigkeit zu bringen und auf lange Zeit zum Missbrauchsopfer zu machen. Sollten die Ermittlungen dies bestätigen, weist der Fall erschreckende Parallelen zu den Missbrauchsskandalen in britischen Städten wie Rotherham auf.

Dort konnten „Grooming-Gangs“ über Jahrzehnte hinweg hunderte Kinder und junge Mädchen systematisch missbrauchen und sexuell versklaven. Allein in der mittelenglischen Stadt förderte eine spätere Untersuchung zutage, dass zwischen 1997 und 2013 mindestens 1.400 Kinder und Jugendliche durch Täter zumeist pakistanischer Herkunft über Jahre sexuell missbraucht wurden. Polizei, Sozialbehörden und Schulen hatten aus Angst, in Rassismusverdacht zu geraten, jahrzehntelang wurde weggeschaut.


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