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„Decolonize Christmas“ nach massiven Protesten abgebrochen – Auch an der Themse herrscht Aufruhr
Im Dezember 2024 ist die Kunst- und Kulturszene Berlins gegen Sparpläne des Senats auf die Straße gegangen. Ein Jahr später scheint es dringend angebracht, über die Praxis der Kulturförderung in der Hauptstadt nochmals nachzudenken. Anlass bietet eine Veranstaltung namens „Decolonizing Christmas“ (zu Deutsch: „Weihnachten entkolonialisieren“) des Berliner Forums der Religionen. Angekündigt wurde sie wie folgt: „Weihnachten – ein Fest der Liebe. Aber was, wenn die Geschichte, die wir jedes Jahr feiern, auch Geschichten von Macht, Kolonialismus und Diskriminierung erzählt?“
Als Veranstaltungsort für das Anliegen, „koloniale und diskriminierende Bilder“ in der Weihnachtsgeschichte sichtbar zu machen, wählten die Organisatoren die Friedenskirche in Berlin-Charlottenburg. Die Kirche hat zur Adventszeit einen Weihnachtsgarten eingerichtet, in dem eine interaktive Installation zur Weihnachtsgeschichte gezeigt wird. Liebevoll gestaltet, werden mit Schauspielern, Düften, Requisiten und plastischen Elementen wie Heuballen und Schafen biblische Szenen dargestellt. Die Nutzung des Weihnachtsgartens für eine „rassismuskritische“ Führung unter dem provokanten Motto „Decolonize Christmas“ hat scharfe Kritik ausgelöst.
Wegner: „Braucht niemand“
Seyran Ateş, Gründerin der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, erklärte gegenüber „Welt-TV“: „Sie wollen Weihnachten abschaffen. Ich bin sprachlos.“ Ateş sagte, es gebe zahlreiche Einladungen zum Fastenbrechen während des muslimischen Fastenmonats Ramadan, während traditionelle Beleuchtung angebracht werde, an anderer Stelle hingegen werde versucht, das Christentum zu „deinstallieren“. Sie wisse nicht, was der Hintergrund dafür sei, dass im christlichen Kontext an eigenen Traditionen derart Kritik geübt werde, die ihrer Ansicht nach Frieden und Liebe vermittelten. Die Juristin und Autorin zeigt sich auch erschrocken darüber, „dass die Friedenskirche da mitwirkt“.
Das Berliner Forum der Religionen hat in einer Stellungnahme die Berichterstattung der „Welt“ als verzerrend und verkürzt bezeichnet. Der Satz, Weihnachten solle „abgeschafft“ werden, sei in der Veranstaltung niemals gefallen. Eingeräumt wurde, der gewählte Titel „Decolonize Christmas“ sei rückblickend vielleicht zu provokant formuliert gewesen. Abgesagt wurde zudem eine weitere Führung, die Mitte Dezember stattfinden sollte. Als Grund nannten die Veranstalter, es seien infolge der „Welt“-Berichterstattung E-Mails mit „diffamierendem und aggressivem Wortlaut“ sowie Bedrohungen gegen die muslimischen Referentinnen eingegangen.
Mittlerweile hat sich Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) in die Kontroverse eingeschaltet. Er erklärte auf der Social-Media-Plattform X: „Weihnachten ist das Fest der Liebe und eines unserer höchsten christlichen Feste. Veranstaltungen wie ‚Decolonizing Christmas' braucht niemand – schon gar nicht, wenn sie aus Steuermitteln finanziert werden. Ich erwarte Aufklärung durch die zuständige Senatsverwaltung.“ Tatsächlich soll „Decolonize Christmas“ laut „Welt“ mit „sehr schmalen Restmitteln“ von ursprünglich 80.000 Euro für den Verein „Freunde und Freundinnen des Berliner Forums der Religionen e. V.“ umgesetzt worden sein.
