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Waren die Führungsriegen aller Bundesparteien sonst Zugpferde im Landtagswahlkampf, gilt es jetzt, auf größtmögliche Distanz zu gehen
Der eigentliche Sieger der letzten beiden Landtagswahlen heißt ganz eindeutig: Distanz! Und zwar größtmöglicher Abstand zu Berlin. Während sich die Parteien der Hauptstadt in Grabenkämpfen erschöpfen und sich bis zur programmatischen Unkenntlichkeit verstümmeln, haben die Wahlkämpfer vor Ort begriffen, was viele Bürger längst spüren: Wer gewinnen will, muss sich vom Berliner Politikbetrieb fernhalten. Und zwar so weit wie nur möglich.
Dass CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder den Bundesaufmarsch weitgehend aus seinem Wahlkampf heraushielt, war kein Zufall, sondern Strategie. Ebenso wie in Baden-Württemberg, wo Cem Özdemir die Grünen bewusst auf Landesprofil trimmt und demonstrativ extremen Abstand zur Berliner Parteiführung hält, ja, diese beinahe schon verleugnet. Mehr Misstrauensvotum gegen die Bundespolitik geht kaum noch.
Berlin steht nicht mehr für Orientierung, sondern für Irritation. Für steigende Belastungen, unsichere Energiepolitik, migrationspolitische Unklarheit und eine politische Kommunikation, die sich mehr mit moralischen Signalen als mit praktischen Lösungen beschäftigt. Wer Wahlen gewinnen will, hält deshalb Abstand. Denn die Berliner Pest gilt als ansteckend für derbe Niederlagen in deutscher Landespolitik. Ein böser Trend.
Ohne eigenes Profil
Besonders hart trifft diese Entwicklung die SPD. Sie steht heute dort, wo vor gar nicht langer Zeit schon die FDP stand: zwischen allen Stühlen und ohne klares Profil. Nur hat die FDP eines geschafft: Sie ist eine unfähige, überforderte Parteiführung losgeworden. Ohne den emotional dürren Dürr und die frisch rasierte Nicole Büttner kann es nur besser mit den Liberalen werden. Und bei der SPD? Die ist eingeklemmt zwischen Baum und Borke. Noch weiter links können sich die Sozialdemokraten kaum bewegen, ohne vollständig im Schatten von Grünen und Linken zu verschwinden. Nach rechts kann sie sich auch nicht weiter öffnen, ohne ihre eigene Funktionärsbasis zu irritieren. Zudem ist dieses Spektrum bereits von der CDU abgedeckt. Das niederschmetternde Ergebnis: programmatische Bewegungslosigkeit bei gleichzeitigem Vertrauensverlust.
Die „Vergrünung“ der Sozialdemokratie hat ihr somit nicht geholfen, sondern nur geschadet. Sie hat klassische Wähler nicht gehalten, sondern entfremdet. Wer jahrzehntelang für Arbeit, Aufstieg und soziale Sicherheit stand, überzeugt nicht plötzlich mit Gender-Firlefanz, Moralappellen und regulatorischer Überforderung des Mittelstands. Viele frühere Stammwähler haben längst andere politische Angebote gefunden. Aktuell macht die SPD das, was sie eigentlich unbedingt verhindern will: Wählerzuführung für die AfD, der neuen politische Heimat von verprellten SPD-Wählern. Kein Wunder also, dass die SPD heute nur noch wie eine Partei ohne eigenen politischen Raum wirkt. Sie spricht über Klimaziele, aber nicht mehr über Industriearbeitsplätze. Sie spricht über Transferpolitik, aber nicht über Leistung. Sie spricht über Vielfalt, aber nicht über Ordnung. Und da wundert sie sich über schrumpfende Zustimmung.
Die letzte Chance: klar erkennbare Rückkehr zu sozialer Marktwirtschaft, zu verlässlicher Innerer Sicherheit, zu kontrollierter Migration und zu einer Politik, die Leistung wieder anerkennt, statt sie zu ächten. Doch genau diesen Weg scheut die SPD-Führung bislang aus Angst vor dem immer linker werdenden Mainstream in den eigenen Reihen.
Der Abgrund rückt näher. Auch für die CDU. Denn die Wahlen in Mitteldeutschland stehen an. Hier liegt die AfD laut Umfragen weit vorn. Lässt sich CDU-Chef Merz daher am Ende in ein unnatürliches Bündnis mit Linken und Grünen drücken, um eine Jammerlappen-Koalition von der politischen Resterampe zu bilden, wird das den Weg in die politische Bedeutungslosigkeit nach sich ziehen. Dann macht Merz als letzter Brandmauer-Prediger das Licht aus.
