20.05.2024

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Vergangenen Sonnabend in Hamburg: 1100 Moslems fordern statt Demokratie eine islamische Theokratie
Foto: pa/ABBVergangenen Sonnabend in Hamburg: 1100 Moslems fordern statt Demokratie eine islamische Theokratie

Extremismus

Die Quittung für eine lange, politisch gewollte Blindheit

Der jüngste Aufmarsch von Kalifat-Anhängern in Hamburg offenbart die Folgen der Doppelmoral gegenüber rechten und muslimischen Verfassungsfeinden

Holger Fuß
01.05.2024

Schon zwei Tage vor der Veranstaltung war auf der offiziellen Webseite Hamburgs zu lesen: „Der Verfassungsschutz informiert: ,Muslim Interaktiv'-Islamisten planen Kundgebung.“ Die Gruppierung werde „vom Landesamt für Verfassungsschutz Hamburg als gesichert extremistische Bestrebung beobachtet.“ Ebenfalls im Vorfeld hatte die Hamburger CDU den rot-grünen Senat aufgefordert, sich bei Bundesinnenministerin Faeser (SPD) für ein Verbot der Extremisten-Vereinigung stark zu machen. Doch der Antrag wurde von SPD und Grünen abgewiesen.

So wurden Hamburgs Bürger am vergangenen Sonnabend auf dem Steindamm nahe des Hauptbahnhofs Zeugen eines bizarren Spektakels. Mehr als tausend Anhänger von „Muslim Interaktiv“ versammelten sich vor einer Bühne mit der Aufschrift: „Gebietet das Rechte und verbietet das Unrecht“. Über den Köpfen der Menge schwankten Schilder mit Parolen wie „Gaza hat den Info-Krieg gewonnen“, „Staatsräson tötet!“ oder „Kalifat ist die Lösung“. Von der Bühne krächzte ein junger Redner, „dass wir über ein eigenes, autonomes Weltbild verfügen und fest an der Seite unserer Geschwister stehen – als unzertrennbarer Teil der Umma“. Und alle skandierten: „Stoppt die Wertediktatur!“

Die „Umma“ ist die transnationale Gemeinschaft der Muslime, die sich nach dem Willen des politischen Islam über den Globus ausbreiten soll. Der Begriff beschreibt den Drang muslimischer Extremisten nach Weltherrschaft durch das Regime eines Kalifen. In Hamburg hat sich nun einmal mehr die mohammedanische Parallelgesellschaft in Deutschland Gehör verschafft. Auf ihrem Programm stehen Judenhass und Israelhetze, die Ablehnung unserer freiheitlich-demokratischen Rechtsordnung sowie der Paradigmen der Aufklärung zugunsten der Scharia, dem islamischen Gesetz aus dem 7. Jahrhundert.

Bereits Anfang April meldete die „Hamburger Morgenpost“, dass sich die „Pop-Islamisten“ (Ermittler-Jargon) von „Muslim Interaktiv“ im Hamburger Stadtteil Allermöhe mehrfach zu „Geheimtreffen hinter verschlossenen Türen“ versammelt haben, um über ihren Kampf gegen den Westen zu beraten. Von „Pop-Islamisten“ sprechen Sicherheitsbehörden, weil die jungen Männer ausrasierte Nacken haben, gern protzige Autos fahren und im Internet als Szenestars auftreten. Einer der Hauptfiguren in Hamburg verzeichnet auf seinem Instagram-Account mehr als 5000 Follower. Vor allem über Soziale Medien rekrutieren die radikalen Muslime eine wachsende Zahl junger Gefolgsleute.

Ignoranz hier, Erregung dort
Seltsamerweise reagiert die Öffentlichkeit auf die zunehmende islamistische Bedrohung in Deutschland mit beharrlicher Ignoranz. Der Hamburger SPD-Mann Sören Schumacher verteidigte die Kalifat-Demo damit, dass auch Meinungen, die „für uns Demokraten nur schwer erträglich sind“, durch die Meinungsfreiheit geschützt seien.

