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Europa

Erdoğan-Propaganda mit EU-Mitteln

Nach dem ehemaligen Innenminister Horst Seehofer kritisiert der „European Islamophobia Report“ nun auch Frankreichs Präsident Macron für dessen Islampolitik

Bodo Bost
21.02.2022

Im Jahre 2015, als die Massenimmi­gration aus dem Nahen Osten nach Deutschland begann und die islamischen Attentate in Frankreich einen neuen Höchststand erreichten, gründete der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan eine pseudo-wissenschaftliche Monitoreinrichtung, den „European Islamophobia Report“. Weil damals die EU und vor allem Angela Merkel wegen des Asyldeals meinte, in Erdoğans Schuld zu stehen, schaffte es der Präsident sogar, dass die EU sein Lieblingsprojekt größtenteils finanzierte. Ende Dezember 2021 erschien Nr. 5, des „European Islamophobia Report“ für 2020.

Der Monitor zur Lage und Entwicklung von Islamfeindlichkeit in Europa enthält 31 Berichte über Länder, in denen Muslime wegen ihrer Religion angeblich benachteiligt werden. Der 886-seitige Report wird von Enes Bayraklı, Professor für internationale Beziehungen an der Türkisch-Deutschen Universität in Istanbul, und Farid Hafez von der Abteilung Politikwissenschaft der Universität Salzburg herausgegeben. Letzterer ist neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit auch Autor der türkischen Tageszeitung „Daily Sabah“, die Erdoğans AKP eng verbunden ist. Die EU-Staatsanwaltschaft wirft Hafez Terrorfinanzierung, Mitgliedschaft in einer Terrororganisation und Geldwäsche vor.

Zugeständnis wegen des Asyldeals

2018 zierte ein Portraitfoto des damaligen Bundesinnenministers Horst Seehofer (CSU) das Cover des Muslimverfolgungsindexes in Europa und bei der letzten Ausgabe das Konterfei Emmanuel Macrons. Die Wahl fiel nicht etwa deshalb auf den französischen Staatspräsidenten, weil sein Land 2020 wieder einmal den Spitzenplatz in Europa beim radikalislamischen Terror anführte, sondern weil Frankreich es wagte, diesen Terror mit politisch-juristischen Maßnahmen zu bekämpfen mit den einzigen Mitteln, den dieser Terror versteht.

In Frankreich wurde 2020 ein Pakt gegen den radikalen Islam geschlossen. Im Rahmen dieses Paktes wurde damals die französische Zweigstelle des Monitors, das „Collectif contre l'islamophobie en France“ (CCIF, Kollektiv gegen Islamophobie in Frankreich) geschlossen, weil sie zu einem Zentrum des radikalen Islam geworden war.

Die Herausgeber des „European Islamophobia Report“ für das Jahr 2020 interpretieren dies jedoch als Angriff auf alle Muslime, das heißt, sie setzen alle Muslime mit Dschihadisten gleich, was ja sonst immer unisono abgelehnt wird. Das CCIF soll beim Mord an Samuel Paty im Vorfeld an Schikanen und Drohungen gegen den Lehrer beteiligt gewesen sein. Seit Jahren verbreitet das CCIF das umstrittene Narrativ „Islamophobie“ mit großem Erfolg. Das Narrativ wurde von Ayatollah Khomeini als Kampfbegriff zur Diffamierung seiner Gegner ins Leben gerufen. Das Narrativ stellt Diskriminierungen von Muslimen gezielt übertrieben dar, um einen Keil in die westlichen Gesellschaften zu treiben.

