17.04.2024

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Gesellschaft

Unser Leben beruht auf den Leistungen der „alten weißen Männer“

Keine Gruppe wird von den „Progressiven“ derart geschmäht wie sie. Doch ohne ihre Errungenschaften wäre die heutige Kultur und Zivilisation der Menschheit völlig undenkbar

Wolfgang Kaufmann
25.02.2024

In der Rangliste der verdammenswertesten Subjekte auf unserem Planeten kommt der „Alte Weiße Mann“ heutzutage oft gleich nach dem „Nazi“, sofern die beiden Begriffe nicht ohnehin synonym verwendet werden. Erfinder der Worttriade ist der US-amerikanische Altphilologe Bernard MacGregor Walker Knox. Dieser zog 1992 über „tote weiße europäische Männer“ her – und zwar anlässlich der Verleihung der höchsten Auszeichnung, welche die Regierung der Vereinigten Staaten an Vertreter der Geisteswissenschaften im eigenen Lande zu vergeben hat. Spätestens seit 2010 gilt „Alter Weißer Mann“ dann als Schimpfwort, das eine ganze Personengruppe diskriminiert und pauschal der Gerontokratie, des Sexismus und des Rassismus bezichtigt. Dabei steigerten sich manche „Frauenrechtlerinnen“ in extreme Aggressionen hinein.

Ein Beispiel hierfür ist die deutsche Schriftstellerin und Journalistin Mirna Funk. Sie meinte 2017 im Interview mit dem Online-Magazin „Edition F“, Frauen sollten „eine feministische Terrorgruppe gründen, um die alten weißen Männer aus dem Weg zu schaffen“. Dem hielt der Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz 2023 entgegen, hinter der westlichen Kultur und der Modernisierung der gesamten Welt durch Wissenschaft und Technik „steht niemand anderer als der alte weiße Mann oder manchmal auch junge weiße Männer. Auf jeden Fall tote weiße Männer.“ Und damit hatte er Recht.

Die Welt wäre sehr viel ärmer
Immanuel Kant war 57 Jahre alt, als er 1781 seine epochale „Kritik der reinen Vernunft“ herausbrachte, und Johann Sebastian Bach arbeitete noch im 64. Lebensjahr an der „Kunst der Fuge“. Ähnlich verhielt es sich mit Johann Wolfgang von Goethe: Den ersten Teil des „Faust“ legte er mit 51 vor, und den zweiten Teil dann im Alter von 81. Ebenso zählte Ludwig van Beethoven mit 53 Jahren zu den alten Männern seiner Zeit, als er 1824 die Neunte Sinfonie vollendete.

Bemerkenswert ist zudem das hohe Alter vieler männlicher weißer Nobelpreisträger: Der US-amerikanische Physiker John Goodenough, welcher wichtige Beiträge zur Entwicklung der heute unverzichtbaren Lithium-Ionen-Akkus lieferte, war zum Zeitpunkt der Preisverleihung im Dezember 2019 bemerkenswerte 97 Jahre alt. 2018 wiederum ging der Physik-Nobelpreis an den 96-jährigen Laser-Pionier Arthur Askin und 2002 an den 88-jährigen Raymond Davis für die „Messung des Unmessbaren“, nämlich den Nachweis kosmischer Neutrinos. Ebenso erhielt der Wirtschaftswissenschaftler und Vater grundlegender ökonomischer Theorien, Leonid Hurwicz, den Preis mit 90 Jahren.

Letztlich wäre die Welt ohne die alten beziehungsweise inzwischen auch toten weißen Männer heute sehr viel ärmer. Das zeigt unter anderem ein Blick auf die Innovationen in den Bereichen Medizin und Technik oder zur Erleichterung des Alltags der Menschen.