Valentina Selge am 26.03.26, 08:08 Uhr
Erschreckend ist die Rückkehr der deutschen Waffenindustrie, Rheinmetall produziert nicht nur in der Ukraine, sondern nun auch in Lettland.
Das Volk hat keine neue Machtergreifung in Europa gewählt. Es sind ein paar einzelne vom KGB geprägte sozialistische ältere Herren, die keine demokratische Erziehung kennenlernten, sondern nur Gehorsam und Strafe. Die Einwohner dieses Landes erfahren nun ununterbrochene Strafen für alles und jedes, das ganze mit digitaler Unterstützung. Keiner kann das Ergebnis der Wahl in Rheinland-Pfalz noch glauben. Man darf es nicht sagen und niemandem widersprechen, "die" wissen das, sogar der russische Botschafter in Belgien. Woher wissen "die" das? Ich habe so einen Stempel von einem Pfarrer der bekennenden Kirche in der Heiratsurkunde meiner Großeltern, aber die Hochzeit war 1929, also davor, vor dem, was man nicht sagen darf. Aber das, was man nicht sagen darf, das hörte nach 1945 offenbar nicht auf oder nur kurz bis zum Sturz von Willy Brandt durch die SED.
Gregor Scharf am 25.03.26, 15:21 Uhr
Wie treffend: "Man erntet, was man säet."
Jan Kerzel am 25.03.26, 10:03 Uhr
Ohne bezahlbare günstige Energie ist das gesamte BRD-Modell so nicht mehr haltbar. Ein Land ohne Ressourcen, ideologisch vernagelt. Kraftwerkssprenger, Weltklimaretter, Weltsozialamt, Besserwisser und Obermoralapostel, Heuchler und viertgrößter Welt-Waffenexporteur. Mit rigoroser Verschuldung und Rüstungstransfers will man nun Zeit gewinnen. Für was? Wartet man auf ein Wunder oder eine Erscheinung? Strukturelle Systemreformen wird es nicht geben. Veränderungen zulasten der werktätigen Bevölkerung sind möglich und wahrscheinlich. Mit absurden Angstphantasien ( die Russen kommen oder gar die Iraner!) und Schuldzuweisungen versucht man die Bevölkerung gefügig und einsichtig zu machen. So richtig zieht das nicht. Die kognitive Dissonanz ist zu groß. BK Merz bleibt bis 2033. Also: schwarz-rot oder schwarz-rot-grün. Das ist alternativlos. Das ist " unsere Demokratie".
Peter Wendt am 25.03.26, 08:33 Uhr
Nicht nur in Berlin auch in der Provinz steht es ausgesprochen schlecht um die SPD. Beispiel Hamburg: Hier bietet die SPD ihrer linken Klientel erfolgreich das Steuer- und Schulden finanzierte „Rundum Sorglos Paket“ an, erwartet dafür aber bedingungslose Unterstützung. Wer dagegen opponiert wird schnell fertig gemacht. Oft genügen schon kleinste Hinweise von „oben“ und die sozialistisch grün unterwanderte Verwaltung sucht etwas gegen den Übeltäter. Irgendetwas finden die immer. Die nach aussen getragene Gleichmütigkeit gegenüber den Bürgern, wird nur durch eine dünne Schicht der Toleranz bedeckt. In Hamburg finden bundesweit die meisten Hausdurchsuchungen gegen aufmüpfige Bürger statt, in Hamburg galten die schärfsten Corona Regeln, einschliesslich dem jagen Jugendlicher und harmloser Spaziergänger in öffentlichen Parks und an den Stadtgrenzen Hamburgs durch willige Polizeikräfte. Am lautesten wurde hier die Zerstörung moderner Kraftwerke gefeiert. Auch CumEx, ein sozialdemokratisches Phänomen, führte trotz offensichtlicher Beteiligung von Scholz und Tschentscher zu nichts, wurde gnadenlos zerredet. SPD Bürgermeister Tschentscher verhält sich still, sieht er doch wie damals der unselige Scholz ein Chance in Berlin ein Pöstchen zu ergattern. Dabei sollte niemand mehr in Berlin eine Chance erhalten, der in irgendeiner Weise vorbelastet ist.
Die SPD braucht dringend eine grundlegende personelle Erneuerung in allen Parteigliederungen. Zudem muss es eine Rückbesinnung auf demokratische Werte geben, Sozialdemokratie statt Sozialismus eben.