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In Memoriam

Herber Verlust für die Deutsche Minderheit

Peter Jeske verstorben – Der Vorsitzende der „Pomerania“ bewegte viel in seiner Heimat Hinterpommern

Wochenblatt PL
15.11.2023

Am 2. November ist Peter Jeske, der langjährige Vorsitzende der Sozial-Kulturellen Gesellschaft der Deutschen Minderheit „Pomerania“ in Köslin [Koszalin], im Alter von 78 Jahren gestorben. Seine alten Weggefährten erinnern sich an einen ruhigen und besonnenen Menschen mit dem Herz am rechten Fleck. Für die Anliegen seiner Pommern war ihm kein Weg zu weit und keine Herausforderung zu groß. Wir erinnern an einen Großen aus den Reihen der deutschen Minderheit in Polen.

Jeske war nicht „nur“ der Gründer und Chef der „Pomerania“ in Köslin, sondern seit 2018 auch Vorstandsmitglied des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG). Dessen Vorsitzender Rafał Bartek ist über die Todesnachricht, die am Allerseelentag den Weg in den VdG-Sitz in Oppeln fand, bestürzt.

„Der Tod von Peter Jeske ist ein herber Verlust für uns. Er gehörte zu den Urgesteinen der deutschen Minderheit. Als Delegierter des VdG und später auch als Vorstandsmitglied war er immer mit dem Herzen dabei und hat sich stets sehr engagiert in die Arbeit des Verbandes eingebracht“, so Bartek, der im Namen des VdG-Vorstands und auch der Mitarbeiter der VdG-Geschäftsstelle der Familie von Peter Jeske sein tiefes Beileid und Mitgefühl ausspricht, dem sich alle Pommern anschließen.

„Er hinterlässt große Fußstapfen für den kommenden Nachfolger“, sagt in diesem Sinne auch sein VdG-Vorstandskollege Heinrich Hoch, der Vorsitzende des Verbandes der deutschen Gesellschaften in Ermland und Masuren (VdGEM). Er zeigt sich sehr dankbar für die jahrelange gute Zusammenarbeit zwischen den Organisationen der deutschen Minderheit in Pommern und Ermland-Masuren sowie im Vorstand des VdG.

Jeske machte aus seiner deutschen Identität auch in schwierigen Zeiten nie einen Hehl. „Ich bin ein Deutscher, und werde ein Deutscher bleiben. Wenn ich mich nicht zu meiner Nationalität bekenne, würde das bedeuten, dass ich meine Eltern beleidige“.

Alle Pommern, wo immer sie sind, werden diesen engagierten Landsmann nicht vergessen und ihm ein bleibendes Andenken bewahren.


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