So verdanken wir der geschmähten Personengruppe unter anderem folgende praktische Dinge: Streichholz, Glühlampe, Konservendose samt Dosenöffner, Kronkorken, Sonnenbrille, Rasierklinge, Chipkarte, Geldautomat, Telefon, Bleistift, Kugelschreiber und Füllfederhalter, Radiergummi, Leitz-Ordner, Fernsehgerät samt Fernbedienung, Radio, Lautsprecher, Tageszeitung, Buchdruck, E-Mails, Wasserklosett, Klimaanlage, Nähmaschine, Elektrisches Bügeleisen, Geschirrspül- und Waschmaschine, Kühlschrank, Mikrowellenherd, Supermarkt und Einkaufswagen, Rolltreppe, Briefmarke, Kleiderbügel, Reißverschluss, Regenmantel, Aufzug, Feuerlöscher, GPS, CD und DVD, Kreuzworträtsel und Zylinderschloss.

In der Medizin glänzten weiße Männer, welche in der Regel auch alt wurden, sofern sie es zum Zeitpunkt ihrer Leistung nicht bereits waren, durch folgende Neuerungen von oftmals lebensrettender Natur: Stethoskop, Künstliche Niere, Herzschrittmacher, Herz-Lungen-Maschine, Ultraschallgerät, Computer- beziehungsweise Magnetresonanztomograph, Röntgen- und EKG-Gerät, Transplantationen, Insulin-Spritze, Penicillin, Pocken- und Polio-Impfung, Chloroform-Anästhesie und Kontaktlinsen.

Auch die Kritiker profitieren massiv
Dazu kommt die unglaubliche Vielzahl an bedeutsamen technischen Erfindungen, seit das griechische Genie Archimedes von Syrakus im 3. Jahrhundert v. Chr. die nach ihm benannte Schraube und den Brennspiegel ersonnen hatte. Zu solchen weltverändernden Schöpfungen gehören: Fernrohr, Mikroskop, Barometer, Seismometer, Blitzableiter, Luftpumpe, Mechanischer Webstuhl, Spinnmaschine, Dynamo, Elektromotor, Transformator, Kondensator, Elektromagnet, Induktionsspule, Leiterplatte, Transistor, Integrierter Schaltkreis, Batterie, Kernreaktor, Gasturbine, Dampfmaschine und -schiff, Schiffsschraube, Kreiselkompass, Dampfhammer, Dampf- und Elektrolokomotive, Zweitakt-, Viertakt- und Dieselmotor, Gasturbine, Automobil, Motorrad, Fahrrad, U-Boot, Unterwasseratemgerät, Wasserstoffballon, Luftschiff, Motorflugzeug, Hubschrauber, Fallschirm, Düsentriebwerk, Steuerbare Rakete, Tonbandgerät, Fotoapparat, Filmkamera, Laser, Sonnenkollektor, Brennstoffzelle, Wärmepumpe, Zentralheizung, Radiotelegraphie, Radar, Schreibmaschine, Erdölbohr- und Förderturm, Teilchenbeschleuniger und Eisenbeton.

Drei revolutionäre Erfindungen des weißen Mannes waren zudem der Computer, das Smartphone und das Internet. Als Erbauer des ersten funktionstüchtigen, vollautomatischen und frei programmierbaren Computers Z3 trat der deutsche Ingenieur Konrad Zuse (1910–1995) hervor. Die Einführung des ersten Smartphones mit Touch-Display wiederum geht auf den US-Unternehmer Steve Jobs (1955–2011) zurück. Und das Internet verdankt die Menschheit vorrangig dem britischen Physiker und Informatiker Timothy Berners-Lee, der 1955 geboren wurde und somit nunmehr 68 Jahre alt ist.

Letztlich kann man also mit Fug und Recht sagen, dass radikale Feministinnen wie Funk, welche die moderne Technik nutzen, um ihre toxischen männerfeindlichen Botschaften zu verbreiten, ohne den Erfindungsreichtum der diffamierten „Alten Weißen Männer“ kaum eine Chance hätten, Beachtung zu finden – ganz abgesehen von der Möglichkeit, vermittels Internet und Computer den eigenen Lebensunterhalt zu sichern.


