03.12.2021

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Ein „gewichtiger Beitrag zur preußisch-deutschen-Bildungsgeschichte“: Historikerin Margund Hinz bei der Verleihung des Gierschke-Dornburg-Preises
Foto: GalenskiEin „gewichtiger Beitrag zur preußisch-deutschen-Bildungsgeschichte“: Historikerin Margund Hinz bei der Verleihung des Gierschke-Dornburg-Preises

Landsmannschaft

Hoffnungsfrohe Rückkehr nach der Corona-Auszeit

Nach einem Jahr Pause tagte die Ostpreußische Landesvertretung am 6. und 7. November in Wuppertal

René Nehring
17.11.2021

Selten in der Geschichte der Landsmannschaft Ostpreußen dürfte die Freude über die Zusammenkunft der Ostpreußischen Landesvertretung (OLV) so groß gewesen sein wie in diesem Jahr. Nach einem Jahr Corona-bedingter Pause konnte Sprecher Stephan Grigat wieder die Vertreter der ostpreußischen Heimatkreisgemeinschaften, der Landesgruppen, des BJO und des Dachverbandes der deutschen Volksgruppe im südlichen Ostpreußen im Evangelischen Tagungszentrum Wuppertal begrüßen.

Nach dem Grußwort des Dachverbandsvorsitzenden Heinrich Hoch, der an die Gründung deutscher Vereine im südlichen Ostpreußen vor dreißig Jahren erinnerte, und der Verleihung des Goldenen Ehrenzeichens an Brigitte Stramm wurde zunächst der diesjährige Gierschke-Dornburg-Preis an die Historikerin Dr. Margund Hinz verliehen, die mit ihrer Dissertation „Das höhere Schulwesen der Stadt Königsberg in Preußen 1800 bis 1945“ einen – so der Text der Laudatio – „gewichtigen Beitrag zur preußisch-deutschen-Bildungsgeschichte des 19. und frühen 20. Jahrhunderts vorgelegt“ hat.

In seinem folgenden Bericht an die Delegierten blickte der Sprecher zunächst auf das zu Ende gehende Jahr 2021 zurück, das aufgrund der Pandemie-Lage ähnlich durchwachsen verlief wie das vorherige. Noch immer mussten etliche Heimattreffen entweder abgesagt oder unter Einschränkungen durchgeführt werden, doch immerhin konnten zahlreiche Veranstaltungen auch wieder „live“ stattfinden. Bewährt habe sich der Einsatz moderner Übertragungstechnik, womit Tagungen nicht nur unter Lockdown-Bedingungen überhaupt durchgeführt werden, sondern auch deutlich mehr Teilnehmer dabei sein können als bislang. „Die Zukunft unseres Verbandes“, so Grigat, „liegt in digitalen Veranstaltungsformaten.“

Unklare politische Lage

Weniger optimistisch zeigte sich der Sprecher beim Blick auf die allgemein-politischen Entwicklungen. Hier bleibt abzuwarten, welche Konsequenzen der bevorstehende Regierungswechsel für die Arbeit der ost- und auslandsdeutschen Landsmannschaften haben wird.

Als besonderen Gast konnte Grigat anschließend die Direktorin des Dokumentationszentrums Flucht, Vertreibung, Versöhnung, Dr. Gundula Bavendamm, begrüßen. Diese stellte zunächst die Gliederung und Konzeption ihres Hauses vor und blickte dann auf das erste halbe Jahr seit Eröffnung des Dokumentationszentrums, das trotz Corona-Einschränkungen bereits einige Zehntausend Besucher begrüßen konnte.

An den folgenden Bericht der PAZ schlossen sich die Aussprachen zu den schriftlichen Berichten des Bundesgeschäftsführers, der Bruderhilfe sowie des BJO an. Und auf die mündlichen Ausführungen des Schatzmeisters Friedrich-Wilhelm Böld folgte auf Antrag des Kassenprüfers die Entlastung des Bundesvorstandes für die Jahre 2020 und 2021.

Am Sonntag trug zunächst der Datenschutzbeauftragte Joachim Löwe aktuelle Entwicklungen im Datenschutz vor. Anschließend berichtete der Direktor des Kulturzentrums Ostpreußen, Wolfgang Freyberg, über die Arbeit seines Hauses.

Zum Abschluss wünschte der Sprecher allen Teilnehmern bereits vorab eine gesegnete Advents- und Weihnachtszeit, bevor die Sitzung der OLV mit dem Singen des Ostpreußenliedes endete.



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