12.04.2026

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Befremdlich: Wenn ein Islam-Terrorist mit einem deutschen Bundeskanzler lacht, wie hier Syriens Übergangs-Präsident Ahmed al-Scharaa mit Kanzler Friedrich Merz (CDU)
Bild: picture alliance / dts-AgenturBefremdlich: Wenn ein Islam-Terrorist mit einem deutschen Bundeskanzler lacht, wie hier Syriens Übergangs-Präsident Ahmed al-Scharaa mit Kanzler Friedrich Merz (CDU)

Rückbesinnung ist geboten

Wie ein Judas-Kuss: Deutschland verliert seine Seele

Politik, Kirchen und Gesellschaft haben vergessen, was ihre Grundwerte sind, nur um fremden Götzen wie einer falscher Toleranz zu gefallen

Jens Eichler
01.04.2026

Deutschland feiert – aber es weiß kaum noch, warum. Ostern, das höchste Fest der Christenheit, ist das Fundament unserer kulturellen Identität, doch es verkommt zunehmend zur Randnotiz im öffentlichen Raum. Das Schlimme: Währenddessen wächst die Sichtbarkeit anderer religiöser Feste – begleitet von politischer Aufmerksamkeit und demonstrativer Symbolik. Das ist falsch. Denn das offenbart ein schweres Problem: Die eigene Tradition wird im eigenen Land nicht mehr ernst genommen.

Doch ein Gemeinwesen, das seine Wurzeln relativiert, verliert zugleich seine charakterliche Orientierung. Deutschland ist nicht zufällig von christlichen Werten geprägt – sie haben unser Recht, unser Menschenbild und unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt geformt. Es ist der Kern unserer Freiheit. Auch wenn diese Prägung nie ausschließend gemeint war. Aber sie war tragend. Heute wirkt sie bei vielen Entscheidungsträgern wie ein Relikt, das man lieber maximal leise verwaltet als selbstbewusst vertritt.

Besonders irritierend ist dabei eine Entwicklung, über die auffallend zurückhaltend gesprochen wird: der wachsende Antisemitismus in Deutschland – oft getragen von Milieus, in denen Judenfeindlichkeit kulturell oder politisch tradiert wird: dem Islam. Wer auf deutschen Straßen in Pali-Tüchern gewickelt die Vernichtung Israels fordert oder antisemitische Parolen verbreitet, stellt sich offen gegen die Grundwerte dieses Landes. Das gilt für Links- wie Rechtsextreme und allen voran für Nichtchristen wie die rund 5,5 Millionen Moslems, die in der Bundesrepublik unser Grundrecht auf Religionsfreiheit ausleben, sich aber oft nicht an Regeln der Gastfreundschaft halten. Hier liegt der eigentliche Skandal: Denn die Politik und ihre Repräsentanten schauen weg, wenn es zu antisemitischen Ausbrüchen aus der islamischen Ecke kommt. Wie die drei Affen: Nichts sagen wollen, nichts hören wollen, nichts sehen wollen. Wo bleibt hier die nötige Klarheit und Konsequenz? Zu oft wird relativiert, beschwichtigt oder sogar geschwiegen. Das ist Gift für ein Land.

Deutschland bettelt
Für ein Land mit der Geschichte Deutschlands darf es hierbei keine Grauzonen geben. Antisemitismus ist kein importiertes Randproblem und kein kulturelles Missverständnis – aber auch! Vor allem aber ist er ein schändlicher Angriff auf die Grundlagen unseres Landes. Wer ihn duldet, relativiert, oder – wie Grüne und Linke politisch – umschifft und verspielt jegliche moralische Glaubwürdigkeit.

Da wird Syriens Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa mit viel deutschem Staats-Tamtam vor einigen Tagen hofiert, völlig egal, dass gerade in Syrien Christen verfolgt und getötet werden. Ebenso wie andere religiöse Minderheiten wie Alawiten und Drusen oder die Kurden. Er ist ein islamischer Terrorist, an dessen Händen Blut klebt. Dieser Mann wird umschmeichelt vom Bundespräsidenten, vom Kanzler, der Außenminister lacht mit ihm. Alles nur, um ihn anzubetteln, 80 Prozent seiner hier lebenden Landsleute wieder mit nach Hause zu nehmen. Wohlgemerkt: Deutschland fragt und bettelt, statt es anzuordnen. Unfassbar!

Was das mit Ostern und der schwindenden christlichen Identität zu tun hat? Mehr, als es auf den ersten Blick scheint. Eine Gesellschaft, die ihre Werte nicht mehr kennt oder verteidigt, verliert auch die Kraft, sie gegenüber anderen klar einzufordern. Genau das macht der Besuch von al-Scharaa deutlich. Wer nicht mehr sagt, wofür er steht, wird auch nicht mehr konsequent widersprechen, wenn diese Werte angegriffen werden.

