22.06.2024

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Szenen eines bedrohlichen Wandels

Immer offensichtlicher wird, dass der Traum von einer multikulturellen Gesellschaft geplatzt ist. Längst dominiert vielerorts eine migrantische Monokultur, in der freiheitlich-liberale deutsche und europäische Lebensentwürfe verdrängt werden

Reinhard Mohr
15.12.2023

Manchmal sind es die kleinen, eher zufälligen Beobachtungen, die auf ein größeres Bild verweisen, auf langfristige Tendenzen, bedrohliche Entwicklungen. Als ich jüngst nach längerer Zeit wieder einmal durch die Münchener Straße im Frankfurter Bahnhofsviertel ging, in der ich einst zehn Jahre gewohnt hatte, fühlte ich mich wie im falschen Film. Auch in den 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts war die Straße, die den Hauptbahnhof mit dem Bankenviertel verbindet, ein wahrhaft multikultureller Ort gewesen. Es gab viele türkische Geschäfte, aber auch den deutschen „Feinkost Schenck“ mit exquisitem Wildfleisch, einen spanischen Spezialitätenladen, ein bayerisches Bierlokal und den obligatorischen italienischen Eissalon. Ansonsten herrschte der übliche Trubel einer Großstadt mit Straßenbahngebimmel, Feuerwehrsirenen, eiligen Passanten und der ortstypischen Drogenszene.

Inzwischen aber ist aus „Multikulti“, auch wenn hier immer noch dreißig verschiedene Nationen ansässig sind, eher „Monokulti“ geworden, ein türkisch-arabisch-islamisches Milieu mit ausgeprägter Macho-Kultur, massivem Männerüberschuss und drei Hinterhof-Moscheen, eine davon Teil der türkischen, Erdoğan-treuen Religionsbehörde
DİTİB. Ein Barbershop reiht sich an den anderen, Kebap-Buden und Fladenbrot-Bäckereien wechseln sich mit Sportwetten-Etablissements, Mobilfunk-Butzen und türkisch-arabischen Lokalen ab, an deren glatten Resopaltischen im fahlen Neonlicht überwiegend bärtige Herren sitzen.

Keine Spur mehr von Spaghetti-Eis, Rehrücken aus der Rhön und spanischem Serrano-Schinken. Vielfalt war gestern. Frauen sind eine kaum sichtbare Minderheit, dafür stehen auf dem Bürgersteig immer wieder kleine Männergruppen beisammen. Mittendurch rattert die Straßenbahnlinie 11, in der, so berichten glaubwürdige Zeugen, Worte wie „Du Jude“ und „Judensau“ zum alltäglichen Vokabular zehn- und zwölfjähriger Schüler gehören.

Ein eigener Kosmos
Und plötzlich schießt mir unwillkürlich ein kleiner böser Gedanke durch den Kopf: Diese Straße, in der ich mich wohlgefühlt habe, obwohl sie nie eine Heimstatt biodeutscher Gemütlichkeit war, ist eigentlich schon gar nicht mehr Teil der Bundesrepublik Deutschland, jedenfalls so, wie wir sie kennen und schätzen. Sie gehört auch nicht zum bürgerlich-liberalen, inzwischen allerdings ziemlich grün, Lastenfahrrad-freundlich und „woke“ gewordenen Frankfurt am Main, der ehrwürdigen Stadt deutscher Kaiserkrönungen, Geburtsort von Goethe, Ludwig Börne und Theodor W. Adorno.

Auch das legendäre Frankfurter Raum-Zeit-Kontinuum der alten 68er-Hochburg von Joschka Fischer und Dany Cohn-Bendit, Hotspot der linken Frauenbewegung in den 1970er Jahren, entstammt einer anderen Galaxie. Ohne über empirische Belege zu verfügen ist zu vermuten, dass in der Münchener Straße auch kaum jemand den notorischen Reden von Bundespräsident Steinmeier an die „lieben Mitbürgerinnen und Mitbürger“ zur deutschen Staatsraison und den flammenden Aufrufen gegen Antisemitismus, für „Weltoffenheit“ und „Zusammenhalt“, folgen dürfte. Die fest in der politisch-medialen Meta-Blase gefangene Talkshow-Kultur à la Anne Will, Maybrit Illner und Markus Lanz gehört ebenso einer fremden Welt an, die hier nichts zu suchen hat. Man lebt im eigenen Kosmos und hat anderes zu tun.