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Kommentare

Kersti Wolnow am 27.02.24, 12:15 Uhr

Es gibt einen wunderbaren Text aus dem Englischen im Netz, er heißt "Eine wunderbare Rasse", wo mit den ganzen heutigen ideologischen Verrenkungen anhand von greifbaren Fakten aufgeräumt wird. Er hat sich vor 10 Jahren, als ich ihn las, tief eingebrannt, so daß mir gleich wieder beim Lesen Ihrer Überschrift der Titel einfiel, und schön, man kann ihn (nach freiwilligem Einstellen des Blogs) noch auf Seiten nachlesen, die ihn übernommen haben.

sitra achra am 25.02.24, 19:34 Uhr

Ja, und was ist mit den alten N...Männern und den alten
M...Männern?Haben die etwa etwas zum Fortschritt beigetragen? Ohne die geschmähten alten Weißen würden die noch heute wie im Paradies leben.
Abgesehen von den rassistischen Vetteln dieser Welt, die gegen fortschrittliche Eliten hetzen und sonst eigentlich nur Grütze im Kopf haben. Sollte man denen überhaupt ein Forum bieten? Einfach ignorieren oder in die Anstalt einweisen!

Gregor Scharf am 25.02.24, 11:30 Uhr

Undank ist der Welten Lohn zeigt sich immer dort, wo sich die eigene Unfähigkeit etwas zu leisten, in Hass gegen sich selbst und alle richtet, die durch Leistung ins Licht rücken. Diesen Nichtsnutzen wird ihre Unfähigkeit bewusst. Sie sind gefangen in ihren einengenden Fähigkeiten und Gedanken. Der Neid und die Minderwertigkeitskomplexe werden übertüncht durch progressives Verhalten und Geschwätz, um so Aufmerksamkeit zu erhaschen. Weil die Zahl der Psychos so gewaltig ist und durch die Brutalität der Weltwirtschaft und das Internet ständig gesteigert wird, können diese Pfeifen damit sogar Politik machen. Mittelmaß und Hassgeplerre werden zum Gradmesser. Damit zeigen sie, wessen Geisteskind sie sind.
Es hat allerdings noch einen tieferen Hintergrund. Der angestrebte gesellschaftliche Umbau funktioniert nur, wenn man die Geschichte völlig verzerrt, die Kultur auslöscht, die Sprache zerstört und somit eine Gehirnwäsche vornimmt. Wer sich daran beteiligt, ist ein nützlicher Idiot im Sinne Lenins und schaufelt sein eigenes Grab. Was soll‘s. Der gut gemeinte Erfindungsreichtum wurde schon zu allen Zeiten immer auch für böse Zwecke eingesetzt. Die „Vögel der Nacht“ mit ihren vergifteten Worten und schändlichen Taten werden bald Opfer ihrer eigenen Taten und Untaten, denn man erntet, was man sät. In meinem Alter ist man erhaben über oben erwähnte, unreife Unruhestifter und Volksverhetzer. Ich gehöre dem Kreis alter weißer Männer an, die durch Schaffenskraft und Leistung glänzen, die Errungenschaften dankbar fortführen und weiterentwickeln, im Glauben, der festen Überzeugung und tausendfacher Selbstbestätigungen, dass sich Kontinuität und Beharrlichkeit gegen alle Widerstände behaupten. Zugegeben: wir sind die „letzten der Mohikaner“. Aber wir können in Ehren abtreten, wie so viele unserer Vorfahren.
Wer sich Verblöden lässt, trägt eine Mitschuld an seinem Schicksal. Mein Mitleid hält sich somit in Grenzen. Lernen durch Schmerzen, durch die Nacht zum Licht . . . Die haben noch einen weiten Weg vor sich.

Klaus Kurz am 25.02.24, 03:59 Uhr

ich wage mal eine Prognose:
Nach meinen Erfahrungen mit der Generation "Z" und "A" in juengster Zeit, erscheint es mir nicht zu verwegen zu behaupten, dass in wenigen Jahren weitere Entwicklungen zum Fortschritt und Wohl der Menschheit wie viele der im Artikel genannten, zu den grossen Ausnahmen zaehlen werden. Es sei denn, man beruecksichtigte auch "Erfindungen" wie den Energie spendenden Fernseher eines woken Schwarzafrikaners (Name entfallen, weil bedeutungslos) oder die auf Wasserstoff basierende Energiegewinnungsidee eines Kinderbuchautors. Dann bleibt man zwar nach wie vor von der Wirklichkeit umzingelt, aber man kann sich das dann herrschende Desaster immer noch solange schoen reden bis das wirkliche Erwachen kommt.

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