03.12.2021

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen erwiesen sich für Minderjährige als besonders schwerwiegend: Jugendeinsamkeit
Foto: shutterstockDie Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen erwiesen sich für Minderjährige als besonders schwerwiegend: Jugendeinsamkeit

Long COVID

Kein triftiges Argument fürs Impfen

Positiv und negativ auf Corona Getestete unterscheiden sich kaum hinsichtlich „Long-COVID-Symptomen“

Wolfgang Kaufmann
04.11.2021

Der Impfausschuss der US-Arzneimittelbehörde FDA hat die Empfehlung ausgesprochen, eine Notfallzulassung für den Einsatz des Corona-Impfstoffes von BioNTech/Pfizer bei Kindern im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu erteilen. Währenddessen führt der Vakzin-Hersteller in den USA, Finnland, Polen und Spanien klinische Tests an noch kleineren Kindern ab sechs Monaten durch.

Begründet wird das alles mit der Gefahr von „Long COVID“, also den Spätfolgen einer Corona-Infektion, unter Minderjährigen. In dasselbe Horn bläst der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach, wenn er mit Blick auf den bevorstehenden Winter warnt: „Wir werden große Probleme mit Long COVID bei Kindern bekommen.“ Zuvor war auch schon davor gewarnt worden, dass Millionen von Erwachsenen an „Long COVID“ erkranken könnten mit der Folge einer ebenso großen Belastung des Gesundheitssystems wie durch die akuten Infektionen mit dem Virus SARS-CoV-2.

Kein einziger objektiver Biomarker

Dabei herrscht bisher nicht einmal Einigkeit darüber, was „Long COVID“ eigentlich ist. Manche Mediziner assoziieren damit inzwischen rund 200 Symptome, die längere Zeit nach einer COVID-19-Erkrankung fortbestehen oder neu auftreten. Besonders häufig genannt werden in diesem Zusammenhang Müdigkeit, Kurzatmigkeit, Muskelschmerzen, Verlust des Geruchs- oder Geschmackssinns, Konzentrationsschwierigkeiten beziehungsweise Gedächtnisprobleme, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Brust-, Hals- und Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall, Appetitlosigkeit, Husten sowie depressive Verstimmungen und Fieber. Zur Bestätigung der Diagnose „Long COVID“ besteht kein einziger objektiver Biomarker, sprich kein biologisches Merkmal, das im Blut oder in Gewebeproben gemessen und bewertet werden kann.

ONS-Studie vom 4. Juni

Dies zeigte auch eine Studie des britischen Office for National Statistics (ONS, Amt für nationale Statistik) vom 4. Juni dieses Jahres mit dem Titel „Prävalenz anhaltender Symptome nach einer Infektion mit dem Corona-Virus“, die großes Aufsehen erregte, weil daraus anscheinend hervorging, dass es inzwischen etwa eine Million Kinder und Erwachsene im Vereinigten Königreich gebe, die an „Long COVID“ litten.

Methodische Schwächen

Bei der Diagnose haben sich die Forscher allerdings ausschließlich auf die Auskünfte der Befragten gestützt. Zudem stellen die genannten Symptome durchweg Allerweltsbeschwerden mit vielerlei möglichen Ursachen dar. Des Weiteren wurde kein Unterschied zwischen Personen mit einem positiven SARS-CoV-2-Test und einer tatsächlich diagnostizierten COVID-19-Erkrankung gemacht. Mit anderen Worten: Jemand, der seine (mutmaßliche!) Infektion überhaupt nicht bemerkt hatte, aber nun beispielsweise behauptete, er verspüre Kopfschmerzen und komme schlechter aus dem Bett als früher, wurde als „Long COVID“-Fall gezählt. Dabei erfordert „Long COVID“ ein vorhergehendes COVID. Zu der Horror-Zahl von einer Million kam es schließlich dadurch, dass der ONS von den 26.547 Befragten auf die gesamte britische Bevölkerung hochrechnete.

