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Wintersportregionen

Winterland Sachsen

Erzgebirge, Vogtland, Zittauer Gebirge und Sächsische Schweiz – Im Südosten der Republik gibt es gute schneeweiße Aussichten

Andreas Guballa
01.02.2022

Nach langer Corona-Zwangspause starten Sachsens Skigebiete wieder in die Saison. In den vergangenen Tagen seien dazu zum Beispiel die Pisten am Fichtelberg beschneit und präpariert worden, erklärte der Chef der Fichtelberg Schwebebahn, René Lötzsch. Allerdings stehen die Lifte nur für Skifahrer und Snowboarder offen, die geimpft oder genesen sind (2G). Dennoch wird in Oberwiesenthal mit einem großen Zustrom an Wintersportlern gerechnet.

Auch in den übrigen Skigebieten Sachsens ist wieder Wintersport möglich. Seit Mitte März 2020 gab es in Sachsen wegen der Corona-Pandemie keinen alpinen Skibetrieb mehr. Nun sind Lockerungen in Kraft getreten. Hotels und Pensionen dürfen unter Auflagen wieder öffnen.

Auch Tourismusministerin Barbara Klepsch freut sich, „dass Beherbergung und Skibetrieb durch die Entlastung in den Krankenhäusern auch in Sachsen endlich starten können. Das ist ein positives Signal aus dem Winterland Sachsen.“ Beim Besuch im Skigebiet Oberwiesenthal erklärte die CDU-Politikerin weiter: „Ab heute sehen wir auch aus Sachsen wieder Bilder, die alle Skibegeisterten einladen. Für das Tourismusland Sachsen ist es wichtig, dass wir wieder im Gleichklang mit unseren Nachbarländern sind.“

Sachsen ist ein beliebtes Reiseziel für Winterurlauber. Vor allem die vier Mittelgebirge stehen bei Einheimischen und Gästen hoch im Kurs, besonders Familien fühlen sich hier wohl. Ein großzügiges Loipennetz erstreckt sich zwischen den Hochburgen des Wintersports, vom Vogtland über das Erzgebirge und die Sächsische Schweiz bis hinein in die Oberlausitz – also letztlich vom südwestlichsten Zipfel Sachsens bis ins Dreiländereck zu Polen und Tschechien.

Speziell für Langläufer sind die Mittelgebirgsketten des Erzgebirges und des Zittauer Gebirges ein wahres Paradies. Aber auch Familien kommen auf bestens präparierten Skipisten und sanften Rodelhängen auf ihre Kosten, solange genügend Schnee fällt. Und wenn es mal nicht ausreichend schneit? Dann sorgen traumhafte Wanderwege für Abwechslung.

Skifreude im Erzgebirge

Das Erzgebirge ist seit über 100 Jahren das alpine Wintersportzentrum Sachsens. In 28 Orten – von Altenberg bis Sosa – steht den Gästen eine Vielzahl von Wintersportmöglichkeiten zur Verfügung: 70 Skipisten, mehr als 60 Schlepplifte, rund 1000 Kilometer gespurte Loipen sowie zahlreiche Rodel- und Eisbahnen warten dort auf die Besucher. Ein Höhepunkt für die Freunde rasanter Abfahrten ist vor allem der 1214 Meter hohe Fichtelberg in Oberwiesenthal, der höchstgelegenen Stadt Deutschlands.

Spitzensport im Vogtland

Klingenthal, Erlbach, Grünbach und Schöneck gehören zu den wichtigsten Wintersportorten im Vogtland. Insgesamt umfasst das Streckennetz in den vogtländischen Langlaufgebieten, zu denen auch noch Auerbach zählt, 211 Kilometer. Besonders beliebt bei Langläufern ist die Kammloipe zwischen Johanngeorgenstadt und Schöneck. Die 36 Kilometer lange Strecke durch den Naturpark Erzgebirge/Vogtland zählt zu den schönsten und schneesichersten in Deutschland. Sie trägt das Prädikat „Exzellente Loipe“ des Deutschen Skiverbandes und ermöglicht mit ausgewiesenen Anschlüssen Skiausflüge nach Böhmen.

