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Zum 250. Geburtstag des Romantikers – Ausstellung „Labyrinth“ eröffnet einen Veranstaltungsreigen
Der gebürtige Königsberger Dichter der Romantik, E.T.A. Hoffmann, genießt in der Russischen Föderation und ganz besonders im Königsberger Gebiet ein sehr hohes Ansehen. Vor 250 Jahren, am 24. Januar 1776, erblickte der deutsche Geschichtenerzähler, Komponist und Zeichner in der ostpreußischen Hauptstadt das Licht der Welt. Seine Beliebtheit findet nicht nur in Spuren seiner Werke im Stadtbild Königsbergs und des Kurorts Cranz ihren Ausdruck, sondern auch in immer wieder neu konzipierten Ausstellungen.
Seit 20 Jahren zeigt das Königsberger Gebietsmuseum für Geschichte und Kunst (KOIM) in der früheren Stadthalle im Rahmen der sogenannten Hoffmaniana Ausstellungen mit Bezug zu den Werken des deutschen Romantikers. Die erste dieser Präsentationen fand 2006 im Gebietsmuseum statt. Sie wurde unter dem Titel „Ausgezeichnet im Amt als Schriftsteller, als Musiker, als Künstler“ von Bernhard Schemmel, dem damaligen Vorsitzenden der E.T.A. Hoffmann-Gesellschaft in Bamberg, eröffnet. Ein Jahr später nahmen bereits 30 Künstler aus Königsberg und weiteren Städten der Russischen Föderation, aus der Bundesrepublik sowie den USA teil. Insgesamt präsentierten sie 150 Werke, darunter Gemälde, Grafiken und Skulpturen.
Zum bevorstehenden 250. Geburtstag des Schriftstellers und dem 20-jährigen Bestehen der „Hoffmaniana“ wurde bereits Ende Dezember im KOIM die neue Ausstellung „Labyrinth“ eröffnet. Das Publikum hat sie dankbar angenommen, wie die Besucherzahlen belegen. „Das Wesen der Hoffmaniana-Projekte besteht darin, zu lernen, durch die Zeit zu sehen, ein magisches Okular zu finden, das die Realität nicht verzerrt wie Coppelius' Brille, sondern verbindet“, heißt es auf der Homepage des Museums zur Einstimmung auf die Ausstellung.
Präsentiert werden die Werke von russischen Malern und Fotografen, die von E.T.A. Hoffmanns Erzählungen zu neuen Ideen inspiriert wurden. Die Künstler haben versucht, im modernen Königsberg Räume zu entdecken, an denen sich Hoffmanns Märchen entfaltet haben könnten. „Die gesamte Ausstellung ist absolut erstaunlich, die Werke der Künstler beeindrucken mit ihrer Vielfalt und ihrem Talent!“ sagte Natalia Fomina, von der Künstlervereinigung „Symbiose“. An der feierlichen Eröffnung nahmen neben Vertretern von Künstlervertretungen auch Dichter, Handwerker und Liebhaber der Werke des Dichters teil. Jekaterina Manjuk, die Leiterin des Museums, zeigte sich stolz darüber, dass das Projekt Hoffmaniana im Laufe der Zeit vielen Künstlern die Möglichkeit gegeben habe, ihre Werke zu präsentieren und sich selbst neu auszuprobieren. In 20 Jahren konnten auf diese Weise mehr als 1.200 Künstler zusammengebracht werden. Die aktuelle Ausstellung ist noch bis zum 22. Februar geöffnet.