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Die AfD gewinnt ohne Regierungschancen, die Union spielt immer mit
Sowohl Baden-Württemberg als auch Rheinland-Pfalz stehen im Frühjahr 2026 vor entscheidenden Landtagswahlen, die die politische Landschaft im Südwesten verändern könnten. Im „Ländle“ geht es los. Dort wird bereits Anfang März gewählt, zwei Wochen später werden in Rheinland-Pfalz die Wähler an die Urnen gerufen. Zugleich endet in Baden-Württemberg eine Ära: Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) tritt nach 15 Jahren an der Spitze des Landes ab. Seine Partei schickt den bundesweit bekannten Cem Özdemir ins Rennen, der die Nachfolge antreten soll. Doch dem fehlt der Amtsbonus des beliebten Kretschmann – und Umfragen sehen die Grünen derzeit auch hinter der mitregierenden CDU.
Erstmals seit 2011 könnte die Südwest-CDU wieder stärkste Kraft werden und das Regierungsruder zurückgewinnen. Ihr junger Spitzenkandidat Manuel Hagel gilt als talentiert, leistete sich aber einen Fehlstart mit einem missverständlichen Slogan, der seine Unerfahrenheit offenbarte. Dennoch wittert die Union nach langer Durststrecke endlich wieder Morgenluft.
Bemerkenswert ist, dass Grüne und CDU trotz des bevorstehenden Wahlkampfs bisher einen auffallend schonenden Umgang miteinander pflegen – die Fortsetzung ihrer Koalition gilt auch deshalb als wahrscheinlich, strittig ist lediglich, wer sie künftig anführen wird.
FDP kämpft ums Überleben
Die AfD rechnet sich allerdings in Baden-Württemberg ein Rekordergebnis aus. Bei der Bundestagswahl 2025 erzielte sie hier fast 20 Prozent, weit mehr als ihr Landtagsresultat von 9,7 Prozent im Jahr 2021. Landeschef Markus Frohnmaier gibt daher auch selbstbewusst das Ziel aus, „stärkste Kraft“ in Schwaben werden zu wollen. Zwar hat die Rechtspartei mangels Koalitionspartner gar keine Aussicht auf Regierungsbeteiligung, doch ein deutlich zweistelliges Resultat würde der AfD im Stuttgarter Landtag so viel Gewicht verleihen wie noch nie.
Für die anderen Parteien wird der Wahlgang im Ländle hingegen zur politischen Zitterpartie. Die SPD ist traditionell schwach und pendelt in Umfragen um zehn Prozent. Landeschef Andreas Stoch hofft noch auf späten Rückenwind, doch die Sozialdemokraten müssen eher um Platz vier kämpfen. Eine realistische Machtoption haben sie nicht.
Noch schlimmer sieht es für die FDP aus. Sie erlebt in Umfragen einen Absturz. Nach massiven Verlusten steht sie derzeit bei nur noch knapp fünf Prozent – ein politischer Endkampf ums nackte Überleben. FDP-Urgestein Hans-Ulrich Rülke gibt sich somit auch fatalistisch, wenn er vorwegresümiert: „Wenn wir es hier nicht schaffen, schaffen wir es nirgends mehr.“
Ganz anders die Stimmung bei der Linkspartei: Die hofft sogar, erstmals in den Stuttgarter Landtag einzuziehen, nachdem sie bisher stets an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte und mit derzeit sieben Prozent gute Aussichten hat.
In Rheinland-Pfalz bahnt sich derweil ein Machtwechsel an. Die SPD regiert in Mainz seit 1991 ununterbrochen, doch ihr derzeitiger Ministerpräsident Alexander Schweitzer muss einen dramatischen Absturz verkraften. Er und seine Partei kommen derzeit nicht an beim Wähler. Nach der Amtsübergabe von der langjährigen Landeschefin Malu Dreyer im Jahr 2024 fiel die SPD in Umfragen von über 35 auf rund 23 Prozent.
