22.06.2024

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Königsberger Gebiet belegt den fünften Platz

Touristenansturm nicht nur aus der Russischen Föderation, sondern auch aus EU-Ländern und Asien

Jurij Tschernyschew
12.01.2024

Das Königsberger Gebiet bricht Rekorde, was die Attraktivität bei Touristen angeht. Wie bereits berichtet (PAZ vom 22. Dezember 2023), kamen zu den Neujahrsfeiertagen mehr Besucher als je zuvor. Interessant ist, dass sich unter ihnen nicht nur Russen aus anderen Regionen, sondern auch viele Reisende aus dem Ausland befanden. Das nördliche Ostpreußen belegt auf einer Liste der bei ausländischen Touristen beliebtesten russischen Regionen für die Wintersaison 2023/2024 den fünften Platz nach Moskau, St. Petersburg, Murmansk und Kasan.

Die Bewertung wurde vom Dienstleiter Ostrovok.ru erstellt, der nach dem Rückzug von Booking.com vom russischen Markt eine der größten Online-Buchungsplattformen ist. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Besucher beträgt trotz der stark gestiegenen Preise fünf Nächte.

Interessant zu sehen ist, aus welchen Ländern die Touristen kommen, die Ostpreußen einen Besuch abstatten. 38 Prozent aller Buchungen entfielen auf Urlauber aus dem Nahen Osten, doch auch bei West-Europäern ist die Region beliebt. So wurde etwa ein Viertel der Hotelzimmer von Touristen aus dem Westen gebucht, darunter befanden sich viele Deutsche, Italiener, Niederländer, Franzosen sowie auch Esten.

Doch auch auf Asiaten übt die Ostseeregion eine große Anziehungskraft aus. Etwa 20 Prozent aller Buchungen entfielen auf Einwohner aus Asien, die meisten kamen aus Indien, Indonesien, China, Thailand und Japan. Aus den GUS-Staaten fanden am häufigsten Touristen aus Weißrussland, Kasachstan und Usbekistan den Weg ins Königsberger Gebiet. Ihre Buchungen von Hotelzimmern machten etwa zehn Prozent aus.

Viele Familien mit Kindern – meist Russlanddeutsche – kommen aus der Bundesrepublik, um die Weihnachts- und Neujahrsfeiertage mit Verwandten zu verbringen. Seit die Flugverbindung unterbrochen ist, nutzen sie ihren Pkw oder einen Bus, wodurch die innerostpreußischen Grenzübergänge im Dezember häufig überlastet sind. Diese Situation zieht sich für gewöhnlich noch bis in die ersten Januartage hinein.


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