Schöneck selbst lockt Besucher mit fünf bis zu 820 Meter langen Pisten und mehreren Schwierigkeitsgraden – von leicht über mittelschwer bis zur anspruchsvollen schwarzen Abfahrt – und bietet damit sowohl Anfängern als auch echten Könnern den Rausch der Talfahrt.

Das Vogtland ist auch eine Region des Spitzensports: In Klingenthal lädt die Vogtland Arena als eine der modernsten Sprungschanzen Europas regelmäßig die Weltelite ein: Skispringer und Nordisch Kombinierte treffen sich hier zu Welt- und Interkontinentalcups. Die Arena zählt zu den beliebtesten Ausflugszielen des Vogtlandes. Da vom 4. bis 20. Februar in Peking die Olympischen Winterspiele stattfinden werden, wird es im Vogtland wettkampffreie Tage gegen, bei denen die Besucher in Ruhe auf die Schanze hinaufsteigen und das Panorama hoch oben von der Kanzel aus bestaunen können.

Zugige Fahrt im Zittauer Gebirge

Das Zittauer Gebirge und das Oberlausitzer Bergland empfehlen sich gleich mit mehreren Wintersportgebieten: Oybin/Lückendorf, dem Luftkurort Jonsdorf, Großschönau/Walterdorf oder Sohland an der Spree. Das Zentrum bildet Großschönau/Waltersdorf mit der Lausche als höchster Erhebung. Immerhin 793 Meter misst der sanfte Berg. Auf zehn Pisten warten 5,5 Kilometer Abfahrt auf Skifreunde. Dem Langlauf kann man auf knapp 90 Kilometern bester Loipe frönen. In der Oberlausitz finden Winterwanderer beste Bedingungen, allein in Sohland an der Spree kann man sich auf 100 Kilometern an frischer bis eisiger Luft bewegen. Bei einer Fahrt mit den sächsischen Schmalspurbahnen vereinen sich Winterzauber und Nostalgie auf schönste Weise.

Käsefondue in Sächsischer Schweiz

An Winterschlaf ist in der Sächsischen Schweiz nicht zu denken. Einige der schönsten Städte und Dörfer laden als „Wintertraumorte“ mit einer Mischung aus Naturerlebnis, Wellness, Genuss und Kultur zu wohltuenden Auszeiten. Kaminromantik und Winterwanderungen im Mondlicht: Das Spektrum ist so bunt wie die Orte unterschiedlich.

Das Bio- und Nationalpark Refugium Schmilka verwandelt sich in ein Winterdorf. Bad Schandau setzt auf Entspannung, Bewegung und Kreativität. Die beliebteste Aussicht der Sächsischen Schweiz, die Bastei, lockt mit genussreichen Winterangeboten. Ein Baudenabend mit Schweizer Käsefondue in der Bergwirtschaft Papststein dürfte eine der schönsten Arten überhaupt sein, eine Winterwanderung ausklingen zu lassen. Und an schneereichen Tagen kommt in Gohrisch, Sebnitz und Neustadt auf Langlaufloipen und Skipisten sogar ein alpines Wintergefühl auf.

• Weitere Infos und Angebote im Internet unter: www.erlebe-dein-sachsen.de



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Kommentare

Gerald Franz am 02.02.22, 10:15 Uhr

Bevor die Polen zündelten

Das Riesengebirge war Groß-Berlins Wintersportzentrum. In einer knappen Stunde und pünktlich gelangte man von Berlin Mitte samt Winterausrüstung und Skiern per Dampflock zu den Schneehängen im Riesengebirge. Ja, das funktionierte wirklich im Deutschen Reich, sogar ganz ohne behördliche Schikanen. Und der Malocher konnte diese Reisen auch noch von seinem Lohn bezahlen.

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