21.01.2026

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Anstelle der jahrelang offen liegenden Ausgrabungen soll hier ein moderner Platz mit historischem Bezug entstehen: Vor dem Hohen Tor in Allenstein
Bild: D.K.Anstelle der jahrelang offen liegenden Ausgrabungen soll hier ein moderner Platz mit historischem Bezug entstehen: Vor dem Hohen Tor in Allenstein

Allenstein

Die Stadt an der Alle hat den Haushaltsplan 2026 verabschiedet

Investitionen in Bildung und Infrastruktur sollen die Lebensqualität der Bürger verbessern

Dawid Kazanski
21.01.2026

Im Jahr 2026 steht Allenstein vor einer neuen Phase dynamischer Stadtentwicklung. Der Stadtrat hat den Haushalt verabschiedet, der nicht nur die laufenden Ausgaben regelt, sondern vor allem ein ambitioniertes Paket an Investitionen vorsieht, das den Alltag der Bürger sichtbar verändern wird. Der städtische Haushalt weist Einnahmen von umgerechnet etwa 470 Millionen und Ausgaben von rund 516 Millionen Euro auf. Die Investitionen machen dabei mehr als 73 Millionen Euro aus und sollen in vielfältige Bereiche fließen.

Ein zentrales Projekt, auf das viele Allensteiner seit Jahren warten, ist der Bau der neuen Liebstädter Straße [ulica Nowobałtycka]. Sie soll zu einer Verkehrsachse werden, die entlastend auf den stark befahrenen Verkehr wirkt und die Verkehrsanbindung im Nordwesten der Stadt verbessert. Sie soll den bisherigen Engpass beseitigen und Verbindungen zu wichtigen Verkehrsknotenpunkten schaffen. Nach einer langen Phase von Ausschreibungen, Angebotseröffnungen und verfahrensbezogenen Hürden wurde die rechtliche Grundlage geklärt, sodass die Bauarbeiten nun tatsächlich starten können.

Auch im historischen Zentrum von Allenstein wird sich einiges tun. Das Areal vor dem Hohen Tor, wo sich seit Jahren eine ausgegrabene mittelalterliche Stätte befindet, wird im Rahmen des Projekts „Rondela“ endlich geschlossen und neugestaltet. Die lange offene archäologische Ausgrabung stellt nicht nur ein ästhetisches, sondern auch ein praktisches Problem im Herzen der Altstadt dar. Jetzt entsteht dort ein attraktiver Platz mit historischer Einordnung, der sowohl Einheimische als auch Touristen begeistern soll und zugleich die Bedeutung dieses Ortes neu ins Bewusstsein rückt.

Ein Tunnel für bessere Anbindung
Ein weiteres infrastrukturelles Vorhaben betrifft den Bau eines Tunnels im Osten der Stadt, der die früher schwer zugänglichen Industriegebiete rund um den Trauziger See mit dem Stadtteil Zatorze verbinden soll. Dieses Projekt ist besonders wichtig, weil es nicht nur die Verkehrsverbindung verbessert, sondern zugleich die Erschließung von Entwicklungsflächen für Gewerbe und Technologie erleichtert. Der Tunnel mit einer Länge von rund 32 Metern und einer Breite von 14 Metern wird zusammen mit einer Straßenverlängerung umgesetzt, um einen direkten Zugang zur südlichen Umgehungsstraße zu schaffen.

Im Bildungs- und Sozialbereich stehen ebenfalls bedeutende Maßnahmen an. Thermische Modernisierungen von Schulen und Kindergärten gehören zu den Prioritäten der Stadtverwaltung, um langfristig Betriebskosten zu senken. Gefördert aus europäischen und nationalen Programmen werden Schulen energetisch saniert, Fenster und Heizanlagen erneuert.

Auch kulturelle und soziale Einrichtungen profitieren von den Investitionen. Das Allensteiner Planetarium wird umfassend modernisiert und um digitale Präsentationssysteme erweitert. Ebenso sind Revitalisierungsmaßnahmen am Pałac Młodzieży geplant, um bessere Bedingungen für Jugend- und Bildungsangebote zu schaffen. Im städtischen Straßenraum werden zahlreiche Sanierungsarbeiten vorgenommen, und der städtische Verkehr wird durch den Kauf neuer umweltfreundlicher Busse gestärkt.

Insgesamt zeigt der Haushalt 2026 ein klares Bekenntnis der Stadt Allenstein zu Zukunftsthemen wie nachhaltige Mobilität, Verbesserung der Infrastruktur, Schutz des historischen Erbes und Förderung von Bildung und Kultur. Investitionen sollen zur Lebensqualität beitragen und das Stadtbild für die kommenden Jahre prägen.


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