05.10.2022

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Nördliches Ostpreußen

Versorgungslage in Königsberg spitzt sich zu

Manuela Rosenthal-Kappi
25.02.2022

Durch den Kriegsbeginn in der Ukraine zeichnen sich auch für das Königsberger Gebiet eklatante Einschnitte ab. Der heute zur Russischen Föderation gehörende Teil des nördlichen Ostpreußen hat Landgrenzen ausschließlich zu den beiden Nato- und EU-Mitgliedstaaten Polen und Litauen.

Seit Wochen schon leidet die russische Exklave unter Lieferproblemen, da die Abfertigung von Lkw an den Grenzen zu Litauen und Polen nur verzögert stattfindet. Fuhren, die normalerweise innerhalb von wenigen Tagen erfolgen, können jetzt bis zu 14 Tagen dauern. Die Lkw-Fahrer müssen unter schlechten hygienischen Bedingungen in ihren Fahrzeugen ausharren, und die Versorgung der Region verschlechtert sich zunehmend.

Der Krieg hat die Lage nun weiter zugespitzt. Schon am zweiten Tag des russischen Angriffs auf die Ukraine werden über die sozialen Medien aus mehreren Orten der Region Gerüchte laut, dass es bei der Versorgung mit Waren des täglichen Bedarfs zu Engpässen komme. In vielen Läden seien Salz, Zucker, Nudeln, Graupen, Mehl, Pflanzenöl, Fleisch- und Fischkonserven knapp. Ein in einem Post veröffentlichtes Foto zeigt ein Schild der Großhandelskette Metro, auf dem darüber informiert wird, dass pro Kunde nur noch begrenzte Mengen an Lebensmitteln herausgegeben würden.

Aus den Kommentaren geht hervor, dass es zu Hamsterkäufen kam. Die Menschen kauften die Regale der Läden leer. Neben Grundnahrungsmitteln betrifft dies wie zu Beginn der Corona-Pandemie auch Toilettenpapier. Es ist zum einen die Furcht vor der galoppierenden Inflation, die die Menschen umtreibt, als auch die Sorge davor, dass aufgrund der Lieferschwierigkeiten tatsächlich der Nachschub zum Erliegen kommen wird.



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Kommentare

sitra achra am 26.02.22, 10:21 Uhr

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Grenze durch den Einmarsch russischer Truppen ins Baltikum fällt und die Warenströme wieder fließen.

Gregor Scharf am 25.02.22, 13:26 Uhr

Ironie der Geschichte. Jetzt hat Russland die Probeme, die das Deutsche Reich mit dem Korridor hatte.
Bleibt nur zu hoffen, dass sich die Dummheit von damals nicht in die Gegenwart überträgt. Russland versteht keinen Spass, wenn es um des Leben seiner Volksgenossen geht. Das sollte mittlerweile jedem klar sein, der hier im Westen die Schauspielrolle eines Politikers bekleidet. Ein auf seine Heimat und sein Volk vereidigter Offizier lamentiert nicht, er handelt. Augen auf und die Lektion lernen: Ehre, Anstand und Pflichtbewusstsein sowie Glaubwürdigkeit, Worte und Taten im Einklang.

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