Etwa 140.000 Euro Fördermittel

Der Monitor beschäftigt sich auch mit Deutschland. Einen kleinen Lichtblick sehen seine Macher darin, dass die neue Integrationsstaatssekretärin von NRW, Gonca Türkeli-Dehnert, als Reaktion auf die Friedhof-Schändungen in Iserlohn eine Meldestelle für islamfeindliche Straftaten einrichten möchte. Den vereitelten Anschlag eines jungen per Familienzusammenführung nach Deutschland gekommenen muslimischen Syrers auf die Synagoge in Hagen erwähnte der Report nicht. Dagegen werden in dem Monitor die Dokumentationsstelle „Politischer Islam“ in Wien und andere renommierte Islam-Experten als islamophob denunziert. Mit der Diffamierung als „Islamophobie“ soll jedwede Kritik am politischen Islam verhindert werden. Zu den Opfern zählen beispielsweise die Islamforscherin Susanne Schröter, der Psychologe Ahmad Mansour und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide. Unter dem Vorwand, vorgebliche Muslimfeindlichkeit anzuprangern, werden Wissenschaftler, Publizisten und liberale Muslime denunziert, weil sie radikal-islamische Strukturen aufgedeckt haben.

Die EU förderte aus ihrem Programm „Zivilgesellschaftlicher Dialog zwischen der EU und der Türkei“ den Report mit etwa 140.000 Euro. In Auftrag gegeben wird der Report von der türkischen Stiftung SETA, einer Denkfabrik Erdoğans. Gründer und langjähriger Direktor der Denkfabrik ist Ibrahim Kalin, der heutige Sprecher und Berater des türkischen Präsidenten.



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Kommentare

Ralf Pöhling am 21.02.22, 19:52 Uhr

Islamophobie ist die begründete Angst davor, von radikalen Muselmanen unterworfen zu werden.
Und das ist nicht verwerflich, das ist folgerichtig.
Die radikalen Muselmanen agieren nach dem Motto "Willst du kein Moslem sein, schlag ich dir den Schädel ein". Und da das natürlich sofort auf massiven Gegenwind stoßen würde, wen sie es denn so offen aussprechen würden, tun sie das natürlich nicht und verstecken ihre Absicht zunächst hinter der Lüge namens Taqiyya. Bis sie hier so zahlreich sind, dass sie das nicht mehr nötig haben, weil die Unterdrückung aller Nichtmuslime dann nicht mehr auf ausreichende physische Gegenwehr stoßen kann, weil die Muselmanen dann in der Mehrheit sind.
Und die, die das Spiel schon durchschaut haben bevor sich die Mehrheitsverhältnisse zu Gunsten des Islam in Europa geändert haben, werden derweil als islamophob diskreditiert, damit das Spiel mit dem Geburtendschihad und der Änderung der Mehrheitsverhältnisse erfolgreich weiterlaufen kann . Was die aus dem Ausland gesteuerten Islamverbände in Europa tun, ist dem radikalen Islam hier bei uns propagandistisch die Tür zu öffnen, damit die Übernahme gelingt. Das Gefasel von Islamophobie ist faktisch Kriegspropaganda und gehört deshalb verboten.

sitra achra am 21.02.22, 18:06 Uhr

Es ist schon eine kleine Weile her, aber es wird verdammt nochmal Zeit, dass die Kreuzritter ihre müden Knochen erheben, um wiederum zum Kreuzzug zu blasen.
Schließlich geht es nicht nur darum, die heiligen Stätten gegen die wilden Horden des Islam zu schützen, sondern auch unseren Brüdern, den Juden, zur Seite zu stehen.
Gemeinsam sind wir stark! Islam ver... !!

Siegfried Hermann am 21.02.22, 11:54 Uhr

Erdogan hat das doch -immer wieder-- klar gestellt:
Es gibt nur EINEN Islam!
Und der ist radikal, intolerant, gegenüber seinen eigenen Ahänger verharmlosend, aggressiv gegen Andersgläubige und eroberungswillig!
Wer diesen kranken Zeitgeist auch nur einen Cent hinterher wirft gehört wegen Landes - und Volksverrat in den Gulag gesteckt.
Nebenbei:
Und was ist mit den seit JAHRZEHNTEN endlos zahlreichen Kinder-Zwangsprostitutions-kriminelle Großclans (Reeperbahn, Neukölln, Birningham!!, oder hier die Nordstadt. K-Kalk, marxloh und 1000 anderen no-go-aera)s für Deutsche) Sozialleistungs-betürgern, Terror in Schulen, abertausenden Drogendealer, die unsere Kinder vergiften und und und!!!
Wieso steht da nix drin und wird thematisiert???
Zum Teufel mit diesen Verein!

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