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Die Pregelmetropole feiert den 250. Geburtstag des deutschen Romantikers mit vielen Veranstaltungen
Am 24. Januar jährte sich der Geburtstag von Ernst Theodor Amadeus Hoffmann, dem deutschen Schriftsteller, Komponisten und Zeichner aus Königsberg, zum 250. Mal. Zu diesem Anlass wurden in seiner Geburtsstadt zahlreiche Veranstaltungen vorbereitet – Vorträge, Konzerte und Theateraufführungen.
Die Philharmonie in der Kirche zur Heiligen Familie präsentierte am Vortag ein Konzert zur Epoche der Romantik. Auf dem Programm standen Meisterwerke von Chopin, Schubert, Mendelssohn und Brahms – Melodien voller Lyrik, Dramatik und philosophischer Tiefe, die perfekt mit den literarischen Werken und den Gemälden der Romantiker harmonieren. Die Werke dieser Künstler, die die Schönheit der Natur, den Heldenmut und die innere Welt des Menschen feiern, dienten als visuelle Ergänzung zur Musik und trugen dazu bei, das Verständnis des kulturellen Erbes dieser Epoche zu vertiefen.
Am selben Tag präsentierte das Museum der Schönen Künste in der Königsberger Börse die Monografie „Hoffmann-Rezeption in der russischen Literatur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts“ von Vera Koroljewa.
Am 24. Januar veranstaltete das Gebietsmuseum für Geschichte und Kunst in der früheren Königsberger Stadthalle einen festlichen Abend zum 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann mit etwa 300 Zuschauern. Die Festveranstaltung umfasste die Eröffnung der Abschlussausstellung des regionalen Hoffmann-Kinderkunstwettbewerbs, eine Preisverleihung und einige wissenschaftlichen Vorträge. Zu Beginn des Abends spielte das Königsberger Symphonieorchester drei Teile aus einer Hoffmann-Symphonie. Zum Programm gehörten außerdem eine Aufführung des Tanzstudios Metamorphosen und die Präsentation des Kunstkatalogs „20 Jahre Phantasien im Stile Hoffmanns“.
Das Museum wies darauf hin, dass die Kunstausstellung „Labyrinth“ (siehe PAZ Nr. 4 vom 23. Januar) noch bis zum 22. Februar im Rahmen des Projekts „Hoffmanniana“ zu sehen sei, das seit 20 Jahren „Freunde des romantischen Schriftstellers in seiner Heimatstadt und darüber hinaus“ zusammenbringt.
An Hoffmanns 250. Geburtstag veranstaltete auch die regionale wissenschaftliche Bibliothek einen Vortrag. Manche behaupten, Hoffmann habe seine Heimatstadt nicht gemocht. Im Vortrag wurde dieses Missverständnis widerlegt. Die Zuhörer wandelten durch die Straßen Königsbergs jener Zeit und versuchten, die damalige und die moderne Stadt in Hoffmanns Werken wiederzuerkennen.
Ein schöner Abschluss des Gedenktags fand im Dom mit dem Theaterstück „Elixiere der Schatten“ statt. Die Aufführung beleuchtete Hoffmanns persönliche Beziehungen zu seiner Frau Maria Thekla Michalina Rohrer-Trzcińska und seiner Gesangsschülerin Julia Mark, wie sie sich in ihren Briefen widerspiegeln. Basierend darauf schuf der Dramatiker und Regisseur Dmitry Minchenok ein Bühnenstück „Briefwechsel für drei Stimmen und Orgel“.
E.T.A. Hoffmann-Abende und Ausstellungen
Auch das Museum der Schönen Künste hat ein umfangreiches Veranstaltungsprogramm zum 250. Geburtstag von E.T.A. Hoffmann vorbereitet. Die Veranstaltungen finden noch bis Anfang März statt und beleuchten das vielseitige Genie Hoffmanns – von seinen musikalischen und literarischen Talenten über seinen Einfluss auf die russische Kultur bis hin zur Rezeption und Interpretation seiner Poetik in der zeitgenössischen Kunst.
Seit einiger Zeit ist im Museum die Dauerausstellung „Hoffmanns Stadt. Geheimnisse zweier Welten“ zu besichtigen. Bis Anfang März präsentiert das Museum außerdem die Wechselausstellung „Hoffmann – Unser Zeitgenosse“ mit Buchillustrationen und Grafiken. Die Ausstellung vermittelt ein tieferes Verständnis der Märchen und Kurzgeschichten des berühmten Königsbergers. Im Mittelpunkt stehen dabei die Hoffmann-Zyklen von Sergej Alimow, dem bedeutenden Interpreten der grotesken Bilder Hoffmanns und Gogols, sowie die brillante Hoffmann-Interpretation in den Illustrationen der renommierten russischen Künstlerin Tatjana Mawrina.
In diesem Monat findet das Festival „Musikwelt des Kapellmeisters Hoffmann“ statt. Geplant sind Vorträge der Musikwissenschaftlerin Inna Dementjewa zu den Themen „Die musikalische Welt E.T.A. Hoffmanns“ und „Literarische Werke E.T.A. Hoffmanns im Werk von Komponisten des 19. bis 21. Jahrhunderts“. Ein weiteres Ereignis der großen Feierlichkeiten ist die Vortragsreihe „Hoffmanns wandernde Träume“. Lada Syrowatko, leitende Forscherin am Museum der Schönen Künste, wird Vorträge halten, in denen sie Hoffmanns künstlerisches Denken, seine Ideen und Bilder sowie deren Einfluss auf die russische Literatur beleuchtet.