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Was man im Ausland nicht so normal findet wie wir, und wenn die Wahrheit als Tigerlilly hereinplatzt
Das ist schon ein bisschen peinlich, das mit dem US-Amerikaner und dem Vorfall in der Dresdener Straßenbahn. Sie haben es mitbekommen: Der 21-Jährige wollte Frauen vor zwei zudringlichen Orientalen schützen, woraufhin ihn einer der beiden mit einem Messer im Gesicht schwer verletzte und der andere laut Bericht mit den Fäusten angriff. Der Faustschläger, ebenfalls 21 Jahre und bereits polizeibekannt, wurde nach kurzer Zeit wieder auf freien Fuß gesetzt.
Was soll die Aufregung: Wir kennen solche Geschichten zur Genüge, haben uns längst dran gewöhnt, oder? Ja, sicher, aber jetzt verbreitet der angegriffene Amerikaner den Vorfall übers Netz, womit er seinen Weg in die weite Welt und insbesondere in die USA findet. Dort halten es die Menschen für nicht ganz so normal, dass Leute aus fremden Ländern kommen, gegen Gesetze verstoßen, andere Menschen gewaltsam attackieren und dann einfach wieder aus der Polizeiwache spazieren. Aus diesem für ihn ziemlich seltsamen Befund zieht der junge US-Amerikaner öffentlich den Schluss, dass Deutschland ein „Einwanderungsproblem“ habe.
Ein – was? Da muss Angela Merkel aber energisch widersprechen, und tat das auch in einer am vergangenen Montag, also kurz nach der Dresdner Bluttat, ausgestrahlten ARD-Dokumentation unter dem Titel „Merkels Erbe – Zehn Jahre ,Wir schaffen das!'“
Sie habe „keinen Zweifel“, dass sie wieder so handeln würde wie 2015, als sie die Grenzen öffnete, sagt Merkel. Folgerichtig kämpft sie seitdem verbissen dafür, dass niemand die Schleusen wieder schließt. Indes, zu „Wir schaffen das!“ schränkt sie in der ARD dann doch ein, vieles müsse von den Deutschen „noch weiter getan werden“. Sie hat uns demnach noch lange nicht aus der Pflicht entlassen, mit ihrer Politik zurechtzukommen. Und wäre Merkel noch Kanzlerin, wäre von Grenzkontrollen nach wie vor keine Spur.
Sie erinnern sich: Merkels Anhänger nannten sie liebevoll „Mutti“. Viele von uns dagegen stellten sich erstmals im Leben die Frage, ob man nicht sogar als Vollwaise besser dran wäre als mit so einer ... Die Antwort auf die Frage finden Sie auf der Straße, in den Statistiken und in dem, was Soziologen und Kriminologen das „persönliche Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum“ nennen.
Nun ist es ja nicht so, dass die Politik sich nicht ums Sicherheitsgefühl kümmern würde. Dieses Gefühl des Geschütztseins ist ihr schon einiges wert. Allerdings meint sie damit weniger den Schutz für die Bürger als den Schutz vor den Bürgern. Wie der auch PAZ-Lesern gut bekannte Josef Kraus für „Tichys Einblick“ zusammenrechnet hat, wächst der Etat des Bundesamtes für Verfassungsschutz von 2024 bis 2026 um sage und schreibe 46 Prozent: „Auf Stellen umgerechnet wird es rund 1600 zusätzliche Mitarbeiter beschäftigen“, so Kraus. Über die Dinge, mit denen sich Verfassungsschützer mittlerweile die Dienstzeit vertreiben, hatten wir uns hier an dieser Stelle ja erst vor Kurzem gebeugt.
Grund zum Misstrauen gegen das Volk gibt es ja allemal, gucken wir uns nur die Umfragen an. Immer wieder kommen Neunmalkluge mit der Forderung, die Politiker müssten sich mehr der Sorgen der Menschen annehmen, dann gewönnen sie deren Stimmen von den „Populisten“ zurück. Als hätten fortschrittliche Politiker nichts Wichtigeres zu tun, als sich dem „Volk“ zu widmen. Lin Lindner plagen weit gewichtigere Kümmernisse als die „Sorgen der Bürger“. Die non-binäre Transperson rückt für den gesundheitsbedingt ausscheidenden Linkspartei-Politiker Gerhard Trabert in den Bundestag ein.