Es gibt viele solcher Straßen in Deutschland, ob in Duisburg oder Gelsenkirchen, in Dortmund oder Essen. Hier und da sind es ganze Straßenzüge, die zwischen Sozialghetto und religiöser Parallelgesellschaft changieren. Dort wird der säkulare Rechtsstaat bestenfalls ignoriert und schlimmstenfalls mit offener Verachtung und Aggressivität bedacht.

„Der Sieg Allahs ist nah!“
Berühmt-berüchtigt ist die Sonnenallee in Berlin-Neukölln, derzeit eine Art Mini-Gaza, wo sich Hummus auf Hamas reimt und wie an zahlreichen anderen Orten ein antiwestlicher, verschwörungstheoretisch aufgeladener Antisemitismus wütet, der jüngst auf einer Demonstration von mehreren tausend Essener Propheten eines künftigen Kalifats in Deutschland in der islamistischen Parole gipfelte: „Der Sieg Allahs ist nah!“

Die – im Gegensatz zu den ukrainischen – äußerst spärlichen israelischen Flaggen im Land werden immer wieder heruntergerissen, zertrampelt oder verbrannt. Juden fühlen sich bedroht, die Kippa verschwindet unter dem Basecap. Man vermeidet bestimmte Themen, Orte und Begegnungen und erinnert sich vielleicht an Bertolt Brecht, der während der NS-Herrschaft schrieb: „Was sind das für Zeiten, wo ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist, weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!“

Ein führender afghanischer Taliban tritt derweil völlig ungestört in der Kölner DİTİB-Moschee auf, und Kämpfe zwischen syrischen und libanesischen Clans finden inzwischen auf offener Straße statt. Beim Fußball-Länderspiel gegen die Türkei in Berlin herrschte bei der Übermacht von 50.000 türkischstämmigen Fußballfans eine Atmosphäre wie in Istanbul. Ein ehemaliger grüner Landtagsabgeordneter aus Hessen berichtete, dass ihn eine Zuschauerin im Olympiastadion, zwei Fahnen mit dem roten Halbmond schwenkend, wörtlich fragte: „Warum bist du so dumm und singst die deutsche Hymne?“ Ein türkischer Fan ergänzte kongenial, man werde sowieso bald die „Mehrheit“ sein. Hier wird schon mal provokativ die „Machtfrage“ gestellt. Zitate, wie ausgedacht für die AfD, die davon profitieren wird.

In den Schulen setzt sich all das fort. Was in bestimmten muslimischen Milieus gesagt und gedacht wird, vom täglichen Konsum türkischer und arabischer Fernsehsender wie Al-Dschasira befeuert, spiegelt sich in Schulklassen wider, wo Lehrer größte Schwierigkeiten haben, sachlich über den israelisch-palästinensischen Konflikt, die Hamas und die Rolle des Iran zu sprechen. Extrem heikel ist das Thema Holocaust, wenn schon Achtjährige die antisemitischen Sprüche ihrer Eltern im Unterricht zum Besten geben oder gar die Lehrkräfte körperlich attackieren. Ganz allgemein steigt die Gewaltkriminalität – laut einer Statistik des Bundeskriminalamts für das erste Halbjahr 2022 mit einer Zunahme bei nicht-deutschen Tatverdächtigen um 23 Prozent.

Soweit wie in Frankreich, wo zwei Lehrer ermordet wurden, ist es freilich noch nicht. Vorerst sind es nur Puzzlesteine, die sich noch nicht zu einem flächendeckenden Gesamtbild fügen. Doch in Frankreich und Belgien, Holland und Schweden zeigt sich schon, dass ein gesellschaftliches – und politisches – Klima kippt, wenn es Großstadtquartiere und Kleinstädte in der Provinz gibt, in denen keine Frauen mehr in den Bars und Cafés zu sehen sind und ein breitbeiniger, bärtiger Machismo dominiert, dessen anachronistischer „Ehrbegriff“ mit dem modernen Europa nichts zu tun hat.

Wo „Integration“ eine Leerformel ist
Zu all dem kommen die nicht mehr zu leugnende Überforderung durch die illegale Zuwanderung und manifeste Fremdheitsgefühle, ja Ängste unter jenen, in deren Dörfern plötzlich mehrere hundert arabische und afrikanische Flüchtlinge auftauchen. „Integration“ ist da nur noch eine Schimäre, eine wohlfeile Phrase, eine Leerformel der politischen Klasse, die mit dieser sozialen Realität überhaupt nicht konfrontiert wird außer in wohltemperierten „Townhall-Meetings“ mit handverlesenen Bürgern.

