26.10.2020

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Am Boden: Lufthansa-Maschine auf einem Flugzeugfriedhof in Spanien
Foto: Flickr / TJDarmstadtAm Boden: Lufthansa-Maschine auf einem Flugzeugfriedhof in Spanien

Kommentar

Es kann nicht gutgehen

Die Bemühungen um die Rettung der Lufthansa belegen die alte Wahrheit, dass man „Wohlstand nicht drucken kann"

Hans Heckel
06.10.2020

Die dramatische Lage der Lufthansa (siehe die Seite 7 der aktuellen PAZ) steht beispielhaft für zahllose Unternehmen weltweit, die in der Corona-Krise unverhofft in Existenznot geraten sind. Sie deckt aber auch eine Illusion auf, in die sich Politiker, Ökonomen und Normalbürger geflüchtet haben. Diese Illusion besteht in dem Glauben, dass man nur „genug Geld in die Hand nehmen" müsse, um eine leidende Volkswirtschaft in Schwung zu bringen.

Das Beispiel Lufthansa bestätigt dagegen die alte Wahrheit, dass man „Wohlstand nicht drucken kann", indem man einfach Milliarden über Milliarden aus dem Hut zaubert. Wohlstand und Wachstum entstehen nur aus echter wirtschaftlicher Aktivität, welche Mehrwert am realen Markt schafft. Alles andere sind Tricks, die bestenfalls für einen kurzen Zeitraum wirken, in dem sie durchaus sinnvoll sein können. So spricht derzeit vieles dafür, eine Fluggesellschaft, welche eine nationale Bedeutung genießt wie die Lufthansa, auch mittels staatlicher Hilfszahlungen zu retten. Doch eine durchideologisierte Politik ist längst viel weiter und träumt davon, die Corona-Krise dafür zu nutzen, die Wirtschaft durch einen Zangenangriff aus Vorschriften und Subventionen politisch auf Kurz zu zwingen in Richtung eines „Green Deals".

Im Zuge dessen wird es für Unternehmen wie etwa Autohersteller oder Stromerzeuger immer wichtiger werden, ob sie den politischen Vorgaben genügen als die Frage, ob ihre Produkte wirklich markttauglich sind. Damit aber wird reale Unwirtschaftlichkeit zum Programm, und die daraus resultierende Ineffizienz der Unternehmen zwingt die öffentliche Hand zu immer neuen, immer teureren Eingriffen.

Die Erfahrungen aller sozialistischen Experimente zeugen davon, wo dies endet: im allgemeinen Bankrott. Hinzu kommt, dass die Schöpfung von immer mehr ungedecktem Geld, das zur wachsenden Dauersubventionierung nötig ist, den Geldwert untergräbt. So werden auch einfache Bürger zum unmittelbaren Opfer.



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Kommentare

Annegret Kümpel am 10.10.20, 18:28 Uhr

Es geht um Produktivität und Wertschöpfung und die gibt`s halt nur mit "echter, wirtschaftlicher Aktivität". So einfach ist das. Leider hat das der deutsche Michel noch längst nicht erkannt. Die Regierenden werden ihre Corona Politik so lange weiterbetreiben, solange sie sich der Zustimmung der Mehrheit der Bevölkerung gewiss sind. Es kann sich nur was ändern, wenn die Befürwortung der "Maßnahmen" rapide abnimmt. Das kann allerdings beim Schlafmichel dauern, wahrscheinlich zu lange und dann kommt das bittere Ende mit allen Konsequenzen, explizit mit dem Verlust des erwirtschafteten Wohlstands. Dann übernehmen andere Menschen, denen diese Art des Wohlstands unwichtig ist, die gesellschaftliche Ordnung. Warum wohl werden schon jetzt Flugzeuge und Schiffe in großem Stil abgewrackt? Fragen über Fragen! Meine wirren Gedanken! Herzliche Grüße

Siegfried Hermann am 07.10.20, 11:14 Uhr

Es gibt im Gegensatz zum sozialistisch-kommunistischen Wahnsinn, die ernsthaft glaubten ihr Müll wäre fantastisch, einen Unterschied. Die bunte Truppe der Merkelisten wollen die totale Zerstörung Deutschlands und global gesehen der westlichen Ländern zur einer totalitären 1% NWO.
Die Lufthansa, ohne Corona-Wahnsinn kerngesund (!), ist das nur das Symptom dieser Politik.
Will man den Laden "retten", muss man folglich die Ursache, das Kanzleramt samt willfährigen Helfershelfern, abservieren.
Mahlzeit!

sitra achra am 06.10.20, 18:03 Uhr

Übergangsweise muss eine happige Kerosinsteuer her. Danach darf nur noch mit Elektromotoren oder Wasserstofftechnik geflogen werden. Der Klimaschutz geht vor, meint auch Greta!

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