ONS-Studie vom 16. September

Die methodischen Schwächen der Studie vom Juni gestand die Statistikbehörde inzwischen implizit in Form einer weiteren Veröffentlichung mit dem Titel „Aktualisierte Schätzungen der Prävalenz postakuter Symptome bei Menschen mit Coronavirus (COVID-19) in Großbritannien: 26. April 2020 bis 1. August 2021“ ein, die am 16. September erschien. Darin wurden nun 26.147 Personen mit positivem Corona-Test der gleichen Anzahl negativ getesteter Teilnehmer gegenübergestellt. Die zusammen gut 50.000 Probanden wurden gefragt, ob sie mindestens ein „Long-COVID-Symptom“ an sich selbst festgestellt hätten. Darüber hinaus wurden die Testpositiven zweimal im Abstand von acht und 16 Wochen nach der mutmaßlichen Infektion befragt. Damit gab es zwar immer noch keine Unterscheidung zwischen positiv Getesteten und wirklich Erkrankten, dennoch aber war das Ergebnis aufschlussreich.

Zum Ersten verschwanden die Beschwerden in 95 Prozent aller Fälle nach spätestens 16 Wochen. Zum Zweiten zeigten nur rund drei Prozent aller Kinder mindestens ein „Symptom“ von „Long COVID“. Und zum Dritten unterschieden sich die Werte der testnegativen Kontrollgruppe am Ende sehr wenig von denen der Gruppe der Positiven, was besonders dann der Fall war, wenn es sich bei den Nichtinfizierten um Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen handelte. Hieraus ergibt sich zweifelsfrei, dass „Long COVID“ kaum als Argument für den Nutzen von Impfungen taugt – weder bei Erwachsenen noch bei Kindern.



Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ gern mit einer

Anerkennungszahlung


Kommentare

Mats Osrig am 08.11.21, 20:20 Uhr

Die Verhinderung oder auch Nicht-Verhinderung eines sogenannten "Long-Covid-Syndroms" nach einer Infektion mit dem Covid-19-Virus mag tatsächlich kein Argument für eine Impfung sein - dafür gibt es aber ohne jeden Zweifel genügend andere Argumente für eine Impfung!!

Eine deutlich geringere Wahrscheinlichkeit, sich überhaupt zu infizieren, ist für mich das wichtigste Argument, denn "Wer sich gegen die Impfung entscheidet, entscheidet sich für die Infektion!"
Oh, natürlich kann man hoffen, von schlimmeren Folgen verschont zu bleiben, wenn es einen erwischt, aber das erscheint mir wie eine Lotterie - und ich spiele nicht mit Leben und Gesundheit von meinen Lieben und mir!

Darüber hinaus ist es mittlerweile auch nachgewiesen, dass im Falle einer Infektion ein geimpfter Mensch mit geringerer Wahrscheinlichkeit andere ansteckt, oder schwere Erkrankungsfolgen davon trägt - auf den Intensivstationen liegen weiterhin bei weitem mehr Ungeimpfte als Geimpfte!

Die Zahlen, die zum Thema Impfen und Schädigungen genannt werden, gehören immer auch in Relation zu einander gesetzt!
Ja, 50.000 Tote im Zusammenhang mit der Impfung können stimmen - ABER: Bei über 7 Milliarden verabreichter Impfdosen weltweit ist das ein sehr geringer Prozentsatz! 1 Impftoter auf 140.000 geimpfte Menschen! Im Gegensatz dazu sind von 250 Millionen Corona-Infizierter 5 Millionen Erkrankte daran verstorben! Das ist 1 Toter von 50 Erkrankten!!
Für die Bundesrepublik sind die Zahlen vergleichbar!
Von etwa 4,8 Millionen Erkrankten sind bei uns über 96.000 Menschen gestorben! Das ist ebenfalls 1 zu 50!
Angesichts dieser Zahlen kann es doch nicht ernsthaft Zweifel an der Sinnhaftigkeit einer Impfung gegen das Corona-Virus geben!!
Zumal auch die Wahrscheinlichkeit schwerer Begleiterkrankungen der Infektionen die Wahrscheinlichkeit schwerer Impfreaktionen ebenfalls bei weitem übersteigt und es NICHT zu befürchten ist, dass man als Geimpfter noch nach Jahren irgendwelche Nachwirkungen haben könnte!

Siegfried Hermann am 05.11.21, 09:37 Uhr

1. gibts nur ein fake-Virus, das bis heute trotz 2 1/2 Mio. US-Dollar Preisgeld NICHT nachgewiesen ist.

2. Mittlerweile global 50.000 Impftote Und das ist nur die Spitze vom Eisberg!! Und weit mehr als an Grippe Verstorbener.
link:
Interview: Bestattungsunternehmer bestätigt Betrug bei Corona-Toten [kla.tv]

Kommentar hinzufügen

Captcha Image

*Pflichtfelder

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag. Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!