Was mein Frankfurter Aha-Erlebnis betrifft und die bange Frage, ob das Kind nicht schon in den Brunnen gefallen ist: Nach dem fünften Barbershop auf dreihundert Metern erinnerte ich mich unwillkürlich an Angela Merkels Satz, den sie auf dem Höhepunkt der Zuwanderungswelle von 2015 zum Besten gab. Bis heute gilt er als ihr politisches Vermächtnis und bleibendes Leitmotiv der – gerade wieder aufflammenden – Debatte über Migration und Integration: „Ich muss ganz ehrlich sagen, wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“

Die Ansage von ganz oben war ein moralischer Schlag ins Kontor der empfindsamen deutschen Seele, und Zyniker wetteten schon darauf, ob und wann die Kanzlerin das unfreundliche Land der Täter verlassen würde. Es kam anders, sie blieb, und so wurde die „Willkommenskultur“, das freundliche Gesicht der postnazistischen Deutschen, zum Maßstab aller Dinge. Unvergessen der leidenschaftliche Ausruf der Grünen-Politikerin Göring-Eckardt, heute Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, auf der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland am Vorabend des 9. November 2015: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt!“

Gut acht Jahre, einen Kanzler und drei Millionen meist illegal eingewanderte Flüchtlinge später stellt sich freilich die Frage: Doch was, wenn gerade das freundliche Gesicht am Ende dafür gesorgt hat, dass immer mehr Deutsche das nagende Gefühl plagt, es könnte irgendwann soweit sein, da sie selbst sagen: „Das ist nicht mehr mein Land.“?

Dabei handelt es sich nicht um durchgeknallte Reichsbürger, eingefleischte AfD-Fans oder Verschwörungstheoretiker, die vom großen „Bevölkerungstausch“ reden, sondern um Menschen, die sich an ein berühmtes Zitat erinnern können: „Der freiheitliche, säkularisierte Staat lebt von Voraussetzungen, die er selbst nicht garantieren kann.“ Es stammt von Ernst Wolfgang Böckenförde (1930–2019), Staatsrechtler und Rechtsphilosoph, und ist so etwas wie die intellektuelle wie politische Existenzgrundlage der Republik jenseits aller politischen Tageskämpfe.

Die Grundlagen des Staates bröckeln
Immer wieder stellt sich die Frage, ob eine ausreichende Mehrheit der Bevölkerung diese Voraussetzungen einer demokratisch verfassten Republik mit Leben erfüllt und im Notfall verteidigt, darunter Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, freie Wahlen, Kunst- und Religionsfreiheit sowie den Anspruch jedes Individuums, sein eigenes privates Glück zu finden.

Salman Rushdie, der ein halbes Leben lang von der Fatwa islamistischer Fanatiker bedroht wurde, hat kurz nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 die wichtigsten Zutaten der westlich-demokratischen Lebensweise auf ungleich poetischere Weise formuliert: „Küssen in der Öffentlichkeit, Schinken-Sandwiches, offener Streit, scharfe Klamotten, Kino, Musik, Gedankenfreiheit, Schönheit, Liebe.“

Genau darum geht es: nicht um die Verteidigung von Schweinsbraten und Knödel, Sauerkraut und Jägerzaun, altdeutsche Traditionen, die ihre verdienten Refugien schon bewahren werden, sondern um die liberale, freiheitlich-demokratische Gesellschaft insgesamt, die sich ihrer Stärken und Vorzüge bewusst ist und diese gegen jeden Angriff verteidigt, ob von links, rechts oder aus jenen migrantischen Milieus, die in autoritären, vordemokratischen Zeiten verharren, die sie fälschlich für die leuchtende Zukunft halten.

Erst dann wird Deutschland mein Land, unser Land bleiben.

Bis auf Weiteres aber dürfte das Unbehagen weiterwachsen und sich in entsprechenden Wahlergebnissen niederschlagen.

Reinhard Mohr war bis 2004 Redakteur des „Spiegel“ und bis 2010 Autor von „Spiegel Online“. Er schreibt heute unter anderem für „Die Welt“ und „Neue Zürcher Zeitung“. Vor Kurzem erschien sein zusammen mit Henryk M. Broder verfasstes Buch „Durchs irre Germanistan. Notizen aus der Ampel-Republik“ (EuropaVerlag).
www.europa-verlag.com


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Kommentare

Peter Müller am 15.12.23, 16:31 Uhr

Das ist leider genau das was auch ich seit Jahren beobachte. Deutschland und ganz Westeuropa gehen immer mehr zu Grunde. Die regierenden Politiker, die eigentlich gegensteuern müssten, scheinen das Ganze eher zu befeuern :-(

Gregor Scharf am 15.12.23, 13:04 Uhr

@Dr. Holz Michael
Geniessen Sie die Zeit, die Ihnen noch bleibt. Sie haben es sich mit Sicherheit verdient und Ihren Teil dazu beigetragen, dass der Laden nicht schon früher zusammengebrochen ist.

