19.07.2024

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Potsdamer Konferenz

Fahrstuhl zur Geschichte

Im November beginnt die Sanierung der Hotelflächen und des Besucherempfangs im Schloss Cecilienhof

Harald Tews / SPSG
07.03.2024

Wer das Potsdamer Schloss Cecilienhof, in dem 1945 die drei alliierten Siegermächte über die Nachkriegsordnung berieten, besichtigen möchte, muss sich beeilen. Denn vom 1. November an bleibt das unter Kaiser Wilhelm II. errichtete Gebäude für voraussichtlich drei Jahre für den Publikumsverkehr geschlossen. Grund sind Sanierungsarbeiten. Nachdem von 2014 bis 2017 die Fassaden und Dächer des Schlosses vollständig instandgesetzt wurden (die PAZ berichtete), werden die Baumaßnahmen im Hotelbereich des Schlosses fortgesetzt.

Doch bis zum Ende der Sommersaison 2024 wird Schloss Cecilienhof noch regulär geöffnet sein, und als zusätzliches Angebot sind ab dem 25. Mai Gartenführungen vom Marmorpalais zum Schloss Cecilienhof buchbar. Unter dem Titel „Zwischen Königsträumen, Großmächten und Berliner Mauer – Eine Zeitreise durch das grüne Welterbe Neuer Garten“ taucht der Spaziergang ein in die Geschichte des Parks und greift die Ereignisse rund um die Potsdamer Konferenz 1945, die sowjetische Besatzungszeit sowie die deutsch-deutsche Teilung auf. Von Mai bis Oktober sind zusätzlich Sonderführungen der Schlossleitung geplant, die einen Einblick in die bevorstehenden Umbauten geben.

Der von 1913 bis 1917 im englischen Landhausstil für das Kronprinzenpaar Wilhelm und Cecilie von Preußen errichtete Cecilienhof war der letzte Schlossbau der Hohenzollern. Bis zum Kriegsende war er Wohnsitz dieses letzten deutschen Kronprinzenpaares. Heute ist das Haus vor allem als Tagungsort der Potsdamer Konferenz bekannt, als vom 17. Juli bis 2. August 1945 der damalige US-Präsident Harry S. Truman, der Sowjet-Diktator Josef Stalin und der britische Premier Winston Churchill beziehungsweise dessen Nachfolger Clement Attlee über die Neuordnung Deutschlands, Europas und der Welt verhandelten. Seit den 1960er Jahren war in dem Gebäudekomplex auch ein Hotel untergebracht, das bis zum Jahr 2014 Gäste beherbergte.

Vorgesehen sind nun umfangreiche Sanierungsarbeiten im Inneren, um einen Hotelbetrieb wieder zu ermöglichen und somit einen erheblichen Teil des Gebäudes, der aktuell noch ungenutzt ist, zu reaktivieren. Im Zuge dieses Vorhabens wird der bisherige Museumseingang verlegt, barrierefrei gestaltet und der museale Bereich um weitere Ausstellungsflächen vergrößert. Neben der Sanierung von 38 Zimmern und Suiten, der damit verbundenen Erneuerung der technischen Infrastruktur für einen energie- sowie ressourcenschonenden Betrieb und des baulichen Brandschutzes wird für das künftige Hotel ein – auch für die Öffentlichkeit zugängliches – Restaurant eingerichtet, ergänzt durch ein Imbissangebot im Hofgarten. Erstmals ist zudem ein Personenaufzug im Ostflügel des Schlosses vorgesehen.

Ein Besuch der Museumsräume wird während der Bauzeit nicht möglich sein. Die Schlossumgebung im Neuen Garten bleibt jedoch zugänglich, sodass sich das Schloss von außen weiterhin erleben lässt.

Karten für Schlossbesichtigungen zu 12 Euro sowie für Gartenführungen zu 10 Euro (ab April) unter tickets.spsg.de


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Kommentare

Peter Faethe am 25.03.24, 01:07 Uhr

Der rechtmäßige Eigentümer des Schlosses Cecilienhof ist nach einem deutschen Gerichtsurteil von ca. 1926 die Familie Hohenzollern. Die Sowjets haben nach der sog. Befreiung die Hohenzollern enteignet, was ein Verstoß gegen die Haager Landkriegs-Ordnung ist - also eines aus der Unzahl alliierter Kriegsverbrechen.
Wer gilt jetzt als Eigentümer ? Etwa der Vielfach-Hehler BRD ? Die PAZ schweigt dazu . . .

sitra achra am 09.03.24, 18:50 Uhr

Dort haben sich die alliierten Schweine getroffen und sich vor Freude über den längst geplanten Untergang Deutschlands unter den Tisch ins Koma gesoffen. Man sollte dieses Gebäude der Schande abreißen und die fremden Teufel, die verlogenerweise als "Verbündete" bezeichnet werden, aus dem Land jagen!

Michael Holz am 08.03.24, 16:52 Uhr

Die Deutschen ergötzen sich an den Symbolen ihrer Niederlagen. Das Potsdamer Abkommen 1945 (im Schloss Cicilienhof) ist wie das Versailler Diktat 1919 (Schloss Versailles) die Besieglung ihrer Bedeutungslosigkeit. Erst in einem echten Friedensvertrag wird der 1. Weltkrieg und der dazu gehörende Nachfolgekrieg, der fälschlich als 2. Weltkrieg bezeichnet wird, beendet werden können bevor der 3. Weltkrieg Deutschland, wie Karthago, verschwinden lässt - und der Dritte läuft bereits. Nur, "die in Berlin", haben es noch nicht mitbekommen, wie auch die überwiegend manipulierten" Rest-Germanen.

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