So großzügig ging es im Januar nicht zu, als das Recherchenetzwerk Correctiv über ein angebliches Geheimtreffen rechter Politiker und Unternehmer, die über Möglichkeiten zur Rückführung von Migranten berieten, berichtete. Öffentlich-rechtliche Medien zündelten mit dem Narrativ der „Deportation“ an der Volksseele, bis die allgemeine Erregung Hunderttausende auf die Straßen trieb, um die Demokratie gegen die Gefahr von Rechts zu schützen. Es waren sogar Schilder zu lesen mit der Aufschrift: „Jetzt können wir endlich herausfinden, was wir anstelle unserer Urgroßeltern getan hätten.“ Nach den Corona-Erfahrungen ein neuerliches Exempel der Massensuggestion, die jeden Verteidiger der Freiheit nur mit Sorge erfüllen kann.

Die Islamforscherin Susanne Schröter warnt derweil vor der Verharmlosung islamistischer Gruppierungen durch die Politik. „Der Islam“, so Schröter, „nimmt im Vergleich zu anderen Religionen eine Sonderrolle ein. Wer darauf hinweist, wird schnell angefeindet.“ So konnten nach dem Massaker der Hamas in Israel am 7. Oktober 2023 auf deutschen Straßen palästinensische Terror-Sympathisanten unbehelligt die Morde an Juden feiern und zur Vernichtung Israels aufrufen. Niemand von jenen, die im Januar das Potsdam-Treffen für ihren verspäteten Widerstand gegen Hitler nutzten, ließ sich an der Seite deutscher Juden auf den Straßen blicken, um gegen muslimische Judenverächter zu protestieren.

Deutschland ist ein durch zwei Gewaltherrschaften und einen Holocaust traumatisiertes Land, und wie die Psychologie lehrt, sind Trauma-Patienten nur bedingt verlässlich. Das wissen die arabischen Terrornetzwerke nur zu gut, die bis nach Deutschland reichen, wo sie seit Jahren Allianzen mit linksradikalen Eiferern unterhalten, aber auch Querverbindungen bis ins neonazistische Milieu. Ihnen allen gemeinsam ist die Verachtung des Westens und der freiheitlichen Demokratie.

Die Nähe von linken Sektierern mit palästinensischen Terroristen entstammt der Zeit von postkolonialistischen Widerstandsbewegungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Die muslimisch-nazistische Achse bestand schon im „Dritten Reich“, als der Jerusalemer Großmufti al-Husseini den deutschen „Führer“ verehrte und Hitlers Schriften in der arabischen Welt verbreiten ließ. Mohammed Amin al-Husseini war später Lehrer und Förderer von PLO-Chef Jassir Arafat. Judenfeinde sind eben eine sehr große Familie.

In der Geschichtsvergessenheit der deutschen Gegenwartsgesellschaft sind solche Zusammenhänge natürlich kaum noch bekannt. Nur so ist es möglich, dass nach der Hamas-Attacke im Oktober linksdurchtönte junge Deutsche vor dem Auswärtigen Amt forderten: „Befreit Palästina von der deutschen Schuld!“ Sie instrumentalisieren somit den millionenfachen Mord an europäischen Juden durch die Nationalsozialisten für die Unterstützung arabischer Judenhasser in der Gegenwart. Drei Monate später marschierte dasselbe Milieu gegen eine Gefahr von Rechts. Geschichtsrevisionisten wollen die deutsche Demokratie verteidigen. Der „Führer“ hätte Tränen gelacht.


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Kommentare

Ralf Pöhling am 08.05.24, 04:00 Uhr

Man frage sich mal, warum der VS beim Thema Islam nicht die selbe Penetranz an den Tag legt, wie beim Thema AfD. Das kann nur damit zu tun haben, dass dem VS bzw. der ihn führenden politischen Teppichetage die Islamisierung und Umwandlung der Demokratie in ein Kalifat offenkundig ganz genehm zu seien scheint. Eine AfD, die dagegen protestiert, dann natürlich nicht.

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