20.01.2022

Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung

Suchen und finden
In Pandemiezeiten in Deutschland keine Seltenheit: Schule geschlossen
Foto: paIn Pandemiezeiten in Deutschland keine Seltenheit: Schule geschlossen

Corona

Droht eine Bildungskrise?

Ifo-Institut erteilt der deutschen Schulpolitik während der Pandemie ein schlechtes Zeugnis

Peter Entinger
09.12.2021

Während der vierten Corona-Welle diskutiert die Politik abermals über Schulschließungen. Und wie immer stellt sich dabei auch die Frage nach der Digitalisierung.

Nach einer Erhebung des Ifo-Instituts – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München haben Schulschließungen in Deutschland Kinder und Jugendliche im internationalen Vergleich besonders stark eingeschränkt. Nicht nur dass „die anderen Länder für digitalen Fernunterricht besser gerüstet“ gewesen seien, so Ifo-Forscherin Larissa Zierow, andere „Länder in Europa“ hätten auch „größeren Wert darauf“ gelegt, „die Schulen weitgehend offen zu halten“. In der Tat hatten die Schulen in den Niederlanden, in Spanien und in Schweden deutlich kürzer geschlossen als in Deutschland. Die Bundesrepublik schloss die Schulen 74 Tage vollständig und 109 Tage teilweise, macht zusammen 183 Tage. Länger schlossen waren die Schulen nur in Polen mit insgesamt 273 Tagen. Im Mittelfeld des Ländervergleichs liegen Österreich und die Niederlande mit 152 und 134 Tagen, während Frankreich, Spanien und Schweden mit 56, 45 und 31 Tagen die kürzesten Schulschließungen hatten.

Vergleich mit dem Ausland

Als Hauptursache für den Absturz des deutschen Bildungssystems nennen die Forscher die mangelnde Digitalisierung der Bildungseinrichtungen. Deutschland liegt demnach in Bezug auf Online-Lernplattformen und Ressourcen für die Nutzung digitaler Technologien im Unterricht auf den letzten Rängen, während Skandinavien Vorreiter ist. Dies manifestiere sich auch in Unterschieden in Art und Frequenz des (Online-)Unterrichts während der Pandemie. So stimmten die Schulleitungen von nur 33 Prozent der Schüler in Deutschland der Aussage zu, dass eine effektive Online-Plattform an der Schule existiere. Beim Spitzenreiter Schweden hingegen bejahten 80 Prozent die Frage, ob eine effektive Lernplattform vorhanden sei.

Auch bei der Frage, ob effektive Ressourcen für Lehrkräfte zur Verfügung stehen, um den Umgang mit digitalen Geräten zu erlernen, liegt Deutschland im Ländervergleich an hinterster Stelle. Lediglich 41 Prozent der befragten Schulleitungen stimmten der Aussage zu, dass sie ausreichende technische Voraussetzungen hätten. Im Gegensatz hierzu lag der Zustimmungswert in Schweden und Österreich bei 83 und 79 Prozent, gefolgt von den Niederlanden, Frankreich und Polen mit zwischen 71 und 67 Prozent.

Relativ viele Schulschließungen

Im Gegensatz zu anderen Ländern gelang es in Deutschland kaum, dauerhaften Online-Unterricht anzubieten. Einer Elternumfrage zufolge hatten 57 Prozent der Schüler in Deutschland während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 weniger als einmal die Woche Online-Unterricht mit der ganzen Klasse, nur sechs Prozent täglich, und 45 Prozent sogar nie. Dies änderte sich zwar etwas während der zweiten Phase der Schulschließungen zu Anfang 2021, als ein gutes Viertel der Schüler täglich gemeinsamen Online-Unterricht hatte. Doch hatten immer noch 39 Prozent diesen nur höchstens einmal pro Woche.

Relativ wenig Digitalisierung

Das Ifo-Institut kam darüber hinaus zu der Auffassung, dass die Schulen nachgewiesenermaßen keine Pandemietreiber gewesen seien. „Umso bedenklicher ist es daher, dass die Belange der Schüler während der Pandemie hinten angestellt wurden. Gerade auch in Deutschland waren die Einschränkungen für Schulkinder oftmals größer als für erwachsene Arbeitnehmer.“ So habe in Frankreich beispielsweise für abhängig beschäftigte Erwachsene eine Homeoffice-Pflicht bestanden, wenn die Arbeit zuhause möglich war. Außerdem seien Ausgangsbeschränkungen für Erwachsene strenger als für Schüler gewesen. Als Resümee fordert das Institut die Bildungspolitik in Deutschland auf, aktiv effektive Konzepte für Kinder und Jugendliche zu entwickeln, um einer drohenden Bildungskrise entgegenzuwirken.



Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann unterstützen Sie die PAZ gern mit einer

Anerkennungszahlung


Kommentare

Eric Boule am 03.01.22, 21:27 Uhr

Der konzentrierte Einkauf von AntiKoronaVakzinen von der E.K.(Frau v/d Leyen)
hatte nicht zum Ziel EUeinwohner/Geschaeftstaetigkeiten zu retten,sondern nur um Korona-Finanzmittel innerhalb den NATOlaendern zu spendieren.
Es wurde keine WeltBestandsaufnahme von Vakzinen erfasst +ein breit aufgelegtes Testen angeordnet zwischen den Vakzinen+in Kombinationen damit (Pandemia-Notgesetz),sondern nur eine Wunschliste was erwuenscht war+was nicht.
Auch wurde nicht in enger Zusammenarbeit mit China die Bekaempfung der KoronaPandemie studiert,das einzigste Land auf unserem Planeten wo die KoronaPandemie im Griff ist.
Durch NatoGeist+FeindDenken ist die Europaeische Kommission unter Frau v/d Leyen direct verantwortlich fuer den Tot von 100.000den EUbuergern + den
gewaltigen Schlag gegen die wirtschaftlichen Aktivitaeten der Europaeischen Union.
Auch der Verlust im Bruto Nationalprodukt und schlimme Entwicklung der EUwirtschaft schon 2 Jahre sind zu verantworten

Gerald Franz am 16.12.21, 07:02 Uhr

Oft erinnere ich mich an einen Lehrer aus Breslau, welcher die Schlacht 1945 überlebte. Der forderte uns Schüler beim Schweigen in der Klasse, gern mit dem Aufruf: "Keine Frage ist zu dumm, als das sie nicht gestellt werden darf!"

Bis 1960 war in Deutschland-West überall wirklich jede Frage erlaubt. Und es wurde darüber geredet. Das ist 60 Jahre später ganz anders! Anno 2020 muß man in den Schulen von Ganz-Deutschland mit Fragen ebenso vorsichtig umgehen, wie mit Gift aus dem Apothekenschrank. Bereits winzige Mengen führen zu bleibenden Schäden beim beruflichen Fortkommen.

Etwa ab 1970 also nur 10 Jahre nach 1960, wurde das Stellen "Dumme Fragen" in den West-Deutschen Bildungsanstalten negativ bewertet. Dabei war die Beschäftigung mit eben dieser "Dummen Fragen" seit dem 16-ten Jahrhundert die Grundlage der ganzen "Deutschen Wissenschaft" und Hochkultur. Gut die mühsame Verifizierung der Mondlandung und Judenhistorie per Besatzungsfernsehen, mußte mit jeder "Dummen Frage" krachend einstürzten. Daher stellte man auf gigantischen Umerziehungsbahnhöfen die bisherigen Historischen Erfahrungen und Geisteswissenschaften, gemeinsam mit allen bis 1946 weltweit führenden Naturwissenschaften aus dem Deutschen Volke, zu nur noch zwei Güterzügen zusammen: Dem Holozug und Mondzug. Argumentiert werden durfte hinfort nur noch mit dem Wissen und der Erfahrung, welche man in diesen Zügen zusammen getragen hatte. Alle Bezüge zu den anderen Wagongs waren ab sofort tabu!

Nur eingedenk meiner bereits gemachten Erfahrungen mit Dingen, (Woran ich schon alles glauben mußte) kam ich klar mit der neudeutschen eingeschränkten Geisteswelt, welche die Deutsche Volksseele nach 1970 dressierte und dominierte:

Jan Kerzel am 15.12.21, 06:03 Uhr

Die sogenannte Bildungskrise hat mit dem Online- Unterricht der jüngsten Zeit nichts zu tun. In vielen Fällen könnte man sogar sagen, die Schüler sind zuhause besser aufgehoben. Was fehlt, ist der Sozialraum, nicht so sehr die Präsenz-Unterrichtsinhalte. Die technische Ausstattung der Schüler ist in den meisten Fällen top, auch ihre Kenntnisse, damit umzugehen, sind sehr gut, schon in den mittleren Klassen. Die Schulen haben im Allgemeinen die notwendige Ausrüstung, die meisten Lehrer privat sowieso. Also das ist wirklich nicht das Problem.

Siegfried Hermann am 10.12.21, 11:58 Uhr

Die Schul/Bildungspolitik ist schon seit 40 !! Jahren im Axx. Wie oft hat die PAZ schon berichtet!?
Kokolores, BLM, gender, homo, 0Zuwanderungspakt setzt dem nur noch das Häubchen auf!

Andreas M. Prieß am 10.12.21, 10:44 Uhr

In den Schulen und Universitäten zählt nur noch das Auswendiglernen. Jeder der dies gut kann,wird einen guten Abschluss erreichen. Ich hatte noch Lehrer ,welche mir permanent geraten haben, alles zu hinterfragen und zu recherchieren und auch andere Lösungswege in Betracht zu ziehen. Heute undenkbar, dies sieht man bei den meisten Journalisten. Keine Recherche, kein Nachhaken und dazu Hetze auf Menschen ,welche eine andere Meinung haben und nicht auf Regierungslinie sind.

Die jetzige Regierung besteht fast ausschließlich aus Blendern,Betrügern, Lügnern und Schulabbrechern und die nächste gehirngewaschene Generation steht schon in den Startlöchern.
Die wirklichen Denker und Leistungsträger verlassen derweil in Scharen das Land.

Kommentar hinzufügen

Captcha Image

*Pflichtfelder

Da Kommentare manuell freigeschaltet werden müssen, erscheint Ihr Kommentar möglicherweise erst am folgenden Werktag. Sollte der Kommentar nach längerer Zeit nicht erscheinen, laden Sie bitte in Ihrem Browser diese Seite neu!