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Der Wochenrückblick

Verbietet die Kameras!

Warum Aufnahmen von Judenhasser-Demos so schädlich sind, und was Meinungsmacht alles kann

Hans Heckel
22.04.2023

Bei Lichte betrachtet wäre das Problem ganz einfach zu lösen: Jedwede Kamera-Aufnahmen von Judenhasser-Demos in Deutschland sollten gesetzlich verboten werden, egal ob Fotos oder bewegte Bilder. Denn es passt einfach nicht in die gewünschte Erzählung, was wir dort regelmäßig zu sehen kriegen.

Die Zahlen sehen da schon viel brauchbarer aus. In Berlin wurden vergangenes Jahr gegen 365 Beschuldigte Strafverfahren wegen antisemitischer Straftaten eingeleitet, darunter 18 Gewalttaten wie Körperverletzung, Raub oder Nötigung. Und siehe da: 284 der Beschuldigten besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit. Der Antisemitismusbeauftragte der Hauptstadt, Samuel Salzborn, sagte denn auch dem Boulevardblatt „B.Z.“: „Mich überrascht diese Statistik nicht. Wir wissen, dass die Straftaten oft einen rechtsextremen Hintergrund haben.“ So titelt die „B.Z.“ denn auch: „Antisemitische Taten – Beschuldigte meist Deutsche.“

Hätte man es dabei belassen, besäßen die geneigten Leser nun eine sehr präzise Vorstellung von den antisemitischen Unholden an der Spree: Deutsche Jungmannen mit stramm rechtsextremer Einstellung, vermutlich mit ziemlich kurzen Haaren und robustem Schuhwerk, die (unter Missbrauch dieser Fahne) mit schwarz-weiß-roten Flaggen durch die Straßen stapfen.

Dann aber schlugen uns die Bilder aus der Hauptstadt über das Internet entgegen, auf denen wir vorwiegend bärtige Männer sehen mussten, die so überhaupt nicht ins „Narrativ“ vom deutschen Antisemiten passen wollen. Vorwiegend schwarzbärtige Krakeeler, aber auch Frauen mit und ohne Kopftuch, die unter Palästinenserfahnen demonstrieren und „Tod den Juden“ oder ähnliche Parolen brüllen, und zwar auf Arabisch.

Solche Eindrücke legen ganz unerwünschte Rückschlüsse auf die Herkunft auch der 284 konkret Beschuldigten aus dem vergangenen Jahr nahe. Die Vornamen zu wissen, könnte zur Aufklärung beitragen. Die will die Berliner Justizverwaltung aber nicht rausrücken. Wie die „B.Z.“ weiter schreibt, besitzen viele der Namen laut Behörde nämlich einen hohen „Seltenheitswert“, weshalb „die konkrete Gefahr einer Identifikation der tatverdächtigen Personen“ gegeben sei. Sie haben richtig gelesen: „Seltenheitswert“.

Wenn man aber schon so viel Rücksicht nimmt auf solche „Werte“, dann sollte man sich auch schützend vor die Persönlichkeitsrechte der Judenhasser stellen, und, wie eingangs gefordert, Kamera-Aufnahmen verbieten. Dann muss sich Herr Salzborn auch nicht mehr so winden, um die Realität doch noch irgendwie in seine Erzählung zu quetschen, was bislang so aussieht: Er gehe davon aus, so der „Experte“, dass die Teilnehmer der Demo schon länger hier lebten und einen deutschen Pass besäßen. Es sei nämlich „extrem unwahrscheinlich, dass Flüchtlinge nach kurzer Zeit und mit ungesichertem Aufenthalt an Demonstrationen teilnehmen. Sie haben andere Probleme.“

Daher wohl auch die stete Forderung, den Aufenthaltstitel möglichst vieler Asylsucher möglichst schnell zu „sichern“ und sie selbst nach abgelehntem Asylantrag auf keinen Fall abzuschieben. Denn wenn das alles durch ist, haben sie diese „anderen Probleme“ ja nicht mehr und können endlich auf Demos gehen. Und wenn wir das Kamera-Verbot durch haben , die „Geflüchteten“ so rasch wie möglich die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten und die Behörden weiterhin striktes Stillschweigen über die Vornamen üben, dann helfen die „Schutzsuchenden“ sogar noch beim Kampf gegen Rechts – ist es nicht wunderbar?

