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Schon lange umstritten: Denkmal für die roten „Befreier“ in Allenstein
Foto: U.H.Schon lange umstritten: Denkmal für die roten „Befreier“ in Allenstein

Allenstein

„Die Galgen“ könnten bald Vergangenheit sein

Stadtpräsident Piotr Grzymowicz will wegen der russischen Aggression gegen die Ukraine dem sowjetischen Denkmal den Schutzstatus entziehen

Uwe Hahnkamp
09.03.2022

Das schon länger umstrittene Denkmal der sowjetischen Eroberung von Ermland und Masuren auf dem Platz beim Marschall- und Woiwodschaftsamt in Allenstein – im Volksmund auch „die Galgen“ genannt – könnte bald der Vergangenheit angehören. Es wurde in den Jahren 1949 bis 1953 als Denkmal der „Dankbarkeit“ gegenüber der Roten Armee unter anderem mit Baumaterial vom Tannenberg-Denkmal bei Hohenstein errichtet und 1993 unter Denkmalschutz gestellt. Das will Allensteins Stadtpräsident Piotr Grzymowicz jetzt ändern.

Auf seinem Facebook-Profil kündigte er am 2. März an, einen Antrag auf Aufhebung des Schutzes für das Denkmal beim Ministerium für Kultur und nationales Erbe einzureichen. Er begründete das mit der russischen Aggression gegen die Ukraine, die „von der zivilisierten Welt, zu der wir gehören, nicht hinzunehmen ist“. Weiter heißt es in dem Post: „Da das heutige, verbrecherische, putinsche Russland sich auf die Tradition der Roten Armee beruft, deren Brutalität die Einwohner Ermlands und Masurens im Jahr 1945 erfahren haben, habe ich mich zum Stellen dieses Antrag [...] entschieden.“

Sollte der Schutz für das Denkmal aufgehoben werden, könnte es abgerissen werden. Vor der Entscheidung über das weitere Schicksal des Denkmals werde er aber den Meinungsaustausch mit den Einwohnern Allensteins suchen, kündigte Grzymowicz für diesen Fall schon an.



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Kommentare

Jan Kerzel am 15.03.22, 17:55 Uhr

sitra achra. Auch ich würde davon abraten, die Denkmäler zu entfernen. Letztlich hat die Freisetzung Polens über 400000 Rotarmisten das Leben gekostet. Ob die deutschen Ostgebiete hier eingerechnet sind, weiß ich nicht. Ob Polen sich eines Tages einen weiteren Schluck aus der Bulle gönnen kann, hängt nach meinem Dafürhalten mehr von den USA ab. Der Bevölkerung , so meine Einschätzung, wäre es aufgrund der seit ca. 2 Jahrzehnten gebotenen Politik ziemlich wurscht. Da gibt es nicht mehr allzu viel zum Verlieren, es könnte sogar besser werden. Und in unserem geliebten Europa blieben wir doch sowieso!

sitra achra am 14.03.22, 12:23 Uhr

Sie sollten das Denkmal in weiser Voraussicht doch lieber vor dem Abriss bewahren. Man kann ja nie wissen.
Vielleicht sind Russen und Polen doch beste Freunde,
Sie könnten damit rechnen, dass die Russen bei Wohlgefälligkeit ihnen weitere deutsche Gebiete im Westen in Aussicht stellen.

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