03.06.2020

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Symbol der ermländischen Hauptstadt: die „Urania-Halle“ in Allenstein
D.K.Symbol der ermländischen Hauptstadt: die „Urania-Halle“ in Allenstein

Modernisierung in Allenstein

Die „Urania-Halle“ wird umgebaut

Sportler beklagen seit Langem schlechte Trainingsbedingungen – Dank EU-Hilfe ist Lösung in Sicht

Dawid Kazanski
24.03.2020

Die in Allenstein trainierenden Sportler klagen seit Langem über die unzureichende Anzahl gut ausgestatteter Sportanlagen. Es gibt in der Stadt zwar Hallen und Stadien, doch lässt deren Zustand viel zu wünschen übrig. Das soll sich bald ändern. Urania, die größte und bekannteste Sporthalle in Allenstein, in der unterschiedliche überregionale Volleyball- oder Hallenfußballturniere ausgetragen sowie Messen und Konzerte veranstaltet werden, soll endlich modernisiert werden. Urania gilt als eines der markantesten Gebäude der Stadt. Die Halle fällt durch ihre runde Form und ihr Kuppeldach auf. Seit vielen Jahren suchen die Behörden der Stadt und des südlichen Ostpreußen nach Mitteln für die Sanierung der Anlage, die Ende der 1970er Jahre gebaut wurde. 

Die Europäische Union soll dabei helfen. Nähere Informationen wurden auf einer Pressekonferenz Ende Februar im Marschallamt erteilt. Der Marschall der Woiwodschaft Ermland-Masuren, Gustaw Marek Brzezin, teilte mit, dass die Europäische Kommission umgerechnet zirka 30 Millionen Euro bereitstellen wird, um den Umbau der Urania-Halle mitzufinanzieren. Der verbleibende Teil der für die Modernisierung der Halle benötigten Summe muss von der Stadt aufgebracht werden. Der Marschall erklärte, dass es schwierig gewesen sei, die Kommission zu überzeugen, die Mittel zur Verfügung zu stellen, aber letztendlich sei es gelungen: „Die Sporthalle Urania ist eine Einrichtung, die nicht nur in der Stadt selbst, sondern auch für die gesamte Region von Bedeutung ist. Nicht nur in Bezug auf Sport oder Kultur, sondern auch in Bezug auf die soziale und wirtschaftliche Entwicklung. Die Europäische Kommission erkannte diese Argumente an und stimmte einer finanziellen Unterstützung zu, obwohl diese Förderperiode solche Möglichkeiten nicht vorsah", erklärte Brzezin. 

Im Jahre 2016 wurde ein Wettbewerb für das Konzept zur Modernisierung der Halle ausgeschrieben. Der beste Vorschlag für die Umgestaltung der Sportanlage wurde vom Architektenstudio „Urban Architect" vorgelegt. Nach dem Entwurf sollen nur die Stahlkonstruktion und ihre charakteristische Kuppel erhalten bleiben. Die Renovierung der Halle soll bis 2023 abgeschlossen werden. Derzeit bietet die Anlage Platz für 2500 Zuschauer. Nach der Sanierung soll sie über 4500 Sitze verfügen. Daneben wird es auch eine teilweise überdachte Eisbahn, eine Kletterwand und eine Halle zum Aufwärmen geben. Außerdem beabsichtigt man den Bau einer Tiefgarage. Die Pläne sehen auch oberirdische Parkplätze vor und der Bereich um die Halle herum soll mit Grün bepflanzt werden. 

Auf die gute Nachricht von der Zuweisung von Mitteln für die Modernisierung der Sportanlage reagierte der Stadtpräsident Piotr Grzymowicz wie folgt: „Die Urania-Halle ist eines der Symbole von Allenstein. Sie ist Zeuge von sportlichen Erfolgen und außergewöhnlichen kulturellen Ereignissen. Ihr Schicksal ist mir besonders wichtig. Deshalb habe ich mich lange um die Unterstützung der EU für ihre Erneuerung bemüht ... Wir arbeiten intensiv an der Verteilung der Gelder im Stadthaushalt, um trotz großer finanzieller Schwierigkeiten alle wichtigen Aufgaben erfüllen zu können. Ich versichere, dass wir trotz dieser Schwierigkeiten unser Bestes tun werden, um die Modernisierung der Urania-Halle zu ermöglichen, denn diese Aufgabe wird aus offensichtlichen Gründen als Priorität behandelt."



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