16.06.2024

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Stets humorvoll und guter Laune: Rainer-Joachim Janenz als Otto Kaluweit (l.) und Frank Neumann alias Gustav Kaludrichkeit (r.)mit Marjellchen Bärbel Stern alias Mariechen Schimoneit, welche die beiden auf dem Akkordeon begleitet
Foto: privatStets humorvoll und guter Laune: Rainer-Joachim Janenz als Otto Kaluweit (l.) und Frank Neumann alias Gustav Kaludrichkeit (r.)mit Marjellchen Bärbel Stern alias Mariechen Schimoneit, welche die beiden auf dem Akkordeon begleitet

Die „Ostpreussen-Brüder“

Vorfreude auf Wolfsburg

Einer der Programmhöhepunkte am 1. Juni: Witzches und Anekdoten in ostpreußischer Mundart

PAZ
25.05.2024

Das bevorstehende Ostpreußentreffen in Wolfsburg rückt mit Riesenschritten heran. Einer der Höhepunkte der Festveranstaltung der Landsmannschaft Ostpreußen dürfte der Auftritt der „Ostpreußen-Brüder“, Schrankenwärter Gustav Kaludrichkeit und Reitbursche Otto Kaluweit sein, die in der schönen, breiten ostpreußischen Mundart schabbern werden, was das Zeug hält.

Der Kabarettist, Maler und Buchautor Rainer-Joachim Janenz aus Pinnau tritt als Otto Kaluweit und sein Partner Frank Neumann aus Schwerin als Gustav Kaludrichkeit auf. Bei ihren Auftritten beleuchten sie in Gedichten, Anekdoten und Witzchen das Leben im Ostpreußen der Zwischenkriegszeit. Otto Kaluweit antwortet auf Fragen der PAZ:

Sie treten als Duo „Die Ostpreußenbrüder“ mit Geschichten, Gedichten, Witzen und Anekdoten in ostpreußischem Dialekt auf. Das lässt auf eine ostpreußische Herkunft schließen. Wo liegt Ihre Heimat?
Dem Gustav is noch in de Heimat, 1943 in Pillau, geboren. De Famielie stammt aber eigentlich aus Tilsit.
Bei mir, dem Ottochen, is bischen anders, meine Wurzeln liegen in Trakehnen. Deswegen auch „Reitbursche Otto Kaluweit, später hochgearbeitet zum 1. Deckoffizier vom Hauptgestüt Tra-kehnen“.

Wie haben Sie die ostpreußische Mundart erlernt? Wurde in der Familie Dialekt gesprochen?
Unsere Großvattches und Ohmches haben immer so breit geschabbert, ebend wie früher in der Heimat. Wir fanden dem so scheen, haben uns bischen abgehört und nu plachandern wir beiden Lorbasse genau so scheen und breit.

Wie kamen Sie auf die Idee, gemeinsam als Reitbursche Otto Kaluweit und als Schrankenwärter Gustav Kaludrichkeit aufzutreten?
Gustavchen und Ottochen haben sich vor vielen Jahren auf einer Ostpreußenreise mit dem Schukat und Schünke aus Anklam kennengelernt. Da haben wir bischen breit plachandert, die Mitreisenden waren begeistert und meinten, dass wir mit einem Bühnenprogramm auftreten sollten. Nu sind wir seit mehr als zehn Jahren mit verschiedenen Programmen unterwegs.

Gibt es noch viele Gelegenheiten, den Dialekt anzuwenden?
Gelegenheiten aufzutreten?! Erbarmung, wir haben bis zu 30 Auftritte im Jahr. Geburtstage, Hochzeiten, Heimattreffen, Dorffeste ... Dann haben wir seit zehn Jahren jährlich drei große Ostpreußenabende mit ostpreußischer kulinarischer Umrahmung zu je einem anderen Thema, die immer ausverkauft sind.

Was erwartet die Zuschauer bei Ihrem Auftritt während des Jahrestreffens der Landsmannschaft Ostpreußen in Wolfsburg?
Nach Wolfsburg werden wir ein paar sich auf Ostpreußen beziehende eigene Gedichtchen, Witzches, Anekdoten, Trinksprüche und einen Sketch im Heimatdialekt mitbringen. Und ich werde aus meinem Buch „Das Leben meiner Mutter“ lesen.

Nu grüßen ganz herzlich

Gustavchen und Ottochen, die „Ostpreußen-Brüder“.

Das Gespräch führte Manuela Rosenthal-Kappi


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