21.09.2020

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Kirche

Göttlicher Wasserhahn

Schluss mit der Angst vor der Seuche beim Bekreuzigen. In katholischen Kirchen gibt es jetzt Weihwasserspender

Markus Bauer
26.06.2020

Das Bekreuzigen mit Weihwasser beim Betreten des Gotteshauses – ob zur Feier der Eucharistie oder zum persönlichen Gebet – ist bei gläubigen Katholiken unverzichtbarer Ritus. Doch die Weihwasserkessel sind seit Beginn der Corona-Krise aus Hygienegründen geleert. Wie kann dieses Defizit behoben werden? Die Firma foottec in Hemau (Oberpfalz) sorgt mit ihrem Weihwasserspender für berührungsfreies und somit hygienisch bereitgestelltes Weihwasser.

Mit dem im März verhängten Lockdown war auch das kirchliche Leben, und hier besonders die Liturgie, großen Einschränkungen unterworfen. Gottesdienste fanden unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt – und das in der für Christen wichtigsten Kirchenjahreszeit, den Kartagen und Ostern.

Seit Anfang Mai sind öffentliche Gottesdienste wieder erlaubt, aber unter Beschränkungen: Desinfektion beim Betreten der Kirche, Mindestabstand und damit starke Begrenzung der Besucherzahlen, Tragen von Mund-Nasen-Schutz, kein oder nur wenig Gesang (geschweige denn Chorgesang), weniger Ministranten, andere Form der Kollekte, Mund-Nasen-Schutz der Kommunionausteiler und Abstand der Empfänger. Und eben kein Weihwasser, was in der Pfarrei St. Johannes Hemau auch Johanna Sturm betrübte.

Doch ihr Ehemann Tobias, dessen junges Unternehmen foottec patentierte Soßen- und Hygienespender vertreibt, hatte die Lösung. Mit seinem Geschäftspartner Ludwig Eichenseher entwickelte er – analog zur Technik der bisherigen Geräte – einen Weihwasserspender.

In dem aus Edelstahl gefertigten Spender befindet sich ein Fünf-Liter-Behälter mit Weihwasser. Per Fußpedal wird über eine Pumpe ein Tropfen Weihwasser aus dem Auslaufhahn abgegeben. Das Weihwasser befindet sich im Rückteil des Spenders in einem lebensmittelechten Kunststoffbehälter, der es vor Lichteinfall schützt. Somit bleibt das Weihwasser hygienisch einwandfrei und veralgt nicht.

„Völlig berührungsfrei und damit absolut hygienisch, da die Gläubigen im Gegensatz zum üblichen Weihwasserbecken mit dem vorgehaltenen Wasser an sich nicht in Kontakt kommen. Durch das rein mechanische System und die hochwertige Verarbeitung entsteht keinerlei Wartungsaufwand", betont Sturm.

Aus Hygienegründen ist aber wichtig, den oder die Weihwassertropfen in die eine hohle Hand zu pumpen und dann mit der anderen Hand das Wasser abzustreifen und sich zu bekreuzigen.

Mittlerweile sind gut 30 Kirchen mit dem Weihwasserspender ausgestattet, teilweise wurden sie von Pfarreimitgliedern gestiftet. Apropos Spenden: Auch ein Opferstock kann in den Weihwasserspender integriert werden.



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Kommentare

Lutz Gerke am 30.06.20, 17:59 Uhr

Unsere Lieben werden mit Corona älter als ohne. Also wollen wir jetzt mal nicht traurig sein.

Müßte der Mittelwert in der Dunkelkammer im Kopf mit einer Integralrechnung gelöst werden, das wäre vielleicht einfacher?

Das mittlere Sterbealter der Covid-19 Infizierten liegt überall auf der Welt über der mittleren Lebenserwartung!

Beispiele: Die mittlere Lebenserwartung in Deutschland liegt bei 81 Jahren (Frauen werden 83, Männer 78). Das mittlere Sterbealter mit Covid-19 wird in den Listen des RKI mit 82 Jahren angegeben.
Und das, obwohl ständig angegeben wird, mehr Männer stürben an Corona als Frauen. Das sollte die mittlere Sterbeerwartung zusätzlich absenken?

In den USA liegt die Lebenserwartung bei 77,9 Jahren und die mittlere Sterbeerwartung der Covid-19-Erkrankten bei 80 Jahren.

In Schweden liegt die Sterbeerwartung sogar bei 86 Jahren und die Lebenserwartung bei 82 Jahren! 4 Jahre länger leben mit Corona!
Da wirft die Presse den Schweden einen laxen Umgang mit Corona vor und niemand merkt, wie paradox das ist.

Bis 80 starben etwas über 3000 Menschen an Corona. Von 80 bis 90 starben 3800 Menschen, und von 80 bis 100+ über 5000!
Was sagt die Wahrscheinlichkeit?

Die Zahlen findet man beim RKI. Die sehen aus wie eine ganz normale Sterbekurve. Bei anderen Instituten werden die Kurven aufgehübscht mit bunten Überlebensbalken zur Unübersichtlichkeit.
Weitere Zahlen findet man beim Herrn Wodarg.de. Die sind zuverlässig.
Meine Spekulation ist, daß die Tests getürkt sind.

Von Bosch? Die Firma hatte gerade die Motorabschaltung entwickelt und einen Milliardenschaden angerichtet?
Von Rosch? Das ist eine Mafia?

Arte-Doku "Profiteure der Angst" von 2009 - keiner will sie sehen, weil sonst die Maske abfällt.

Jedes Jahr sterben 40.000 Menschen an Krankenhauskeimen. Das beklagen die Experten der Krankenhaushygiene des DGKH seit vielen Jahren. - Schwamm drüber, über die Schulter spucken und drei mal Bekreuzigen.

Wir werden mit dem erschreckt, wonach alle streben (außer mir), ein längeres Leben. Das kann einem wirklich Angst machen.

Natürlich dürfen Sie zensieren. Sie sind ein freies Medium. Aber Sie dürfen auch drüber nachdenken.

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