20.09.2021

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Jubilar

Beamter im Dienste Ostpreußens

Zum 90. Geburtstag des Ministerialdirektors Hartmut Gassner

Klaus Weigelt
02.06.2021

Am 2. Juni vollendet der Insterburger Hartmut Gassner in Bornheim bei Bonn sein 90. Lebensjahr. Der Jubilar studierte nach Flucht, Vertreibung und DDR-Haft in Berlin Rechtswissenschaften und engagierte sich im BOST, dem Bund Ostpreußischer Studenten, dessen Bundesvorsitz er 1957 für drei Jahre übernahm. Nach Abschluss seiner Studien 1961 trat Gassner in Berlin ins Bundesvertriebenenministerium ein, das 1962 nach Bonn verlegt wurde.

Laufbahn im Staatsdienst

Hartmut Gassner führte seine Karriere bereits 1966 für drei Jahre zu Staatssekretär Gerd Lemmer (1925–2016), dessen persönlicher Referent er war. 1969 übernahm er die Leitung des Büros von Vertriebenenminister Heinrich Windelen (1921–2015). Später war er Beamter im Bundesministerium des Innern, wo er unter Minister Friedrich Zimmermann (1925–2012) 1984 Unterabteilungsleiter und 1987 Abteilungsleiter VK (Vertriebene und Kultur) wurde. Unter Minister Wolfgang Schäuble wurde er 1991 zum Ministerialdirektor befördert. Seit 1996 befindet sich Hartmut Gassner im Ruhestand.

Neben seinen umfangreichen beruflichen Tätigkeiten hat sich Hartmut Gassner lebenslang in die landsmannschaftliche Arbeit integriert, hat zahlreiche Vorträge gehalten, verantwortungsvolle Ämter, unter anderem im Bundesvorstand der Landsmannschaft Ostpreußen, übernommen und wichtige Anstöße für die kulturellen Fundamente der landsmannschaftlichen Arbeit gegeben. So hat er wesentlichen Anteil an der Gründung des Kulturzentrums Ostpreußen im Deutschordensschloss Ellingen bei Weißenburg und am Aufbau des Ostpreußischen Landesmuseums in Lüneburg. In Königsberg war Gassner 1993 an der Gründung des von der Stiftung Königsberg initiierten Deutsch-Russischen Hauses beteiligt.

Am 9. Dezember 1992 war Ministerialdirektor Hartmut Gassner als Vertreter des Bundesinnenministers Wolfgang Schäuble Gast bei der Eröffnung des Museums Stadt Königsberg. Als Gastgeschenk überreichte er eine wertvolle Königsberger Silberkanne als Dauerleihgabe des Bundes, die sich jetzt in Lüneburg befindet.

Gassner sagte in Duisburg: „Dieses Haus wird von der reichen Geschichte der alten preußischen Hauptstadt am Pregel künden, einer Stadt, die es heute so nicht mehr gibt, die aber dennoch unzerstörbar ist. Seine heutigen Bewohner fragen nicht nach der Geschichte Kaliningrads, sondern nach der Geschichte Königsbergs. Dieses Haus kann mithelfen, darauf eine Antwort zu geben.“

Bleibende Verdienste

Nicht nur die Königsberger sind Hartmut Gassner dankbar für seinen lebenslangen Einsatz im Sinne Ostpreußens und seiner Hauptstadt Königsberg.

Mögen dem Jubilar noch einige Jahre Kraft und Gesundheit vergönnt sein, sich seiner zahlreichen Erfolge zu erfreuen.



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