Gleichzeitig hat die oppositionelle CDU klar zugelegt und liegt mit knapp 30 Prozent vorn. CDU-Spitzenkandidat Gordon Schnieder – Bruder des aktuellen Bundesverkehrsministers – wittert die Chance, erstmals seit über drei Jahrzehnten die Staatskanzlei für seine Partei zurückzuerobern. Zwar lag die SPD auch vor früheren Landtagswahlen schon im Umfragetief und holte am Ende mit Dreyer doch noch den Sieg, aber ob Nachfolger Schweitzer eine ähnliche Aufholjagd gelingt, ist offen.
AfD mit viel Selbstbewusstsein
Die Fortsetzung der Ampelkoalition aus SPD, Grünen und FDP gilt in Rheinland-Pfalz allerdings als unwahrscheinlich. Neben der schwächelnden SPD trägt vor allem die FDP zur Unsicherheit bei: Die Liberalen drohen mit aktuell unter fünf Prozent den Wiedereinzug zu verpassen. Schon 2011 waren sie in Rheinland-Pfalz einmal aus dem Landtag geflogen. Auch die Grünen liegen mit rund acht bis zehn Prozent zwar stabil im Parlament, könnten aber allein mit der SPD keine Mehrheit mehr bilden. Rechnerisch bleibt damit fast nur eine Große Koalition übrig. Beide einstigen Volksparteien stellen sich bereits darauf ein, notfalls miteinander zu regieren – offen ist, wer am Ende den Ministerpräsidenten stellen wird.
Im Aufwind befindet sich auch in Rheinland-Pfalz die AfD. In ihrer Pfälzer Hochburg holte sie zuletzt bei Bundes- und Kommunalwahlen überdurchschnittliche Resultate. Für Aufsehen sorgte der Ausschluss ihres Oberbürgermeisterkandidaten Joachim Paul in der Hochburg Ludwigshafen. Umfragen sehen die AfD bei rund 18 bis 20 Prozent, damit nur knapp hinter der SPD. Landeschef Jan Bollinger möchte seine Truppe zur zweitstärksten Kraft machen. Die Partei dürfte ihre Mandatszahl im Mainzer Landtag mindestens verdoppeln. Ebenso könnte die Zahl der Fraktionen wachsen: Die Freien Wähler hoffen auf den Verbleib im Parlament, und auch die Linke lag zuletzt stabil oberhalb der Fünf-Prozent-Marke. Erstmals könnte damit auch in Mainz eine Linksfraktion einziehen. Mehr Parteien im Parlament erschweren allerdings die Regierungsbildung. Also bliebe Schwarz-Rot als einzige Option – mal wieder.
Werner Philipzik am 04.01.26, 17:32 Uhr
Es ist erschreckend und letztlich kaum nachvollziehbar, daß die sogenannten Alt- bzw. Kartellparteien laut Umfragen weiterhin eine derart hohe Zustimmung erhalten. Hätten die Wähler mehr politischen Sachverstand – mehr als etwa der sprichwörtliche Abstand zwischen Wand und Tapete –, müssten sämtliche dieser Parteien ernsthaft um ihre politische Existenz fürchten. Sie tragen gemeinsam die Verantwortung für den desolaten Zustand unseres Landes in zahlreichen zentralen Politikfeldern. Die entsprechenden politischen „Menemerkels“ an der Wand werden mit jedem Tag deutlicher.
Die einzige Partei, die hierfür keine Verantwortung trägt, ist die AfD, da sie bislang weder auf Bundes- noch auf Landesebene in Regierungsverantwortung stand oder steht – Stichwort „Brandmauer“. Doch nicht allein das Versagen der Altparteien spricht für ihre Wahl. Weitaus entscheidender ist ihr energiepolitisches Alleinstellungsmerkmal: die klare, eindeutige und kompromisslose Ablehnung der sogenannten Energiewende. Diese ist der Hauptgrund für den in nahezu jeder Hinsicht katastrophalen Zustand, in dem sich Deutschland derzeit befindet.
Diese Ablehnung der von allen Altparteien nahezu gleichförmig betriebenen Energiewendepolitik ist zwar nicht alles – aber ohne sie ist alles nichts. Wird die als Klimaschutz etikettierte, in Wahrheit jedoch naturwissenschaftlich irrige und größenwahnsinnige „große Transformation“ fortgesetzt, ist ein volkswirtschaftlicher Absturz unausweichlich. Die AfD nicht zu wählen bedeutet daher letztlich, den Ast abzusägen, auf dem man sitzt.