Diese Fördermittel stammen von der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, die von der parteilosen Sarah Wedl-Wilson geführt wird. Diese verteidigt die Förderung: „Der Vorwurf, Weihnachten abschaffen zu wollen, geht völlig an den Inhalten vorbei.“ Allerdings distanziert sich Wedl-Wilson „als gläubige Christin von derartigen Schlagworten und missverständlichen Titeln klar und deutlich“.
Die seltsame Rolle des Sadiq Khan
In der diesjährigen Vorweihnachtszeit steht in Großbritannien auch Londons Bürgermeister Sadiq Khan in der Kritik. Khan ist seit Mai 2016 das erste muslimische Stadtoberhaupt in der Geschichte der britischen Hauptstadt. Konservative Abgeordnete und Kommentatoren werfen ihm vor, mit Weihnachten ein zentrales christliches Fest im öffentlichen Raum zu verwässern oder sogar tilgen zu wollen. Die Kritiker weisen darauf hin, dass die Weihnachtsbeleuchtung der Metropole, so beispielsweise in der Oxford Street, zwar aus Sternmotiven besteht, aber das Wort „Christmas“ und traditionelle christliche Symbolik weitgehend fehlen.
Ein viral gegangenes Video heizt die Kritik an Khan nun weiter an. In den Aufnahmen eines Christmas-Carol-Events ist zu sehen, wie Londons Bürgermeister sichtbar innehält, als in einem traditionellen Weihnachtslied die Zeile „Christ is born, the newborn King“ (zu Deutsch: „Christus ist geboren, der neugeborene König“) kommt. Einige Kommentatoren werteten Khans Mimik in dem Video als Zeichen, dass er als muslimischer Bürgermeister Weihnachten und christliche Traditionen nicht respektiere.
Dr, Dr. Hans-Joachim Kucharski am 22.12.25, 09:53 Uhr
Wann realisieren wir endlich, daß Überfälle auf Weihnachtsmärkte nur Teil einer langfristigen Absicht sind? Sie sind jeweils nur Einzelfälle – aber eben nur derzeit! Das Deutschtum und das Christentum sollen abgeschafft werden. Wenn die Migranten erst mal die Mehrheit haben, wird ein Kalifat die Folge sein. Dann werden Kirchen in Moscheen umgewandelt, und wer dann nicht zum Islam konvertiert, wird vernichtet.
sitra achra am 20.12.25, 22:14 Uhr
Wer keine Tradition hat, wird ordinär.
Harald Fischer am 18.12.25, 14:35 Uhr
Man kann die „Weihnachtsbezeichnung“ auch so aufnehmen: Das Christentum ist maßgebend an der Kolonialisierung afrikanischer ua Völker beteiligt, gab seinen Segen zu Kriegen! Es gibt kein Volk auf der Erde, das dies akzeptiert, unterstützt und freiwillig finanziert!
Von den Burenkriegen bis heute. Und
Gregor Scharf am 17.12.25, 14:03 Uhr
Zuerst kommt die Respektlosigkeit. Dann folgen Provokationen, die immer mit Gewalt beantwortet werden, weil solche Aktionen Wasser auf die Mühlen religiöser Eiferer und anderer Kräfte sind, die nur darauf warten, um ihrerseits die Gewaltexzesse rechtfertigen zu können. Auch hier gilt, „wer den Wind säet, wird Sturm ernten“. Die Verantwortlichen sind wie Wölfe im Schafspelz, sie wollten doch nur spielen. Sie wissen ganz genau, dass die Christen sich ihrer Haut nicht erwehren und wie Schafe schlachten lassen. Wer jedoch den Weihnachtsfrieden stört, zieht den Zorn der Nichtchristen auf sich, weil die Tradition und ihre Rituale auch von ihnen größtenteils übernommen wurden. Der Protest zeigt, dass es nach hinten losging, die Menschen zunehmend wachsamer werden und der Wind sich spürbar dreht. Die Geduld ist überstrapaziert bis zum Zerreissen. Man muss nur das Ohr an der Masse haben.