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Zwischen Firn und Frühlingsduft: Ostern in Kärntens Bergen und Seen – Und Osterfeuer gibt’s gratis dazu
Während anderswo die Skiausrüstung bereits im Keller verstaut wird, präsentiert sich die Kärntner Region Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge zur Osterzeit von ihrer vielfältigsten Seite. Hier müssen sich Urlauber nicht zwischen winterlichem Pistenspaß und frühlingshafter Entspannung am Wasser entscheiden, sondern sie können beides erleben, und das sogar am selben Tag.
Ende März und Anfang April hält in den Höhenlagen der Nockberge der Winter noch stand, während unten in den Tälern bereits die ersten Blüten die Sonne begrüßen. Im Skigebiet Bad Kleinkirchheim warten über 100 Pistenkilometer auf Skifahrer, die den besonderen Reiz des Firnschnees suchen. Wenn die Frühlingssonne den Schnee in griffigen Firn verwandelt, ziehen viele ihre Schwünge bereits im T-Shirt, bevor sie auf den Hüttenterrassen regionale Schmankerln genießen. Die Lifte in Bad Kleinkirchheim sind bis Ostermontag in Betrieb, auf der Turracher Höhe sogar bis zum 1. Mai. Wer spät in die Saison starten möchte, kann mit dem Programm „Skifahren in 3 Tagen“ auch als Erwachsener noch schnell den Wiedereinstieg wagen.
Wer nach einem Skitag in den Nockbergen oder einem Spaziergang am Seeufer ein kulinarisches Erlebnis der besonderen Art sucht, sollte den Weg zum Landgasthof Marhube in Baldramsdorf antreten. Hoch über dem Millstätter See wartet eine exklusive Glaskuppel, die einen spektakulären Drei-Täler-Blick freigibt.
Gerade zur Osterzeit ist das „Schneeflocken-Fondue“ ein Geheimtipp. Während man im wohlig-warmen Inneren der transparenten Kuppel sitzt und den Blick über die noch schneebedeckten Gipfel und den tiefblauen See schweifen lässt, genießt man ein Fleisch- oder Käsefondue in privater Atmosphäre. Ob als romantisches Dinner zu zweit oder geselliger Brunch mit Freunden (für bis zu sechs Personen) – die Kombination aus architektonischem Blickfang und regionaler Gastfreundschaft macht diesen Ort zu einem der stimmungsvollsten der Region. Besonders magisch sind die Vollmond-Nächte, in denen ein spezielles Überraschungsmenü unter dem Sternenhimmel serviert wird.
Die Region bietet neben klassischen Hotels auch Unterkünfte, die den Urlaub zum Abenteuer machen. Wer die Natur noch intensiver spüren möchte, findet hier außergewöhnliche Refugien. An den schönsten Plätzen rund um den Millstätter See und am Sportberg Goldeck stehen sieben exklusive Biwaks aus Zirben- und Lärchenholz. Reduziert sind sie auf das Wesentliche: ein gemütliches Bett, ein Tisch und ein großes Panoramafenster bieten die Möglichkeit, die Nacht direkt am Wasser oder auf dem Berg zu verbringen, während der Blick in den unendlichen Sternenhimmel schweift.
Im Almdorf Seinerzeit oder im Hotel Prechtlhof in Althofen (nahe der Region) können Gäste sogar in luxuriösen Baumhäusern residieren. In bis zu 14 Metern Höhe, umgeben von Baumwipfeln, genießt man hier modernen Komfort und absolute Ruhe mit einem atemberaubenden Ausblick.
Auf der Turracher Höhe bietet das Hotel Hochschober ein Stück Exotik in den Alpen. Im weithin sichtbaren Chinaturm kann man nicht nur Teezeremonien erleben, sondern auch in fernöstlichem Ambiente entspannen – ein architektonischer Kontrast zur urigen Almlandschaft.
Die Osterzeit wird in der Region mit einer Mischung aus Tradition und originellen Erlebnissen gefeiert. Neben klassischen Osterfeuern in den Orten und dem traditionellen Palmbuschenbinden gibt es für Familien besondere Höhepunkte: Eine Ostereiersuche in Begleitung von Alpakas oder die „Osternestsuche“ an Bord des Schiffes „Seenixe“ auf dem Millstätter See. Ein kulturelles Kuriosum bietet der 10. Kilt-Skitag am 11. April auf der Turracher Höhe, bei dem Skifahren im Schottenrock zum guten Ton gehört.
Nach einem aktiven Vormittag auf dem Berg bietet die Region am Nachmittag Ruhe am Wasser. Die Thermen von Bad Kleinkirchheim laden zur Regeneration ein. Während das Thermal Römerbad mit Panorama-Ruheräumen und Blick auf die schneebedeckten Gipfel punktet, bietet die Familien- und Gesundheitstherme St. Kathrein die größte Wasserfläche Kärntens. Wer es hingegen erfrischender mag, kann sich bei Kaltbade-Workshops Ende März in die kühlen Gewässer wagen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen.
Für Wanderer und Radfahrer ist die Zeit rund um Ostern ideal, um die „Slow Trails“ am Millstätter See oder den Uferweg zwischen Millstatt und Döbriach zu erkunden. Die Cafés direkt am Wasser haben ihre Terrassen bereits geöffnet und servieren hausgemachte Mehlspeisen in der Frühlingssonne. Mit Angeboten wie dem „Skikarussell“, bei dem Kinder unter zwölf Jahren in ausgewählten Betrieben kostenfrei übernachten, positioniert sich die Region als attraktives Ziel für das Finale der Wintersaison.
Die Anreise aus ist denkbar komfortabel. Mit dem „Nightjet“ der Österreichischen Bundesbahnen reist man ab Hamburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen über Nacht und kommt ausgeruht am Bahnhof Spittal-Millstätter See an. Für Familien bietet sich der Sparpreis Europa der Deutschen Bahn an, bei dem Kinder unter 14 Jahren oft kostenfrei mitfahren. Vor Ort sorgt der „Bahnhof-Shuttle Kärnten“ für den Transfer zur Unterkunft, während das Nockmobil die Mobilität zwischen den Skigebieten und dem See auch ohne eigenes Auto garantiert.
www.seeundberg.at