Preußische Allgemeine Zeitung Zeitung für Deutschland · Das Ostpreußenblatt · Pommersche Zeitung
Der Bestsellerautor Marcus Klöckner klagt in seinem aktuellen Buch die Kriegstreiberei der deutschen Politiker und die Gleichgültigkeit der Bevölkerung an
Kriegstüchtig“ lautet der Titel des neuesten Buchs des Journalisten und Bestsellerautors Marcus Klöckner, in dem in eindrucksvoller Weise dargelegt wird, warum „kriegstüchtig“ das Unwort des Jahres sein sollte. Denn es steht im Gegensatz zu „verteidigungsbereit“ für eine zunehmende Militarisierung von Politik und Gesellschaft, Feindbilddenken, Unwissenheit in militärischen Dingen und Empathielosigkeit gegenüber der Mehrheit der Menschen, die nicht darauf erpicht sind, dass deutsche Soldaten unsere – angebliche – Freiheit unter Einsatz ihres Lebens und üppig fließender Steuermittel „an der NATO-Ostflanke“ zu verteidigen“.
Klöckner stellt immer wieder provokante, aber berechtigte Fragen wie: „Wenn der Boden, den es mit allen Mitteln zu verteidigen gilt, angeblich so wertvoll ist: Warum stehen die Politiker mit ihren Söhnen und Töchtern nicht selbst in der ersten Reihe und verteidigen ihn?“ Da Strack-Zimmermann, Pistorius und Co. dies wohl keinesfalls tun werden, auch wenn sie noch so martialisch daherreden, kann man ihnen – hier hat Klöckner völlig Recht – mit gutem Gewissen entgegnen: „Wir müssen kriegstüchtig werden? Nein, wir müssen gar nichts!“
Außerdem, so der Autor weiter, laufe das ganze Geschwafel von der „Kriegstüchtigkeit“ doch vor allem darauf hinaus, die Rüstungsindustrie in „Dauerschampuslaune“ zu versetzen. Das müssten eigentlich auch die Medien thematisieren, aber diese würden durch Einfalt oder Duckmäusertum glänzen und das gefährliche Kriegsgeschrei noch durch eigene Beiträge verstärken.
Die Kriegstreiber sind also unter uns, wie auch eine Kapitelüberschrift des Buches lautet, unter der Klöckner ausführt, dass diese „zu den niederträchtigsten Subjekten gehören, die sich eine Gesellschaft vorstellen kann ... Sie gehen – im wahrsten Sinne des Wortes – über Leichen.“ Im selben Zusammenhang schlägt der Autor den Bogen hin zum Ukrainekrieg. Dabei verweist er auf dessen Entstehung, die „nicht im luftleeren Raum“ erfolgte. Aber Propaganda töte eben die Fakten.
Des Weiteren sorge die Gehirnwäsche auch für die viel zu geringe Zahl von „friedenstüchtigen Bürgern“, die den Kriegstreibern „das Grundgesetz um die Ohren schlagen“. Klöckners Buch könnte für eine Zunahme dieser Kriegsverweigerer sorgen, wenn es genügend Leser findet, die Klartext schätzen. Denn wie schon aus den Zitaten hervorgeht, nimmt der Verfasser kein Blatt vor den Mund.
Marcus Klöckner: „Kriegstüchtig. Deutschlands Mobilmachung an der Heimatfront“, Fiftyfifty Verlag, Köln 2025,
broschiert, 159 Seiten, 16 Euro