Ralf Pöhling am 15.12.23, 12:23 Uhr

Wunderbar erkannt. Die multikulturelle Offenheit öffnet natürlich auch dem fundamentalen Islam die Tür, der andere Kulturen nicht toleriert, langsam zersetzt und unterdrückt.
So wird durch den Islam aus "Multikulti" dann "Monokulti." Der woke Unsinn, mit dem man die Menschen gehirnwaschen will, ändert daran gar nichts, denn die Muselmanen hören da gar nicht hin.
Das Problem lässt sich aber abstellen. Wenn die Sabotage aus den eigenen Reihen endlich aufhört, die freigegebenen Mittel auch da ankommen, wo sie hin sollen und wenn die "Produzenten" auch mal auf ihre Fachleute hören.
Ich sehe nicht nur eine durch Bestechung und Korruption ausgelöste Sabotage der inneren Abwehr, sondern auch eine offenkundige Unwissenheit bei einem Teil der Geldgeber, die deshalb nicht wirklich begriffen haben, was hier passiert und wie konsequent man damit umgehen muss.
Ich hatte vor langer Zeit eine funktionierende Defensivstrategie dagegen entwickelt, die aber einfach nicht umgesetzt wird. Wegen Sabotage und Unkenntnis.
Wenn man das endlich so umsetzt, wie ich das schon lange fordere, "werden wir nicht alle sterben", sondern die Kollateralschäden dabei massiv nach unten gehen.
Was die Israelis da als Vergeltung tun, ist zwar legitim und richtig, lässt sich aber vermeiden, wenn man die Defensive so weit stärkt, dass solche Auswüchse wie am 7. Oktober in Israel gar nicht mehr passieren können, weil die Gegenwehr unverzüglich eingreift und damit nur die Schuldigen trifft. Und irgendwie scheint man das gerade in den USA nicht zu verstehen. Die US Strategie in Nahost hat über Jahrzehnte grauenhaft versagt. Es stellt sich deshalb schon die Frage, warum die Amerikaner in dem Punkt immer noch das letzte Wort haben wollen.
Ich muss das jetzt so hart sagen: Nicht nur, dass die Amerikaner vom Islam überhaupt keine Ahnung haben, sie haben in ihrer gesamten Geschichte nur einzigen Krieg gewonnen, nämlich den Sezessionskrieg.
Weil sie da gegen sich selbst gekämpft haben und gar nicht verlieren konnten.
Alle anderen Kriege haben sie verloren und bestenfalls einen Stillstand auf Kosten ihrer eigenen Partner erreicht.
Die USA denken nicht langfristig, sondern in kurzfristigen Erträgen. Deswegen gewinnen sie zwar Schlachten, verlieren aber jeden Krieg.
Und im Falle der Globalisierung führt ein Verlust des Krieges zur globalen Fremdherrschaft durch den Islam. Und zwar zu allererst bei uns in Europa. Den Amerikanern scheint das wieder mal egal zu sein, denn man kann ja auch mit einem islamisierten Europa Handel treiben. Dass die Europäer dabei den Bach runter gehen, sehen die Amerikaner nicht. Weil die Nähe zum Problem und die richtige Aufklärung fehlt. Das geht natürlich auch anders.
Etwas nicht zu wissen, ist nicht verwerflich.
Etwas nicht wissen zu wollen schon.
Lasst uns das Problem jetzt endlich abstellen. Dafür muss aber endlich zugehört und mit der Bremserei aufgehört werden. Wer einen Krebs aufgrund der Angst vor einer Operation wuchern lässt, der wird unweigerlich daran sterben. Und zwar auch dann, wenn er Amerikaner ist.
Niemand erwartet, dass die Amerikaner hier wieder das Zepter übernehmen. Aber man kann als Europäer schon erwarten, dass die Bremserei aufhört, sonst gehen wir hier nämlich den Bach runter.
Wer Angst vor unschönen Bildern hat, der wird sie erst recht bekommen. Nämlich dann, wenn das Problem derart angeschwollen ist, dass es nur noch mit dem Hammerschlag zu stoppen ist.
Und noch ein Nachsatz: Den Israelis muss man das alles gar nicht erklären. Den Franzosen auch nicht. Die sind 2015 aufgewacht und halten professionell dagegen. Die Amerikaner sind hingegen an 9/11 moralisch komplett demontiert worden.
Jetzt stelle ich mir gerade die Frage, haben die Israelis und besonders auch die Franzosen hier in Europa mehr Mumm in den Knochen als die Amerikaner, weil sie das Problem hart angehen?
Schutzmacht sollte nur jemand sein, der so viel Mumm in den Knochen hat, dass er seine Schützlinge auch verteidigt. Das sehe ich bei den USA nicht mehr.
Bei den Israelis und den Franzosen schon.
Bei einem Teil der Deutschen auch. Aber die werden andauernd fälschlich verteufelt, sabotiert und kleingehalten. Und das muss aufhören.

