17.04.2024

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Im Saal des Volkshauses in Anklam: Das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern begeistert die Gäste mit schwungvoller Musik. Der Shantychor Usedom und eine Folkloregruppe aus Pyritz vervollständigten das Unterhaltungsprogramm
Foto: PrivatIm Saal des Volkshauses in Anklam: Das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern begeistert die Gäste mit schwungvoller Musik. Der Shantychor Usedom und eine Folkloregruppe aus Pyritz vervollständigten das Unterhaltungsprogramm

Heimattreffen

Caspar David Friedrich als Stargast

Pommern verbindet – Über 600 Landsleute fanden sich zum 30. Jubiläumstreffen in Anklam ein

Friedhelm Schülke
03.04.2024

Am 9. März 1991 fand das allererste Heimattreffen in Anklam statt, damals noch im Theater mit 500 Landsleuten. Auf den Tag genau 33 Jahre später ließen sich bei frühlingshaftem Wetter am 9. März erneut mehr als 600 Pommern und Freunde der Heimat von fern und nah in das „Volkshaus“ Anklam rufen.

Die Mehrzweckhalle war mit leuchtenden Osterglocken und Forsythien festlich geschmückt und bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Eröffnung des 30. Pommerntreffens begrüßte Landesvorsitzender Manfred Schukat außerdem mehr als 80 neue und auffallend jüngere Gäste, die zum ersten Mal in Anklam dabei waren.

Drei Busgesellschaften waren angereist – zwei aus Polen und eine aus der Altmark. Über der Bühne prangten ein großes Pommern-Transparent und das neunteilige große Pommern-Wappen sowie ringsum an den Wänden 50 Fahnen aller pommerschen Kreisstädte und vieler Orte. Große Tischschilder der Heimatkreise halfen den ankommenden Landsleuten, sich schnell und leicht zu finden. Besondere Hingucker waren die beiden über vier Meter breiten nachgedruckten Transparente – die große Lubinsche Pommernkarte und der berühmte Croy-Teppich aus Stolp, Stettin und Greifswald.

Zur Feier des Tages intonierte das Landespolizeiorchester Mecklenburg-Vorpommern unter der Leitung von Cornelius During-Schwarzmaier preußische Militärmärsche und geistliche Weisen. Die Andacht hielt der evangelische Bischof von Mecklenburg-Vorpommern, Tilman Jeremias, der zu Neuentdeckung des Glaubens und zum Frieden aufrief. Im namentlichen Totengedenken wurde an 14 seit Anfang 2024 verstorbene Pommern erinnert. Als das Landespolizeiorchester das Pommerlied anstimmte, erhoben sich die Besucher und sangen alle fünf Strophen ihrer Heimathymne „Wenn in stiller Stunde“ mit.

Zu Gast war Caspar David Friedrich
Historischer Ehrengast war aus Anlass seines 250. Geburtstages der berühmte Maler Caspar David Friedrich aus Greifswald, dargestellt in zeitgemäßem Kostüm von Bastian Farr von der dortigen Stadtinformation. An einer großen Staffelei erzählte der Vertreter der Romantik aus seinem Leben und Schaffen. Schließlich vollendete er vor den Augen der Besucher und mit riesigem Applaus bedacht sein wohl bekanntestes Gemälde „Kreidefelsen auf Rügen“.

Erstmals und eigens zu diesem Auftritt trug das Landespolizeiorchester das lange verschollene Rügenlied „Wenn die Granitz wieder grün wird“ vor. Weitere Ehrengäste entboten ihre Grüße, wie der Landtagsabgeordnete Marcel Falk, die Direktorin des Pommerschen Landesmuseums Greifswald, Ruth Slenczka, sowie die Vorsitzenden der deutschen Minderheiten in Polen, Detlef Rach aus Stolp, Thomas Krause aus Stettin und Peter Nycz aus Stargard. Aus Polen waren über 100 Gäste angereist. Feierlich verlesen wurden die Grußworte der Bundesvorsitzenden der Pommerschen Landsmannschaft, Margrit Schlegel, und der Stadt Anklam.

Nach dem Mittagessen trat zum zweiten Mal in Anklam das polnische Folklore-Ensemble „Lieder und Tänze“ vom Weiz­ackerkreis Pyritz [Pieśni i Tańca Pyrzyce] auf. Die 40 Kinder und jungen Erwachsenen unter der Leitung von Joanna Suwińska brachten mit ihren polnischen und pommerschen Trachten in zwei Programmteilen den Saal zum Kochen.

Auch der Shanty-Chor Insel Usedom e.V. animierte mit seinen Sehnsuchtsliedern von Heimat und Meer viele Besucher wieder zu einer langen Polonaise durch den ganzen Saal. So ging das frohe Beisammensein viel zu schnell zu Ende. Zum großen Finale ging der Dank der ganzen Versammlung vor allem an die 30 ehrenamtlichen Helfer, die in großer Treue, mit hohem persönlichen Einsatz und völlig unentgeltlich dieses schöne Treffen erst möglich gemacht haben.

Auf ein gesundes Wiedersehen!


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