29.05.2024

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Allenstein

Die Deutsche Minderheit im Zeichen des Ukrainekriegs

Die Landsmannschaft Ostpreußen hat ihren 14. Deutsch-Polnischen Kommunalpolitischen Kongress erfolgreich durchgeführt

Manuela Rosenthal-Kappi
13.10.2023

Die Landsmannschaft Ostpreußen hat vom 7. bis 8. Oktober ihren 14. Deutsch-Polnischen Kommunalpolitischen Kongress im Tagungshotel Warminski in Allenstein zum Thema „Nach der Zeitenwende: Deutsche, Polen und die deutsche Minderheit“ veranstaltet. Der Einladung waren zirka 60 Teilnehmer gefolgt. Zu den Referenten zählten neben Professor Arkadiusz Zukowski vom Politologischen Institut der Universität Ermland und Masuren in Allenstein Vertreter der Deutschen Minderheit sowie Lokalpolitiker und der Minderheitenbeauftragte des Marschalls der Woiwodschaft Ermland und Masuren.

Der Beginn des Ukrainekriegs markiert eine politische „Zeitenwende“ , deren Folgen sich auch in der Arbeit der Deutschen Minderheit im südlichen Ostpreußen sowie im gesellschaftlichen Leben bemerkbar machen. Und so bildete das Thema Ukrainekrieg den roten Faden der Vorträge.

Die Referenten hoben die Verantwortung nicht nur der Nachbarländer der
Ukraine hervor, sondern auch der EU insgesamt und insbesondere Deutschlands als führender EU-Partner.
Bei der Unterstützung der Ukraine-Flüchtlinge übernahmen die Deutschen Minderheiten in der Republik Polen, aber auch in anderen Staaten des ehemaligen Ostblocks eine tragende Rolle.

Gerade junge Menschen der Deutschen Minderheit engagieren sich für die Völkerverständigung. Mit zahlreichen verschiedenartigen Projekten setzen sie sich neben der Flüchtlingshilfe vor allem für das spielerische Erlernen der deutschen Sprache sowie für den Erhalt und die Weitergabe der deutschen Kultur ein. Seitens der EU gibt es Unterstützung, während der polnische Staat die Hilfen in den vergangenen Jahren stark zurückgefahren hat. Allen Vorträgen war zu entnehmen, dass große Hoffnungen auf dem Ausgang der Wahlen am 15. Oktober liegen.

Das Engagement der Jugend, aber auch derjenigen, die allen Widerständen zum Trotz ihre bisherige erfolgreiche Arbeit fortsetzen, weckt weitere Hoffnung und Zuversicht. Hervorgehoben wurde auch, dass die Verständigung und gute Zusammenarbeit mit bundesdeutschen Organisationen und Kommunen, die seit der politischen Wende gewachsen sei, unbedingt fortgesetzt werden müsse.


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