Eine echte 180-Grad-Wende, also keine „Bärboksche“ Pseudowende – ist zwingend erforderlich, um das drohende Unheil möglicherweise noch abzuwenden. Das ist nur mit und durch die AfD realistisch. Im Übrigen stellt die sogenannte Energiewende das genaue Gegenteil eines effektiven und sinnvollen Klima- und Naturschutzes dar. Bereits der allgegenwärtig verwendete Begriff „Klimaschutz“ ist in seiner gängigen politischen Bedeutung naturwissenschaftlich kaum zu überbieten an Absurdität.
Die deutsche Energiewendepolitik lässt sich treffend in sechs Worten zusammenfassen:
„Kosten gegen unendlich, Wirkung gegen null.“
(Dieses Zitat stammt nicht von mir, sondern von EIKE.)
Selbst wenn die AfD tatsächlich „rechtsextrem“ wäre – ein Begriff, dessen inhaltliche Definition meist vage bleibt –, und ihr dies nicht lediglich verleumderisch, inszeniert und ohne belastbare Argumente in Form eines politischen Schmierentheaters unterstellt würde, wäre sie dennoch die einzig wählbare Partei. Denn sie ist die einzige politische Kraft, die sich konsequent dem nationalen Niedergang entgegenstellt.
Leider erkennen dies bislang zu wenige Wählerinnen, wobei festzustellen ist, dass Mitteldeutsche deutlich weniger anfällig für politische Indoktrination sind als Westdeutsche. Sollte sich die objektive Wahrheit weiter durchsetzen, dürften die Altparteien erhebliche Schwierigkeiten bekommen, überhaupt noch die Fünf-Prozent-Hürde zu überwinden. Genau darin liegt auch der Grund für das anhaltende mediale und politische Trommelfeuer gegen die AfD: Die Sorge wächst, dass die Wahrheit immer offensichtlicher wird und den etablierten Parteien sprichwörtlich „die Felle davonschwimmen“.
Nachtigall, ich hör’ dir trapsen.
Die Lage ist inzwischen derart ernst, dass selbst Kants kategorischer Imperativ praktische Relevanz gewinnt. In diesem Kontext bedeutet er, die AfD zu wählen oder zumindest zu unterstützen, um sowohl vor dem eigenen Gewissen als auch gegenüber der Gemeinschaft verantwortbar zu handeln. In diesem Zusammenhang sei auch auf den Rat verwiesen, den der US-Unternehmer Elon Musk den Deutschen gab:
„Only the AfD can save Germany.“
Abschließend sei angemerkt, dass die AfD auch im Bereich der gescheiterten (Re-)Migrationspolitik über ein – wenn auch weniger ausgeprägtes – Alleinstellungsmerkmal verfügt. Dennoch stellt auch dieses ein wesentliches Kriterium dar, weshalb sie die einzige Partei ist, die gewählt werden kann und muss.
sitra achra am 02.01.26, 17:53 Uhr
Ich bin für die Wiedereinführung der Monarchie mit einem verantwortungsbewußten und pflichtgetreuen Beamtenapparat. Dann können wir uns dieses gähnend schreckliche Narrenspiel namens Dämlokratie ersparen. Mein Souverän heißt Georg Friedrich von Hohenzollern!
Vivat!
Marcus Junge am 02.01.26, 17:28 Uhr
Die "FastDreiProzent"-Partei hätte schon nach der Regierung Merkel II, 2013, auf dem Abfallhaufen der BRD-Geschichte landen müssen (auch wenn das schon Jahrzehnte zu spät gewesen wäre). Leider waren die hirntoten Wähler bis 2017 wieder im Koma versunken und fielen auf den offensichtlichen Betrug rein, was die FDP rettete und 2021 zur "Ampel" führte. Mal sehen ob in einigen Jahren wieder das Koma um sich gegriffen hat, aber vielleicht hat sich die BRD bis dahin ja auch endlich erledigt.