Rassismus bloß nicht benennen

Allerdings darf man es in dem Zusammenhang auf keinen Fall zulassen, dass ein anderes Phänomen an die Oberfläche dringt, das man weder per Einbürgerung noch mithilfe des Vornamentricks wieder unter den Teppich kriegt. Wie Sie auf Seite 5 vielleicht schon gelesen haben, ist die Zahl der rassistischen Straftaten in Brandenburg rasant in die Höhe geschnellt, seitdem dort auch Rassismus gegen Deutsche als Rassismus gezählt und statistisch erfasst wird.

Der Verein Opferperspektive ist entsetzt. Nein, selbstverständlich nicht über den deutschfeindlichen Rassismus, sondern darüber, dass diese Art von Rassismus überhaupt benannt, gezählt und zur Kenntnis genommen wird. „Das ist gefährlich und droht, Rassist:innen in die Hände zu spielen“, so der Verein.

Die Benennung von Rassismus spielt also Rassisten in die Hände, aha. Es wird langsam kompliziert, könnte man denken. Könnte man, sollte man aber nicht, denn die Wahrheit ist vollkommen simpel. Die da reden, sind schlicht und einfach selbst Rassisten, antideutsche Rassisten eben, und das in der übelsten Manier. So verhetzt, dass sie dem Ziel ihres Hasses, dem Deutschen an und für sich, sogar das elementare Recht absprechen, frei von rassistischen Angriffen zu leben, indem sie verlangen, dass Rassismus gegen diese eine Gruppe von Menschen weder erwähnt noch erfasst oder gar angeprangert werden darf. Und warum nicht? Da argumentieren die Antideutschen, wie Rassisten schon immer argumentiert haben: Hetze gegen Deutsche sei kein Rassismus, weil die Deutschen solche Hetze selbst verdient hätten und daher gefälligst die Schnauze halten sollten.

Und damit kommen die durch? Aber natürlich tun sie das. Man muss nur über die ausreichende Meinungsmacht verfügen, dann kommt man mit jedem erdenklichen Widersinn durch. Die „postfaktische“ Debatte um den gerade abgeschlossenen Atomausstieg hat uns das zur Genüge vor Augen geführt.

Katrin Göring-Eckardt belehrt uns, dass Strom durch die Abschaltung der Kernkraftwerke sogar billiger würde. Selbst wenn es mittlerweile ein wenig abgedroschen rüberkommt, aber wer sah da nicht schon wieder Jürgen Trittins „Kugel Eis“ durchs Zimmer kullern? Die Grünen folgen hier einer altbewährten Strategie: Blödsinn muss nur oft genug wiederholt werden, dann nehmen ihn die meisten Leute irgendwann als Wahrheit an, ohne weiter darüber nachzudenken. Und verdächtigen jeden, der mit dem Nachdenken nicht endlich aufhören will.

So haben die exorbitant steigenden Energiekosten infolge der Energiewende dem alten Spruch „Wind und Sonne schicken keine Rechnung“ keinen einzigen Kratzer verpassen können. Was auch daran liegen mag, dass hier gewissermaßen mit der Wahrheit gelogen wird. Dass Wind und Sonne keine Konten führen, ist gewiss. Die beiden bauen aber auch weder Solarpaneele noch stellen sie Windräder auf. Die das tun, schicken aber sehr wohl Rechnungen, und zwar gepfefferte.

Gern wird auch über Atommüll gesprochen und über das Problem der Entsorgung ausgedienter Windkraftanlagen geschwiegen. Da verhält es sich wohl wie beim Verein Opferperspektive und dessen Kritik an der Benennung von antideutschem Rassismus: Eine Diskussion über Windmühlenschrott darf es nicht geben, weil sie „Energiewende-Skeptiker:innen in die Hände spielt“.


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Kommentare

sitra achra am 22.04.23, 13:27 Uhr

Sehr geehrter Herr Heckel, ich teile voll und ganz Ihre Meinung, bin allerdings der Auffassung, dass dieser selbstgefälligen, verkommenen Gesellschaft nicht mehr zu helfen ist.
Um Deutschland hingegen mache ich mir keine Sorgen, es ist im Zweiten Weltkrieg untergegangen.
Heutzutage wird mit der Erinnerung daran nur Leichenfledderei betrieben, oder es wird zum negativen Nazipopanz stilisiert. Den linken Wahrheitsaposteln und woken Maulhelden nützlich zur Triebbefriedigung ihrer schizophrenen Phantasien und Machtorgien.

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