Das Ende in der Therapiegruppe
Im Netz schildert uns Lindner, was sie bewegt und ihre gesamte Aufmerksamkeit fesselt: „Während wir den ganzen verdammten Tag damit beschäftigt sind, wir selbst zu sein, tun CDU/CSU so, als wäre das größte Problem dieses Landes, dass trans*Menschen ein wenig mehr Selbstbestimmung haben dürfen.“ Den ganzen Tag damit beschäftigt, sie selbst zu sein, so, so.
Was heißt so, so? Warum so zickig? Nun ja, wir erinnern uns an Zeiten, da sahen es die Vertreter der Linken als ihre vornehmste Mission an, sich als selbstlose Kämpfer für die breiten „Volksmassen“ aufzureiben. Und heute? Statt sich um die Massen zu sorgen, ist die linke Bewegung in ihrer letzten Schwundstufe offenbar zur Therapiegruppe herabgesunken, die nur noch um ihre eigenen Befindlichkeiten kreist und „den ganzen verdammten Tag“ für nichts anderes mehr Zeit hat.
Dabei muss die Daseinsform als Transperson nicht automatisch bedeuten, sich nicht auch mit den anderen zu beschäftigen. Marla Svenja Liebich kümmert sich ausgiebig um die breite Öffentlichkeit, und das mit diebischer Freude. Anfang des Jahres hat sie ihren Geschlechtseintrag ändern lassen. Was sie vorher war, sollen wir eigentlich nicht sagen, weil das unter das „Offenbarungsverbot“ des „Selbstbestimmungsgesetzes“ fällt, das uns zur Ampel-Zeit von FDP-Justizminister Marco Buschmann geschenkt wurde. Nicht sagen zu sollen, was man weiß, ist eigentlich eine Antiquität aus totalitären Zeiten. Aber wie das so ist: Manchmal kommen alte Sachen wieder ganz groß in Mode.
Dass Liebich als Hardcore-Nazi für Furore sorgte und wegen Körperverletzung, Volksverhetzung, Beleidigung und Verbreitung verfassungsfeindlicher Propaganda vor Gericht stand, daran dürfen wir uns, hoffe ich zumindest, auch öffentlich noch erinnern. Nun geht Liebich als Frau ins Frauengefängnis von Chemnitz – und die linke Translobby steht Kopf über diesen „Missbrauch“. Derweil Liebich die Aufgeregten mit Schlapphut, Sonnenbrille, betont männlichem Bart über dem Lippenstiftmund und im Tigerlilly-Look veräppelt. Auf X feiert sich der Provokateur dafür, er habe es geschafft, „ein ganzes System zu f...“ Und keiner kann was machen. Die Schöpfer des „Selbstbestimmungsgesetzes“ wollten es so, genau so.
Vielleicht konnte es gar nicht anders kommen: Wenn die bürgerliche Mitte mit ihrem gesunden Menschenverstand, für den sie sich selbst so schätzt, den Mut nicht aufbringt, um den Quatsch zu stoppen, dann zerschellt der Unsinn eben an seinen eigenen Widersprüchen, seinen haarsträubenden Absurditäten. Es hat seinen Grund, warum Satiriker immer tiefer in die Verzweiflung gleiten: Die Wirklichkeit selbst hat derart bizarre Züge angenommen, dass sie alle Pointen mitliefert – die jüngste Pointe trägt das Gesicht eines notorischen Rechtsextremisten.
Und die nächste liegt schon auf der Lauer: In Berlin wird getuschelt, dass Ursula von der Leyen als erste Frau 2027 Bundespräsident werden könnte – von der Leyen, die als Verteidigungsministerin unterirdisch war und dann am christdemokratischen Spitzenkandidaten Manfred Weber vorbei zur EU-Kommissionspräsidentin hochgekungelt wurde. Während also Politiker routiniert „mehr Bürgernähe“ versprechen, wird die Frau, die wie kaum eine andere für die abgehobene Kaste bürgerferner Politappatschiks steht, fürs höchste Staatsamt gehandelt. Hoffen wir, dass es diesmal beim Witz bleibt.