31.10.2020

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Osburg

Fundstück

Vergessenes Meisterwerk

Ein Zeugnis der Literatur des beginnenden 20. Jahrhunderts wird hundert Jahre nach seinem ersten Erscheinen wiederentdeckt

Manuela Rosenthal-Kappi
20.04.2020

„Saint Matorel" ist eine Wiederentdeckung eines Werks des zum Katholozismus konvertierten jüdischen Malers und Autors Max Jacob, der 1944 von der Gestapo verhaftet wurde und in einem Sammellager in Frankreich verstarb. Jacob erzählt in komplexen, poetischen Sequenzen voller theosophischer Anspielungen die Geschichte des kleinen Metroangestellten Victor Matorel, Katholik wird und in ein Kloster eintritt, dort stirbt und auf einem Pferd durch die „sieben Sphären zum Himmel" aufsteigt. 

Das 1911 in Paris erschienene Original gilt als Zeugnis der Literatur des beginnenden 20. Jahrhunderts. Weil es kubistische Graphiken von Pablo Picasso enthielt, die – allerdings in schlechter Druckqualität – auch in der ersten deutschen Ausgabe enthalten sind, und damals nur 100 Exemplare davon gedruckt wurden, erfreut es sich eines hohen Sammlerwerts. Inhaltlich kann man den schwer lesbaren surrealistischen Roman mögen oder auch nicht. 

 

Max Jacob
Saint Matorel. Roman
Osburg Verlag, Hamburg 2020, gebunden, 158 Seiten, 20 Euro



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