Aber auch die Kirchen tragen an dieser Fehlentwicklung eine Mitschuld. Zu oft wirken sie wie moralische Kommentatoren des Zeitgeschehens, wie eine extra beseelte Abordnung traumtänzerischer Grüner, woker Multikultis und realitätsfremder Gutmenschen. Statt Träger einer eigenen, klaren Botschaft zu sein, plappern Kirchenmänner und Gemeindevertreter – wohlgemerkt beider großen christlichen Kirchen – alles zwischen bigotter Anpassung und zeitgeistiger Beliebigkeit nach, dass Kirchentage, christliche Feierlichkeiten und Gottesdienste inzwischen wie eine ranzige Mixtur aus alter Hippie- und neuer Öko-Kultur mit einer Prise pazifistischem Fanatismus erscheinen. Kein Wunder, dass den Kirchen ihre „Schäfchen“ in Scharen davonlaufen. Wer das Lied der anderen singt und seinen eigenen Text dafür austauscht, wird halt austauschbar.

Die Politik wiederum versteckt sich hinter einem Neutralitätsverständnis, das in Wahrheit oft Konfliktvermeidung bedeutet. Doch Neutralität heißt nicht, jede kulturelle Selbstvergewisserung zu vermeiden. Im Gegenteil: Ein Staat muss wissen, wofür er steht, um glaubwürdig offen sein zu können.

Gegen Gleichgültigkeit ankämpfen
Was also ist zu tun? Es ist einfacher, als man glauben möchte. Die Kirchen müssen zurück zu ihrem Kern: Glauben vermitteln, Gemeinschaft stiften, Orientierung geben. Nicht als politische Nebenakteure, sondern als respektierte geistliche Instanzen mit Rückgrat. Ostern gehört nicht in die Nische, sondern ins Zentrum. Und die Politik muss dabei klare Maßstäbe setzen – ohne Doppelstandards. Daher gilt: Wer in Deutschland lebt, muss akzeptieren, dass der Schutz jüdischen Lebens und das Existenzrecht Israels nicht verhandelbar sind.

Und die Gesellschaft muss aufhören, sich selbst gleichgültig zu werden. Traditionen verschwinden nicht durch Verbote, sondern durch Desinteresse. Wer will, dass sie bleiben, muss sie leben – im Alltag, in Familien, im öffentlichen Raum.

Deutschland steht nicht vor der Wahl zwischen Offenheit und Identität. Es steht vor der Frage, ob es den Mut hat, beides zu verbinden. Ohne Selbstbewusstsein wird es weder das eine noch das andere bewahren. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen frohe, gesegnete Ostern!


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Kommentare

Jan Kerzel am 08.04.26, 13:12 Uhr

Unfassbar! So schlimm ist es auch wieder nicht. Unter Umständen erkennt der Autor nicht, welches Stück auf der Bühne gespielt wird. Vor vielen Jahren erging es mir bei einer Theateraufführung ähnlich. Kurzer Blick auf die Karte, ja ,ich bin richtig. Dann geht man halt nicht mehr hin. Die innere Emigration ist im Land wegen solcher Frusterlebnisse weit fortgeschritten. Aber der Intendant sitzt fest im Sattel und wird den Spielplan nicht ändern. Interessanterweise findet die Mehrheit des Publikums die Aufführungen zumindest immer noch ansprechend. Erstaunlich, sehr erstaunlich!

Rolf Lindner am 03.04.26, 22:33 Uhr

Kirchenaustritte

Die Kirchen haben neue Propheten
Gretas, Lisas und Racketen,
für's Klima sollen Christen beten,
die ziehen es vor auszutreten.

Ihr Kreuz soll niemals Haken haben,
für Hammer und Sichel sie's vergaben.
Haben den Gott der Christen verraten,
werden dafür in der Hölle braten.

Mitglieder sind nicht mehr bereit,
anzubeten den Geist der Zeit.
Die Kirchenfürsten darüber grienen,
wichtig für sie: Rotgrün bedienen.

Bleibt die Kirchensteuer weg,
interessiert es sie 'nen Dreck.
Weil sie der Grünen Kurs vertreten,
das Volk zur Kasse wird gebeten.

Doch das will nicht für Linke blechen,
der Austritt bleibt, um sich zu rächen.
Bald steh'n im Westen wie im Osten
die Pfarrer auf verlor'nen Posten.

So geht mit Rot und Grün im Bunde
das deutsche Christentum zugrunde.

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