Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung
Mit der Aufstellung von Zelten zum Aufwärmen will die Regierung gefährdete Personen schützen
Der Winter in Allenstein sowie im gesamten südlichen Ostpreußen hält weiterhin unverändert an und zeigt keine Anzeichen einer baldigen Erholung. Wetterstationen melden seit Wochen extrem niedrige Temperaturen, da arktische Luftmassen über der Republik Polen verharren und für anhaltende strenge Fröste sorgen. Die Menschen im Norden der Republik erleben Temperaturen, die bis minus 25 Grad Celsius liegen, was den Alltag erheblich erschwert.
In Allenstein sowie in anderen Städten des Landes wurden deshalb beheizte Zelte errichtet, in denen sich die Bürger aufwärmen, ausruhen und heiße Getränke zu sich nehmen können. Diese Einrichtungen stehen allen offen, nicht nur den Obdachlosen, die besonders gefährdet sind, sondern auch älteren Menschen und Pendlern, die im Winterwetter unterwegs sind und eine Pause benötigen.
Ein besonderes Beispiel für gelebte Solidarität war die Aktion des Präsidenten Allensteins, Robert Szewczyk. Er verteilte im Stadtzentrum heißen Tee an Menschen, die an Haltestellen auf Straßenbahnen und Busse warteten. Viele nahmen diese Geste angesichts der bitteren Kälte, die selbst kurze Wartezeiten zur Herausforderung macht, dankbar an.
Die anhaltenden Fröste haben aber auch eine tragische Seite: In Polen sind in dieser Wintersaison bereits 38 Menschen infolge von Unterkühlung gestorben, und die Zahl könnte noch weiter steigen, da einige Fälle noch nicht abschließend untersucht sind. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren deutlich weniger Todesfälle durch Kälte registriert worden.
Im südlichen Ostpreußen besteht ebenfalls eine ernsthafte Gefahr für obdachlose und alleinstehende Personen. Die Polizei der Region führt verstärkt Kontrollgänge durch, um hilfsbedürftige Menschen in Sicherheit zu bringen. Dabei ist es oft schwierig, ältere Menschen oder Personen ohne festen Wohnsitz davon zu überzeugen, unbeheizte Orte zu verlassen, an denen sie aus Gewohnheit oder Angst vor Veränderungen verharren.
Auch die Krankenhäuser in Allenstein berichten von den Auswirkungen des harten Winters. Die Zahl der Patienten mit Knochenbrüchen hat zugenommen, da viele Menschen auf glatten, vereisten Gehwegen stürzen. Die medizinischen Einrichtungen arbeiten derzeit unter erhöhter Belastung.
In einigen Schulen in Allenstein sowie in anderen Teilen der Region wurden der Unterricht zeitweise ausgesetzt oder auf Fernunterricht umgestellt. Die Entscheidung wurde getroffen, um die Sicherheit von Schülern sowie Lehrkräften zu gewährleisten, da der Schulweg auf vereisten Gehwegen ein Risiko darstellt.
Die winterlichen Herausforderungen zeigen, wie wichtig solidarische Unterstützung in der Bevölkerung ist. So wird versucht, die schlimmsten Folgen der anhaltenden Kälte abzumildern.