Dr. Holz Michael am 15.12.23, 11:46 Uhr

@ Gregor Scharf am 15.12.23, 10:36 Uhr:
Dem ist nichts mehr hinzu zu fügen, auch Frau Wolnow hat recht. Aber: fasst 80 und vor Covid aus Europa in ein Dritt-Welt-Land geflohen, was kann ich noch machen, als zornig die Fäuste (in der Hosentasche) zu ballen und alten Erinnerungen nachhängen.

Gregor Scharf am 15.12.23, 10:36 Uhr

Den beschriebenen Kulturschock erlebte ich ebenfalls so wie der Herr Mohr. Allerdings exakt zu einer Zeit, die er noch für angenehm im besagten Frankfurter Bahnhofsviertel hielt. Es war unser erster Besuch im Westen nach der Maueröffnung. Nichtsahnend landeten wir im Bahnhofsviertel und liefen nachts durch die Unterführung. Drogenabhängige, vollgepisste Ecken, Obdachlose . . . und eine Razzia durch die Polizei, die uns für Dealer hielt und mit dem Personalausweis der Deutschen Demokratischen Republik nichts anfangen konnte. Das war das Gesicht des Westens. Die Klischees, die wir nicht wahrhaben wollten, trafen allesamt zu.
Und es ist auch zutreffend, dass es nie um Multikulti ging, sondern um die zielgerichtete Zerstörung unserer deutschen Heimat und die Homogenität unseres Volkes. Wer das noch immer nicht verstanden hat, dem ist nicht zu helfen.
Eines ist jedoch gewiss wie das Amen in der Kirche. Mit uns Mitteldeutschen hat diese Sekte der Zerstörung kein leichtes Spiel. Wir werden kämpfen und sind dazu bereit, jeden aus dem Weg zu räumen, der uns an unserem freien Leben hindern will.
Deutschland war an dem Punkt nicht mehr mein Land, als Schröder an die Macht kam. Nicht, weil die DDR besser war, sondern weil die BRD nichts mehr mit Deutschland und deutscher Kultur zu tun hatte. Und wenn es nötig ist, über den Islam wieder Ordnung in diesen Sauhaufen zu bringen, dann soll es so geschehen. Was hier als Freiheit gelobt wird, hat sich längst zu ungezügelter Freizügikeit und Anrüchigkeit entwickelt, wo selbst Kleinkinder nicht mehr wissen, ob sie morgen noch Junge oder Mädchen sind. Und da wundern Sie sich Herr Mohr? Man muss sich mittlerweile ekeln vor dem, was hier läuft. Die wirklichen Flüchtlinge können einem leidtun. Sie kommen vom Regen in die Traufe so wie wir ahnungslosen Ossis.
Trotz allem danke an die Sowjets. Nur so konnten wir erwachsen werden und erkennen, wie diese Welt wirklich ist. Leben heisst Kampf und wer nicht kämpft, hat keine Berechtigung auf sein Leben. Das gilt für den Einzelnen wir für ein Volk. Die Ukrainer kämpfen. Die Russen kämpfen. Und was tun wir . . . dumm quatschen und vor Angst zittern, und diejenigen, die sich ihrer Haut erwehren, steckt man wegen Fremdenfeindlichkeit und sontigem Unsinn in den Knast. Wehe dem, der sich in Sicherheit wiegt und hinter Gesetzen versteckt, die gegen das eigene Volk gerichtet sind. Das hat noch zu keiner Zeit sozielen Frieden gebracht.
Frohe Weihnachten und/oder ein schönes Julfest je nach Lust und Laune.

Kersti Wolnow am 15.12.23, 09:23 Uhr

Wer viele Kulturen in die seine eindringen läßt, riskiert, daß die stärkste sich durchsetzt und auch die eigene verdrängt. Der aggressive Amerikanismus der Nachkriegszeit samt seiner Ideologie hat alle Länder ihrer Eigenheiten beraubt. Nicht vergessen werden darf dabei, daß schon die Länder der Nachkriegsordnung seit 1918 nicht mehr identisch mit Völkern sind. es ist ein steiler Weg in den Keller, und die Zukunft ist grau.

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