26.10.2020

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Kneiphof: Illuminierter Dom während des Festivals
Foto: J.T.Kneiphof: Illuminierter Dom während des Festivals

Königsberg

Öffentliches Leben findet wieder statt

Nach langer Auszeit: Festival „Amber Weekend“ auf dem Kneiphof und Theatereröffnung

Jurij Tschernyschew
08.10.2020

Nach einer langen Pause finden im Königsberger Gebiet wieder öffentliche Veranstaltungen statt. Vor Kurzem wurde der Kneiphof nach einer umfassenden Neugestaltung wieder für Besucher freigegeben. Dort fand als erste Veranstaltung das „Amber Weekend" (Bernsteinwochenende) statt. Es ist das größte Fest, mit dem für eines der wichtigsten Symbole der Region – den Sonnenstein – geworben wird.

Drei Tage lang traten bekannte Königsberger Künstler auf dem heute Kant-Insel genannten Kneiphof auf. Theaterschauspieler und Musikgruppen führten dabei ihr neues Programm vor. Die Veranstaltung umfasste auch pädagogische Aktivitäten für Kinder, Sportwettbewerbe und einen „Street Food" (Straßenessen)-Markt.

Die Hauptattraktion des Feiertags war die Ausstellung und der Verkauf von Bernsteinschmuck sowie Modeschmuck, wobei die Schmuckkünstler ihre Kollektionen präsentierten. Die Ausstellung hat große Aufmerksamkeit beim Publikum erregt, und in diesem Jahr waren es mehr Besucher denn je. Die Schließung der Grenzen führte zu einem starken Anstieg der Zahl russischer Touristen in Nordostpreußen. Deshalb wird der auf dem Festival gekaufte Bernsteinschmuck in weit von Königsberg entfernten Regionen seine Besitzer lange Zeit an die Schönheit des Bernsteingebiets erinnern.

Während des Festivals konnte man ungewöhnliche Einzelanfertigungen bewundern, die speziell für das Fest hergestellt worden waren: Skulpturen von Tieren, die mit Bernstein geschmückt waren, ein riesiger Spiegelstein mit Bernsteinbeleuchtung und die Silhouette des Doms wurden zu einem Ort für eine Lichtinstallation.

Nach der Kneiphof-Insel öffnete auch das regionale Dramentheater nach sechsmonatiger Pause wieder seine Türen für Besucher. Die Theatersaison wurde feierlich eröffnet. Nicht nur die Zuschauer, sondern auch die Schauspieler hatten sie sehnsüchtig erwartet. Letztere saßen monatelang ohne Beschäftigung zuhause. Die Vorführung fand jedoch unter Einschränkungen statt. Um die Abstandsregeln einzuhalten, durfte der Zuschauerraum nur zu 50 Prozent besetzt werden. Eine Temperaturmessung und das Tragen von Schutzmasken war für die Zuschauer obligatorisch. Masken konnten an der Theaterkasse erworben werden. Die Besucher hoffen, dass so die Theater- und Konzertstätten auch in Zukunft geöffnet bleiben können.



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